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© Österreichische Post
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Weihnachten 2001#

Sonderpostmarke

Östlich von Bischofshofen in einem kleinen Seitental liegt Filzmoos, ein ehemals bitterarmer kleiner Ort, der heute mit cirka 1200 Einwohnern durch den Fremdenverkehr in zwei Saisonen und einer halben Million Übernachtungen jährlich längst den Anschluss an die Welt gefunden hat. Im kleinen gotischen Kircherl aus 1474 mit interessanten Fresken (ca. 1515) gibt es seit 1960 einen neu gestalteten Hochaltarbereich. In einem hängenden Glasschrein vor einem Glasfenster mit einer modernen Heiligen-Geist-Darstellung ist ein bekleidetes, über 90 cm großes Jesuskind aus dem 14. Jh. mit einem Glöcklein in der Rechten und einer Weltkugel in der Linken, umgeben von einem Strahlenkranz, zu sehen. Nach einer Legende wären auf dieses Kindl, das angeblich auf einem Baumstock stand, fromme Hirten "durch den lieblichen Klang des Glöcklein in der Hand des Christuskindes aufmerksam geworden". Sie brachten die Figur zu ihrem zuständigen Pfarrer, der damals in Altenmarkt war. Am nächsten Tag fand man das Christuskind wieder auf dem Holzstrunk in Filzmoos, worauf man es in die dortige St.Peter und St. Paul geweihte Kirche trug, in der es sich bis zum heutigen Tag befindet. Der Entwurf der Marke stammt von Christine Buchner, gestochen wurde sie von Prof. Wolfgang Seidel. Karl Neuhofer aus Salzburg hat den Filzmooser Ersttag-Sonderstempel gezeichnet: das Filzmooser Kindl, das auch im Gemeindewappen Aufnahme fand, die Kirche und als Hintergrund die markante Bischofsmütze.