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© Österreichische Post
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Tag der Briefmarke 1976#

Sonderpostmarke

Das Monturreglement von 1838 hatte ausdrücklich eine Gala- und eine Dienstuniform für Postillione vorgesehen. Der auf der Briefmarke abgebildete Zweispitz gehörte zur Galamontur. Sie war ab 1838 bei Besuch von "höheren Herren" aus dem Hause der Kaiserfamilie oder aus der öffentlichen Verwaltung zu tragen. Das Reglement schildert den Zweispitz sehr kurz. Er wird darin als niedriger Hut mit schwarzem Federbusch beschrieben. Der sogenannte Federbusch war in Wirklichkeit aus Roßhaar zusammengesetzt, oben an der Spitze geleimt und mit einem Knopf versehen. Das Original des Hutes auf der Briefmarke ist aus schwarzem Filz gefertigt. Das Original des abgebildeten Posthornes wurde praktisch nie verwendet. Es sollte zusammen mit einem anderen als Probestück dienen, weil beabsichtigt war, es als "Ehrenposthorn" für Postillione mit besonderen Verdiensten zu vergeben. Die für diese Verleihung erforderliche Verordnung kam aber nie heraus, möglicherweise weil das Horn zu aufwendig hergestellt wurde. Das dreiwindige Posthorn aus Messing war zum Großteil versilbert, Mundstück und Innenseite des Konus sind dazu noch vergoldet.