unbekannter Gast
Geben Sie diesem Artikel Ihre Stimme:
5

Die Nation - in österreichischer Sicht#

Wilfried Daim

Nach einem Vortrag, gehalten auf einer Tagung der Evangelischen Akademie in Westberlin am 13. November 1966

Sehr geehrte Damen und Herren! Ich danke Ihnen besonders für diese Einladung. Vor allem auch deshalb, weil es von Ihnen ein wirklich bemerkenswerter Akt der Fairness ist, sich hieher, anläßlich dieser Tagung, einen bewußten Österreicher, ja einen Wiener, einzuladen. Berlin war die Hauptstadt Preußens, dann Deutschlands, schließlich sogar Großdeutschlands. Wien war lange Zeit, bis 1866, ein Antagonist Berlins im deutschen Raum, aber in gewisser Hinsicht auch noch bis 1945. Dann teilte Wien das Schicksal Berlins, es war in Zonen aufgeteilt, ringsum von sowjetisch besetztem Territorium umgeben. Bald jedoch verlief die Entwicklung anders. In Deutschland verschärften sich die Gegensätze der Alliierten, in Österreich schwächten sie sich ab. Schließlich erreichte Österreich den Abzug der Besatzungstruppen, und Wien konnte ungehindert Hauptstadt sein.

Ich möchte Ihnen für Ihre Fairness durch eine Aufrichtigkeit danken, die Ihnen von Österreichern selten entgegengebracht wird — der Anteil der Westdeutschen am österreichischen Fremdenverkehr ist sehr erheblich. Denn wir wollen uns doch nicht hinter eine Tüftelei über »Prinzipien ganz allgemeiner Art« verschanzen. Zumindest bei meinem Thema handelt es sich doch ganz konkret um das Problem: deutsche Nation — österreichische Nation.

Wenn wir Begriffe gebrauchen, so gebrauchen wir sie normalerweise im umgangssprachlichen Sinn. Die Begriffe der Umgangssprache — häufig jedoch auch die wissenschaftlich geprägten — sind aber weder ihrem Inhalt noch ihrem Umfang nach klar und präzise. Ohne daß man die Umgangssprache allzu sehr vergewaltigt, können daher Diskussionen stattfinden, in welchen der eine diesen, der andere jenen Begriffsumfang eines Wortes herauspräpariert und dadurch beide oder mehrere Diskussionsteilnehmer nicht unrecht haben. Und doch können beide auch aneinander geraten — unter Umständen sogar sehr heftig.

Nun ist es heute ein Gemeinplatz, daß das Denken mehr oder weniger von spezifischen Interessen beeinflußt wird. Auch Begriffsbildungen sind nicht durch »reines Denken«, sondern durch Bedürfnisse, Zielsetzungen und Strebungen bestimmt.

Wollen wir also auf die echte Problematik einer Begriffsdiskussion stoßen, so fragt es sich, welche Methoden wir hier anzuwenden haben. Meiner Erfahrung nach kann man die Interessen und Zielsetzungen, die bei Begriffsbildungen am Werke sind, am besten dadurch erkennen, daß man sich fragt, welche Konsequenzen die eine Form und welche die andere nach sich zieht.

Betrachtet man etwa die Auseinandersetzungen beim Zweiten Vatikanischen Konzil um den Kollegialitätsbegriff, bei denen es um »die Wahrheit« ging und bei denen beide Parteien — die kurial-papistische und die episkopale — natürlich hochtheologisch, exegetisch und historisch argumentierten, und fragt man sich nach unserer Methode, was denn für Konsequenzen »die Kollegialität der Bischöfe« habe, wenn sie »göttlichen« oder »bloß menschlichen« Rechtes bestehe, dann ist die Antwort sehr leicht.

Im ersten Falle sind die Bischöfe erheblich mehr wert als im zweiten. Die »Kollegialität der Bischöfe« ist demnach die Aufstiegsideologie der Bischöfe. Haben die Bischöfe mehr Rechte, dann haben Kurie und Papst weniger; daher wollten die Kurialen natürlich davon nichts wissen. Die »Kollegialität menschlichen Rechtes« ist daher die Verteidigungsideologie der Kurialen. Im einen Falle profitieren also die Bischöfe, im anderen die Kurie.

