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Österreichischer Fackellauf, Olympische Spiele 1972#

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Bekanntlich existierten bereits in der Antike im Tempelbezirk Olympia die Olympischen Spiele, bis sie 394 n.Chr. als heidnische Feste verboten worden waren. 1894 wollte der Franzose Pierre de Coubertin das griechische Erziehungsideal weltweit bekannt machen und gründete das Internationale Olympische Komitee. Und bereits zwei Jahre später fanden auch in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. Die Wettkämpfe in der Antike wurden zu Ehren von Göttern abgehalten, auf Altären wurden Opfergaben bereitgestellt, die ein Läufer nach einer feierlichen Zeremonie in Brand setzte. Die Organisatoren der Olympischen Spiele 1936 sahen diesen Fackellauf als Verbindung zwischen den alten und neuen Olympischen Spielen. Ab dieser Olympiade wurde mittels eines Brennglases vor dem Hera-Tempel die heilige Flamme entzündet und von zahlreichen Läufern - oft rund um die halbe Welt - zu den jeweiligen Austragungsorten gebracht. Der Läufer- und Streckenrekord wurde 1964 bei der Olympiade in Tokio erzielt: 5386 Läufer mußten die Fackel über 7816 Kilometer zu ihrem Bestimmungsort bringen! Um die heilige Flamme 1972 von Griechenland nach München zu bringen, bedurfte es 600 österreichischer Läufer, die die Flamme 581 Kilometer von der ungarischen zur deutschen Grenze brachten.