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Schloss Sigmundsried (Turm)#

Bezirkshauptmannschaft: Landeck Tirol, Landeck

Gemeinde: Ried im Oberinntal Tirol, Ried im Oberinntal

Katastralgemeinde: Ried im Oberinntal



Urspr. rechteckige Anlage mit Turm, Wohnbau und verbindender Ringmauer. Am massiven Turm sind vermauerte Zinnen erkennbar; im Erdgeschoß und im obersten Stock je eine Halle mit Kreuzgewölbe, Pfeiler mit Blattkapitell, Ranken- und Wappenmalerei aus dem 16. Jh. Im südlichen Anbau Reste einer Kapelle, wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 15. Jh.s.

Urk. erwähnt 1325, im Besitz des Hermann von Ried, 1381 im Besitz der Starkenberg. 1471 erwarb Herzog Sigismund den damals „Turm zu Ried" genannten Bau und nannte ihn „Sigmundsried". Anschließend erfolgte ein rascher Wechsel der Pfand- und Lehensinhaber, so: 1481 Schrofenstein, 1532 Pedrot, 1546 Wehingen, 1573 Knillenberg, 1684—1775 Sterzinger. 1841 kaufte das „hochlöbliche Ärar" Schloss Sigmundsried, „zur Unterbringung des Landgerichtes Ried, der Arreste, des Richters und des Gerichtsdieners".

Bis 31.12.1977 war Sigmundsried Sitz des Bezirksgerichtes; heute dient es dem österreichischen Bundesheer als Magazin.


Eigentümer: Republik Österreich (Bundesgebäudeverwaltung)


Schloss Sigmundsried - Foto: Burgen-Austria

Schloss Sigmundsried - Foto: Burgen-Austria




Der Text und die Literaturangaben sind aus dem Buch 'Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen' (1991) von Georg Clam Martinic übernommen.

Literatur#

  • Comploy, Waltraud, Die Burgen Tirols am obersten Inn, (=Veröffentlichungen der Universität
Innsbruck Bd. 74, Kunstgeschichtliche Studien, Bd. I), Innsbruck 1972, Seite 61ff.

  • Dehio Tirol, Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Tirol, bearb. von Gert Amman, Erich Egg, Johanna Felmayer, Josef Franckenstein, Wolfram Heike, Horst R. Huber, Herta Öttl, Meinrad Pizzinini, Wien 1980, Seite 649.
  • Trapp, Oswald, Tiroler Burgenbuch, Bd. VII (Oberinntal und Außerfern), Bozen 1986, Seite 29ff.
  • Weingartner, Josef Hörmann-Weingartner, Magdalena Die Burgen Tirols. Ein Burgenführer durch Nord-, Ost- und Südtirol, 3. Aufl., Innsbruck-Bozen 1981, Seite 152f.