Wenn wir also jeweils nach den Konsequenzen einer bestimmten Begriffsbildung fragen, dann kann man, besonders wenn es sich um politisch so wichtige Begriffe wie »Nation« oder »Volk« handelt, natürlich auch noch weiter fragen. Denn die erste Konsequenz ist nicht die letzte, es kann weitere Konsequenzen und Zusammenhänge geben, die schließlich vielleicht ein ganzes Syndrom — einen Symptomkomplex — erkennen lassen.

Wollen wir also den ersten methodischen Schritt tun und die Konsequenzen der beiden in Österreich einander gegenüberstehenden Nationsbegriffe untersuchen. Die Gründe, die beide Gruppen zur Stützung ihres Nationsbegriffes anführen, wollen wir dabei zunächst hintanstellen, denn es gelingt meist weder einem Anhänger der einen noch einem der anderen Gruppe den Gegner damit zu überzeugen.

Begriffsklärung#

Welche Eigenschaften hat nun im wesentlichen der eine, welche der andere Nationsbegriff? Der eine, dem gefühlsmäßig heute sicherlich der weitaus größte Teil des österreichischen Volkes anhängt, ist so beschaffen, daß man legitimerweise von einer »österreichischen Nation« sprechen kann. Der andere Nationsbegriff ist demgegenüber wiederum so beschaffen, daß es zwar einen österreichischen Staat, jedoch nur eine »deutsche Nation« gibt. Nun habe ich hier natürlich nicht wirklich definiert, vielmehr schon die Konsequenz zweier Auffassungen von »Nation« ausgesprochen. Aber jeder Definitionsversuch landet notwendig in einer endlosen und fruchtlosen Debatte.

Fragt man nämlich einen sogenannten »Deutschnationalen«, was er unter Nation versteht, so wird er von »Sprach- und Schicksalsgemeinschaft« sprechen. Sprachgemeinschaft ist für sich allein aber weder ein konstituierendes Merkmal für die Bildung einer Nation (man denke an die USA und Großbritannien), noch ist Verschiedensprachigkeit notwendigerweise hinderlich, eine Nation zu bilden (siehe die Schweiz).

Die »Schicksalsgemeinschaft« wird vielleicht schwerer wiegen, doch kann man endlos darüber streiten, ob Österreich mit den Tschechen, Ungarn und Kroaten nicht mehr »Schicksal« gemeinsam hat als etwa mit den Ostpreußen oder mit den Bayern. Da man sich an diesem Punkt nicht überzeugend zu einigen vermag, ist es also sinnvoller, sich gleich um die Konsequenzen zu kümmern.

Es geht also bei der Auseinandersetzung um die Relation Österreichs zu Deutschland. Das Wort »Nation« dient dabei als Streitobjekt um die Frage, ob Österreich mit Deutschland mehr »verbunden« ist, mehr »zusammengehört« als etwa mit den Tschechoslowaken, den Ungarn, den Jugoslawen, den Polen oder den Italienern. Für den Fall, daß Österreich zur »deutschen Nation« gehört, hieße das, daß die Eigenstaatlichkeit Österreichs eigentlich nur ein Zugeständnis an die bösen Alliierten ist; zwar lasse sich in der Gegenwart leider an ihr nichts ändern, besser sollte es sie jedoch nicht geben. Natürlich ist das die heimliche These aller Deutschnationalen. Daher sind sie auch alle für einen Beitritt Österreichs zur EWG (selbst unter Verletzung unseres Staatsvertrages) oder wenigstens für eine Assoziierung — und wenn diese nicht möglich sein sollte, dann eben für ein besonders enges »Arrangement«. Es geht dabei um ein möglichst intimes Verhältnis zu Deutschland, keineswegs zu den Italienern oder Franzosen, die man bloß »in Kauf« nähme.

