Schlossruine Zellhof#

Bezirkshauptmannschaft: Freistadt Oberoesterreich, Freistadt

Gemeinde: Bad Zell Oberoesterreich, Bad Zell

Katastralgemeinde: Brawinkl Oberoesterreich, Brawinkl



Von der einst großen Anlage ist nun nur mehr das Wohngebäude erhalten. Ein dreigeschoßiger Baublock mit Kratzputzverzierungen. Auch der Wirtschaftstrakt mit der ehem. Kapelle ist noch teilweise erhalten. Der Rest ist Ruine oder abgetragen.

1303 erstmals urk. erwähnt, war Zellhof im Besitz der Zeller (auch Zellhofer genannt), später der Greisenegg und der Jörger (bis 1631). Diese bauten es um 1620 zu einem prächtigen Schloss mit Freitreppe aus. Als später der Jörgersche Verwaltungssitz nach Prandegg verlegt wurde, verfiel das Schloss. Die Scherffenberg und die Salburg folgten den Jörgern als Besitzer.

In den erhaltenen Teilen sind heute zehn Eigentumswohnungen untergebracht, deren Bewohner auch die gesamte Anlage des Schlosses anteilsmäßig besitzen.


Eigentümer: Diverse




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Dehio Oberösterreich, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich, ErwinHainisch (bearb. von Kurt Woisetschläger), hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 6. Aufl., Wien 1977, Seite 388.
  • Grüll, Georg (I), Burgen und Schlösser im Mühlviertel, 2. Aufl., Wien 1968, Seite 135ff.
  • Sekker, Franz, Burgen und Schlösser, Städte und Klöster Oberösterreichs, in Georg Matthäus Vischers „Topographia Austriae superioris modernae, 1674", Linz 1925, Seite 349f.