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© Österreichische Post
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Tag der Briefmarke 2001#

Sondermarkenserie mit Zuschlag

Nach 10 Jahren Darstellung jeweils eines Buchstaben der beiden Worte Philatelie und Briefmarke gab es den verbreiteten Wunsch nach Abwechslung und nach einem Näherrücken des Markenthemas für die Marke zum "Tag der Briefmarke" in Richtung Philatelie. So sprach der Präsident des Verbandes der Österr. Philatelistenvereine Erich Bober mit seinem Vorschlag, Bahnpostwagen aus verschiedenen Epochen darzustellen, regelrecht aus dem Herzen der Philatelisten. Ähnlich wie auf den "Auf dem Weg zur WIPA"-Kleinbögen sollten nun die Bahnpostwaggons der Monarchie, sowie der ersten und der zweiten Republik auf drei neuen Marken prangen. Lange wird es die Einrichtung der Bahnpost ohnehin nicht mehr geben, weil die Aufenthalte der Züge in den Stationen für eine Postverladung zu kurz werden und stationäre Großsortieranlagen ganz allgemein die Handsortierung der Briefpost verdrängen. Die Markenkünstlerin Maria Siegl gestaltete die Marke für 2001 nach einem Modell aus dem Wiener Technischen Museum. In Österreich fuhr das erste "k.u.k. fahrende Postamt" auf der Strecke zwischen Wien und Oderberg. Weil die Bahnpost aber mehr Platz brauchte als die üblichen 2-achsigen Wagen boten, kuppelte man zwei zusammen, entfernte die gegenseitig zugewandten Rück- bzw. Vorderwand und verband die Außenwände durch einen Lederbalg. Gedruckt wird die Marke in Kleinbögen zu 10 Feldern, wobei jedes zweite Feld - einmal links und einmal rechts von der Marke - ein Zierfeld ist, das mit drei Bahnpoststempel aus der Anfangszeit bedruckt ist.