Was nun den Begriff »österreichische Nation« betrifft, so wird er von jenen bevorzugt, die ein solches Nahverhältnis zu Deutschland nicht für wünschenswert halten und die Eigenstaatlichkeit Österreichs nicht nur bejahen, sondern in ihr ein großes Glück sehen. Die innere Distanz zu anderen Nationen wird hier, wenn schon vielleicht nicht für gleich groß oder gering, so doch nicht für wesentlich größer gehalten als die zur deutschen. Es handelt sich dabei um keine »akademische« Frage, wenn man unter »akademischen« Fragen solche von blutleerer Belanglosigkeit versteht. Vielmehr steckt darin ein tiefliegender Wertkomplex.

Deutschnationalismus#

Der Frage, ob Österreich mit Deutschland mehr verbunden sein soll als mit anderen Ländern, muß auf den Grund gegangen werden. Die Antwort darauf stellt sich in Österreich relativ leicht ein: Die Deutschnationalen halten die Deutschen immer noch für etwas Besseres als die anderen Völker der Welt, und deshalb soll Österreich zu Deutschland, um an diesem »Besseren« teilzuhaben. Aber es ist nicht nur das »Bessere« am Deutschen, das sie so fasziniert, sondern auch seine »Größe«, gemessen an der heutigen Kleinheit Österreichs und seiner militärischen Schwäche. Dabei leiden die Deutschnationalen zusätzlich an der relativen Kleinheit des heutigen Deutschlands und wünschen es sich möglichst »groß«. Sie sind heute die Erben der sogenannten »Nationalsozialisten« und auch der Deutschnationalen der k. u. k. Monarchie.

Damals zeigte der Deutschnationalismus viel ungehemmter und ungeschminkter sein Gesicht. Und damals ging mit der Bewunderung alles Deutschen auch noch die offene Verachtung anderer Völker einher.

Es ist für den Nationalismus typisch, daß er mit der Verherrlichung des eigenen Volkes eine Verachtung anderer Völker verbindet. Aber in Österreich liegt der Fall insofern anders, als der Deutschnationalismus Österreich selbst als etwas Fremdes, Verachtenswertes empfindet und in Großdeutschland Geborgenheit sucht. Insofern hat der Deutschnationalismus in Österreich etwas viel Gequälteres und Unnatürlicheres an sich als in Deutschland. Untersucht man nämlich bei uns den antiösterreichischen Affekt der Anhänger der »deutschen Nation« näher, dann findet man vor allem ein antiwienerisches und antikatholisches Ressentiment. Ja in den Kernbezirken des Deutschnationalismus ist der Österreichhaß sogar ausgeprägter als die Liebe zu Deutschland. Welche Perversität ist aber eine Liebe, die auf dem Haß gegen etwas anderes beruht!

Dieser Österreichhaß hat sicherlich historische Gründe, die zum Bodensatz unserer unbewältigten Vergangenheit gehören. Man kann sich über die psychologische Naivität derer nur wundern, die meinen, daß man die zukünftigen Probleme des menschlichen Zusammenlebens lösen könnte, ohne daß man sich mit den Schuldproblemen der Vergangenheit befaßt. Tatsächlich gibt es hier eine Menge gutzumachen.

Wie man unschwer feststellen kann, waren die Zentren des sogenannten Nationalsozialismus jene Gebiete Österreichs, in denen die Gegenreformation besonders wütete, wie etwa in der Steiermark oder in Salzburg. Dort entstand, da sich Kirche und Staat, letzterer in Gestalt des Hauses Habsburg, miteinander verbanden, um den Protestantismus auszulöschen, eine negative Auslese unter der Bevölkerung. Die charaktervollen Evangelischen verließen Österreich. Wer aber blieb und katholisch wurde, wurde ein schlechter Katholik. Es wurde ein antiösterreichischer Affekt tradiiert, weil Habsburg, dessen Zentrum Wien war, die Austreibung veranlaßte, und ein antikatholischer, da es ja »die Kirche« war, die als das treibende Element erschien.

Der Haß auf Österreich und den Katholizismus ist hier also historisch begründet. Er wird durch die Geschichte verständlich, doch bedeutet das Verständnis für eine Krankheit noch nicht, daß sie damit überwunden ist. Natürlich stellt dieser Affekt nur eine Determinante des Deutschnationalismus dar. Es gibt noch eine Reihe anderer.

