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Stifte und Klöster in Österreich-Stift Schlägl#

Dauermarkenserie

Im Jahre 1218 ließen sich Prämonstratenser im heutigen Schlägl nieder. In den ersten Jahrzehnten der mühevollen Entwicklung des Klosters Schlägl wurde das Klosterleben vor allem von Passau aus dominiert. 1257 stand Schlägl vor einer neuen Situation. Eine Urkunde dieses Jahres bezeugt den Abt von Mühlhausen als Vaterabt von Schlägl. Er erwirkte von Papst Alexander IV. (1254-1261) für sein Filialkloster einen Ablaß, um dieses ausbauen zu können. 1261 ist eine erste Kirchweihe bezeugt. Zunehmend stand Schlägl in der folgenden Zeit unter böhmischem Einfluß, was zu Konflikten mit den Passauer Bischöfen führte. Als Diözese konnte sich Passau durchsetzen, im Ordensverband blieb Schlägl jedoch bei der böhmischen Zirkarie. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Schlägl sehr positiv, vor allem unter Probst Andreas Rieder (1444-1481). Der Bauernkrieg von 1627 stand am Ende einer längeren Verfallsperiode und brachte dem Stift den völligen Ruin. Schlägl wurde geplündert und niedergebrannt. Ein junger Vorarlberger, Martin Greyzing, brachte neuerlichen Aufschwung. Er wurde 1627 zum Probst gewählt und für sein Aufbauwerk 1657 zum Abt erhoben. Das Stiftsgebäude trägt bis heute seine Handschrift. Das Markenmotiv zeigt die Nordfront des Stiftsgebäudes, am westlichen Ende die Prälatur, darunter das Archiv und östlich die Gästezimmer des Bildungsheimes (früher Offizialien und Klosterapotheke).