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Briefmarke, Hundszahnlilie
© Österreichische Post

Hundszahnlilie – Treuebonusmarke 2013#

Sondermarke#

Wie kleine Waldelfen schmücken die zierlichen Blumen mit nickenden Köpfchen Waldränder und feuchte Wiesen. Sie sind ganz besondere Frühlingsboten, die ab März die meist noch spätwinterliche und karge Landschaft mit ihren zarten Farben zu neuem Leben erwecken. Auch im eigenen Garten vertreiben die wertvollen Lilien mit ihren frühen Blüten die kühle Leere der Beete und Rabatten.

Die Hundszahnlilie ist die einzige ihrer Gattung, die in Europa beheimatet ist. Sie schätzt halbschattige Wälder und Bergwiesen, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Süd- und Mitteleuropa. Hierzulande findet man die regional geschützte Blume im Burgenland, in der Steiermark und in Kärnten. Meist blüht die Hundszahnlilie von April bis Mai, an gut geschützten Plätzen manchmal aber auch schon einige Monate früher.

Die „Erythronium dens-canis“ gehört zur Familie der Liliengewächse, ihr Attribut „Hundszahn“ verdankt sie der eigentümlichen Form der Zwiebel. Sie erreicht eine Höhe von 10 bis 20 Zentimetern, jeweils eine feingliedrige Blüte sitzt auf ihren eng nebeneinander und aufrecht stehenden Stängeln. Gesäumt wird die schlanke Pflanze von blaugrünen, ovalen Blättern mit brauner Marmorierung, ihre violett-rosa Blüte besitzt große Staubblätter, die unter den aufgeschlagenen Blütenblättern auffällig hervortreten.

Von den etwa fünfzehn ursprünglichen, wildlebenden Zahnlilienarten sind bis auf die Hundszahnlilie alle in Nordamerika heimisch. Die Kultivierung der graziösen Blumen kann bis ins 16. Jahrhundert nachgewiesen werden – heute existieren fast dreißig verschiedene Gattungen, die Farbpalette reicht von weiß, gelb, rosa, purpurn bis hin zu violett. Noch sind die Zahnlilien ein seltener Gast in unseren Gärten, obwohl sie sich auch hierzulande sehr wohl fühlen können: Sie sind mehrjährige Pflanzen, die durchaus frosthart sind und sehr gut zu schattigen Gärten oder Steingärten passen, denn sie bevorzugen neben humusreichen, feuchten Böden auch lichte Schattenplätze. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit sind aber auch sonnige Standorte durchaus möglich, es sollte jedoch zu keiner Staunässe kommen, denn das schadet ihren Zwiebeln. Die beste Zeit, um die Hundszahnlilie zu setzen, sind wie bei den meisten Frühlingsblühern die Monate August und September. Zwischen zwei Pflanzen sollte stets genügend Platz gelassen werden, denn die anmutigen Gewächse lieben es, sich auszubreiten.

Auf Marke gebracht wurde die Hundszahnlilie mit prächtigen Farben und viel Aus- drucksfreude von der vielseitigen steirischen Malerin Mag. Brigitte Heiden. Diese Sondermarke ist ein exklusives Treuebonusgeschenk für das Jahr 2013, mit dem sich die Österreichische Post AG bei ihren Briefmarken-Abonnenten und Stammkunden herzlich bedanken möchte.