Mit dem Deutschnationalismus ist bekanntlich der Rassismus eng verbunden. Danach haben die Deutschen ein »besseres«, sprich: edleres Blut als Tschechen, Ungarn und »ähnliche« Völker. Nun wächst eine Pflanze wie der Rassismus (das ist die Lehre vom Vorzug der Reinrassigkeit) keineswegs dort, wo die Rassen reiner sind als anderswo; vielmehr gerade dort, wo Mischungen in großer Zahl existieren. Vor allem Wien als Sitz des »Hauses Österreich«, später als Zentrum der k. u. k. Monarchie, war eine Mischzone par excellence. Hier gab es Tschechen, Juden, Ungarn, Polen, Kroaten, Italiener. Und naturgemäß heirateten einander die Angehörigen der verschiedenen Völker. Die Kinder solch »gemischter« Ehen können nun die Zwischenposition, in die sie geraten, produktiv lösen oder pathologisch an ihr scheitern.

Produktiv lösen sie diese, wenn sie beide Völker so lieben, wie sie ihre beiden Elternteile lieben, und ferner, wenn diese Völker aneinandergeraten, zu überbrücken, Frieden zu stiften suchen. Es gibt jedoch auch die Pathologie der Zwischenposition. Sie besteht darin, daß man sich radikal mit der einen Seite identifiziert und die andere in sich als Makel empfindet. Dann wird man paradoxerweise ein Vertreter der Rassenreinheit, der Reinerhaltung des »deutschen Blutes«, obwohl man vielleicht einen tschechischen oder ukrainischen Namen hat. Solche Rassenreinheitsapostel wurden in Österreich zu tiefen Hassern Wiens. Hitler, der ja auch ein Misch typ war, hat nicht umsonst Wien als »Stadt der Blutschande« bezeichnet, als »Rassenbabylon«.

Im heutigen Deutschnationalismus steckt ein guter Schuß Rassismus. Er macht sich ja auch leider beim Südtirolproblem in nicht zu unterschätzender Weise unangenehm bemerkbar. Mit anderen Worten: Im Deutschnationalismus schwingt sehr viel Nazismus mit. Um den deutschnationalen Typus in Österreich weiter zu charakterisieren: Man ist gern ein Herrenmensch. Auch dies versteht sich bei allen Nationalisten von selbst. Wenn sie die eigene Nation als etwas Besseres ansehen als die anderen Nationen, liegt es nahe, Probleme, die zwischen Nationen entstehen, durch Überherrschen zu lösen und nicht durch Kooperation.

Herrenmenschentum, mehr oder weniger latenter Rassismus, Überschätzung des Deutschtums und Verachtung anderer Nationen — besonders der angeblich weniger »artverwandten« — und Aggression gegen Österreich (insbesondere gegen Wien) und den Katholizismus zeichnen also den Kern, besonders den aktivsten Kern der Anhänger der These aus, daß Österreich zur »deutschen Nation« gehöre; wir können mit Recht von einem deutschnationalen »Syndrom« sprechen, von einer innerlich zusammengehörigen Symptomgruppe.

Die Kraft des Mythos#

Aber wir sollten noch ein Element betrachten, das als besonders wichtige Motivationsdeterminante auftritt, nämlich das Moment einer fatalistischen Bestimmtheit der Menschen durch mythische Momente und eine Unterschätzung der Rationalität und der freien Entscheidungsmöglichkeit.

Der Mensch ist keineswegs durch das »Blut« oder durch das Flüstern von Alraunen in einer Gemeinschaft mit seinesgleichen. Er kann sich, besonders in der Gegenwart, durch geistige Gemeinsamkeiten einer Gruppe zugehörig fühlen, mit der er außer den fundamentalen, spezifisch menschlichen Eigenschaften, also etwa den biologischen und geographischen, nur sehr wenig gemeinsam hat.

Ist mir nicht ein Neger von der Goldküste, ein Araber, Amerikaner oder Chinese, der die Probleme der Welt friedlich und auf der Basis der Grundlage der Achtung der Menschen voreinander lösen will, näher als etwa ein Wiener, der ganze Rassen auslöschen will — und wäre es selbst mein eineiiger Zwillingsbruder? Die Deutschnationalen überschätzen die natürlichen, die angeborenen gemeinschaftsbildenden Elemente.

