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Briefmarke, Österreich neu zeichnen
© Österreichische Post

Österreich neu zeichnen – „Zeichne Österreich neu!“#

Sondermarke#

Politik, Kunst und Kultur oder Alpen, Kulinarik und Naturkostbarkeiten oder all dies zusammen? Was macht Österreich aus und wie könnte man unser Land symbolisch neu darstellen?

Im Rahmen eines von der Österreichischen Post AG in Kooperation mit der Tageszeitung „Die Presse“ 2013 veranstalteten Briefmarken-Gestaltungswettbewerbs machten sich zahlreiche Künstler auf die Suche nach kreativen Antworten auf diese spannende Frage. Das naheliegende Motto des Wettbewerbs: „Österreich neu zeichnen“. 5.000 Euro waren ausgeschrieben für jene, die es am besten schafften, ein positives, zukunftsorientiertes Österreich-Bild für eine Briefmarke zu entwerfen. Aus knapp 70 Bewerbungen, darunter nicht nur solche, die von heimischen Künstlern eingereicht wurden, sondern auch internationale Beiträge, wurden 15 Finalisten ausgewählt, und im Anschluss an eine Veröffentlichung in der „Presse am Sonntag“ wurde der Sieger von einer Jury gekürt.

Gewonnen hat schließlich das Quartett Undemi mit einem Ausmalmotiv, das die Österreicher auffordert, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Fünf Symbole, die Zukunftsaspekte für das Land skizzieren, wurden hier zusammengefasst: ein rotes Herz für die Liebe, ein grünes Blatt für den Umweltschutz, ein blaues Friedenszeichen, ein violettes Symbol für Gleichberechtigung sowie ein Symbol für den gegenseitigen Austausch in Form zweier gelber Pfeile. Diese können vom jeweiligen Käufer der Marke nach eigener Vorliebe – basierend auf dem System „Malen nach Zahlen“ und angeleitet von Farbcodes – ausgemalt werden. Die vier Künstlerinnen kommen aus Frankreich, leben ebendort, in Amsterdam, Berlin und Wien und bringen neben dem Betrieb einer eigenen Internet-Plattform zwei Mal im Jahr ein handgefertigtes Magazin heraus. Den Wettbewerb empfanden die ehemaligen Studienkolleginnen als willkommene Herausforderung, wie Chloé Thomas, eine der Künstlerinnen, ausführt: „Für einen Grafikdesigner ist es besonders schön, eine Briefmarke zu gestalten, aber auch schwierig, da man gezwungen ist, eine so große Idee auf ein so kleines Format zu bringen.“ Vom „Malen nach Zahlen“-System und der Aufforderung an den Nutzer der Marke, sich die Zukunft selbst zu zeichnen, war Georg Pölzl, CEO der Österreichischen Post AG und Jury-Mitglied, sehr angetan. „Es ist ein kreativer und großartiger Ansatz“, begründet er seine Entscheidung. Zur leichteren Handhabung wird die 42 x 42 mm große Marke mit einer größeren Verpackung und einer Ausmal-Erklärung angeboten. „Folgen Sie der Farbkodierung, malen Sie das Symbol aus und vermitteln Sie die gewünschte Botschaft“, lautet nun die Devise für alle Briefmarkenkäufer. Denn: „Engagement ist der erste Weg in eine gemeinschaftliche Zukunft“, sind die Wettbewerbsgewinnerinnen von Undemi überzeugt.