Tatsächlich gehört jeder Mensch Identifikationsgruppen an, das heißt Gruppen, denen er sich zugehörig fühlt. Solche Gruppen können organisiert sein oder nicht. Man kann Katholik oder Protestant sein, Deutscher oder Pole, Mitglied eines Schachklubs und Arbeiter auf einem Gebiet einer bestimmten Wissenschaft, Friedensfreund und dergleichen.

Bei den einzelnen Personen kann aber das eine oder das andere vorherrschen. Man kann zuerst Christ und dann Deutscher sein — oder zuerst Deutscher und dann Christ. Hier liegt ein Element der Entscheidung und des Willens, das geachtet zu werden hat.

Es ist keineswegs so, daß eine Bevölkerung einfach »biologisch« oder »historisch« dazu gezwungen ist, einer bestimmten Nation anzugehören. Vielmehr vermag sie für sich selbst zu entscheiden, ob sie eine Nation sein will oder nicht. Wenn die französischen, italienischen, ladinischen und deutschen Schweizer sich dazu entscheiden, eine Nation sein zu wollen, dann hat man nicht das Recht, ihnen diese Freiheit abzusprechen. Es ist also die letztlich entscheidende Frage zwischen einer Zugehörigkeit zur deutschen oder der Eigenständigkeit Österreichs in einer österreichischen Nation, ob die Österreicher dieses wollen oder jenes. Im Maße des zunehmenden Willens, eine Nation zu bilden, wird die österreichische Nation immer gefestigter werden.

Die österreichische Nation#

Nach dieser Ergänzung zum deutschnationalen Syndrom wollen wir uns das Gegenstück ansehen: Welche Eigenschaften finden sich bei den Vertretern einer »österreichischen Nation«? Die Vertreter des Deutschnationalismus — wir wollen fairer sein als sie und ihre Vorwürfe ernst prüfen — pflegen zunächst festzustellen, daß die Vertreter des Begriffes einer »österreichischen Nation« vom Deutschenhaß bestimmt seien. Nun läßt sich keineswegs leugnen, daß im österreichischen Patriotismus ein Nein zum Deutschtum steckt, eine Demonstration des Nicht-Zusammengehörens, eine Ablehnung der These, daß wir »in einen Pott« gehören. Aber dieses Nein ist qualitativ nichts anderes als etwa die These, daß wir keine Tschechen, keine Ungarn, keine Franzosen sind, oder es muß zumindest nichts anderes sein. Zugegebenermaßen bestand diese Haltung nicht immer im gleichen Maße. Aber auch bei den Holländern und bei den Schweizern war es nicht anders. Wollen wir uns die Gründe ansehen, die dieses österreichische Nein zum Deutschtum fundieren.

1866 wurde über den deutschsprachigen Raum eine Entscheidung getroffen, die man als verhängnisvoll ansehen kann oder als glücklich, wie das die Deutschnationalen tun. Einen Aspekt dieser Entscheidung soll man jedoch nicht übersehen. Er paßt auch zu sehr in das bisher entwickelte Schema, als daß wir ihn übersehen könnten. Die preußische, kleindeutsche Lösung schuf einen »rein deutschen« Staat, wenn man die kujonierte polnische Bevölkerung im preußischen Raum, die ja keineswegs als Partner angesehen wurde, als relativ kleine Minorität vernachlässigt.

Nach einem österreichischen Sieg hätte Österreich-Ungarn die Tschechen, Italiener, Kroaten, Polen in das neue Deutschland mit eingebracht. Schon Ernst Moritz Arndt hatte mit folgender Haßtirade den Ausschluß des »halbbarbarischen Österreich« aus Deutschland gefordert: »Sprechen wir es aus mit dem Stolze, der dem edelsten Volke gebührt: Wir wollen uns nicht so verunreinigen lassen, weil wir ein Heiligtum, das Heiligtum der Menschheit zu bewahren haben... In dem letzten großen Augenblick unseres weltgeschichtlichen Lebens wollen wir uns nicht mit dem trüben, schmutzigen Einguß von Polen, Kroaten und so weiter vergrößern lassen. Kleindeutschland verzage nicht; alle, die sich von ihm losreißen wollen, werden wiederkommen müssen. Steh' fest, Kleindeutschland! Dein Kaiser ersteht!« (1)

Paul de Lagarde führte bezeichnend »lichtvoll« aus: »Die Völker in dem weiten Reiche (der Donaumonarchie) sind mit Ausnahme der Deutschen und der Südslawen alle miteinander politisch wertlos: Sie sind nur Material für germanische Neubildungen« ... man müsse »den Magyaren, Tschechen, Ruthenen, Hannaken und Slowaken zeigen, wer der bessere Mann, und wer, als der bessere Mann, berechtigt ist, zu herrschen«.

Daher warf er auch Österreich vor, »die eng behosten Hunnenkinder an der Theiß und die nach den tausend in Europa schon verlebten Jahren glücklich zum Verkaufen von Mausefallen, Reibeisen und Sieben reif gewordenen Slowenen« nicht rechtzeitig germanisiert zu haben.

Und ein prominenter Vertreter der österreichischen Deutschnationalen forderte erst vor einigen Jahren: »Österreich darf nicht zum Trampelpfad slawischer Mestizen werden.«

Diese Arroganz stand also — wollen wir es nicht verschweigen — bei der Bildung des kleindeutschen Reiches Pate. Allerdings hätte wohl auch ein siegendes Österreich keine Balance zwischen den Deutschen und seinen vergleichsweise schwächeren kleinen Nationalitäten bilden können. Vermutlich wäre es selbst noch mehr in den deutschnationalen Sog hineingekommen und, da Europa ein solches Riesenland nicht akzeptiert hätte, nach einer Zerschlagung dieses von Österreich her konstruierten Großdeutschland bei seinen Nachbarn noch stärker in Mißkredit geraten, als das durch seine Satellitenschaft gegenüber dem deutschen Imperialismus ohnehin geschehen ist.

So war wahrscheinlich die Niederlage von 1866 auf lange Sicht für Österreich ein Glück. Immerhin verlor es 1945 bei dem großen Reinemachen keinen Quadratmeter Boden, den es nicht schon 1918 verloren hatte, und erlangte 1955 sogar die volle Freiheit. Aber daß die Geburt Kleindeutschlands, durch Bismarck vollzogen, unter dem Zeichen eines Kriegsverbrechens stand, sollte man sehr ernst nehmen. Sicherlich stand Bismarck in der Tradition des Kriegsverbrechers Friedrich II. und dieser in der des Ritterordens. Mit einer merkwürdigen Logik der Geschichte ging dann der österreichische Kriegsverbrecher Adolf Hitler diese »Blut- und Eisen«-Straße zu Ende und tat alles dazu, daß den Alliierten endlich die Geduld riß und sie eine Situation schufen, in der das deutsche Aggressionspotential halbwegs kontrolliert werden konnte.

Kaiser Franz Josef I.,_ friedwillig, aber durch und durch feudal, hatte nach 1866 auf jede Revanche verzichtet, aber nicht begriffen, daß es notwendig war, im Rahmen seiner Monarchie eine österreichische Nation zu schaffen. Im Gegenteil. Er betrachtete sich nicht als österreichischen Regenten — wobei »Österreich« alle seine Nationalitäten hätte umfassen müssen —, sondern, wie er auf das Anerbieten des britischen Königs, in der zu erwartenden Auseinandersetzung mit Deutschland neutral zu bleiben, empört erklärte, als »deutschen Fürsten«.

Der österreichisch-ungarische Ausgleich war insofern ein Fehler, als er eine zweite Herrennation, die magyarische, schuf, statt das Verhältnis aller Nationalitäten auf eine egalitäre Basis zu stellen, wie dies die Schweiz getan hatte. Damals hätte es zur Bildung der österreichischen Nation kommen können, wenn der ausdrückliche Wille, eine solche zu bilden, bestanden hätte. Ein solcher Staat hätte auch im Ersten Weltkrieg neutral »wie die Schweiz« sein können, wodurch Deutschland rascher und gründlicher besiegt worden wäre und sich den Luxus eines Zweiten Weltkrieges nicht hätte leisten können. Die politische Kurzsichtigkeit Franz Josefs und seine irrationale affektive Bindung an Deutschland machte ihn jedoch unfähig, nicht zum Satelliten Deutschlands zu werden. Das dadurch verschuldete Übergewicht des Deutschtums — Deutschland stand ja auch hinter den sogenannten Sudetendeutschen — trieb die Tschechen dazu, sich zur Sicherung ihrer bedrohten Existenz um einen großen Verbündeten umzusehen, und der konnte nur Rußland sein. So kam es dazu, daß Österreich-Ungarn als Verbündeter Deutschlands in den Ersten Weltkrieg zog. Dieses Bündnis gereichte ihm nicht zum Heil. Es wurde zerschlagen. Insofern wenigstens meinten es die Alliierten gut mit Österreich, als sie seinen Anschluß an Deutschland verboten.

Der Kleinstaat#

Die Österreicher selbst konnten sich damals eine kleinstaatliche Existenz nicht vorstellen. Die Alliierten aber verboten sogar den Namen »Deutsch-Österreich«. Man kann darin ihren erklärten Willen sehen, Österreich von Deutschland abzusondern. Österreich aber wollte damals noch nicht selbständig sein. Es hatte nach 1918 durch seine Trennung von den übrigen Teilen der Monarchie auch einen ökonomisch sehr schwierigen Umstellungsprozeß zu vollziehen. Es wußte nach dem Ende des Großraumes mit sich selbst nichts Rechtes anzufangen. So meinten auch katholische Politiker, vom »zweiten deutschen Staat« reden zu müssen. Privat sagte zwar auch ein Ignaz Seipel (zu August M. Knoll) den lapidaren Satz:

»1918 hätten die Alliierten durch das Brandenburger Tor marschieren müssen, damit die Deutschen merkten, daß sie den Krieg verloren haben.« (Wie Sie wissen, fällt es vielen sogar nach dem Zweiten Weltkrieg schwer, die Niederlage wahrzuhaben.) Aber Seipel sagte so etwas nur privat, öffentlich hätte er es nicht gewagt.

Als 1938 Österreich durch deutsche Truppen besetzt wurde, leistete Schuschnigg, aus dem gleichen schlechten Grund, aus dem Franz Josef nicht neutral hatte sein wollen, keinen militärischen Widerstand. Es sollte »kein deutsches Blut vergossen werden«. Dabei hätte Schuschnigg wissen können, daß, falls Hitler an der Macht blieb, ganz sicher »deutsches Blut vergossen werden« würde. Aber in Österreich war der Widerstandswille tatsächlich gering.

Nun wurde Österreich nach 1938 wie eine Kolonie behandelt. Es war so arg — Wien, Niederösterreich (»Niederdonau«) unterstanden direkt Berlin —, daß selbst alte, illegal gewesene Nationalsozialisten oft empört waren. Die deutschen Okkupanten, unterstützt von Verrätern Österreichs, mordeten Österreicher zu Tausenden hin, darunter 59.000 Österreicher jüdischer Konfession und 11.000 Zigeuner, die vorwiegend in den großen Vernichtungslagern ermordet wurden; 2.700 wurden in »ordentlichen« Gerichtsverfahren verurteilt und dann hingerichtet, 16.500 (»arische«) Österreicher kamen in den Konzentrationslageren, 6.400 in Zuchthäusern und Gefängnissen um, gegen 10.000 ermordete die Gestapo. 390.000 Österreicher wurden in einem Krieg, der nicht der ihre war, in den Tod gehetzt. Österreich hatte weder mit Polen noch mit Jugoslawien noch mit Frankreich, Großbritannien oder der Sowjetunion irgendwelche staatlichen Differenzen. Zwar benahmen sich die deutschen Okkupanten in Österreich besser als in anderen besetzten Ländern, aber es genügte, um bei der großen Mehrheit das klare Bewußtsein entstehen zu lassen: Nie wieder Anschluß an Deutschland!

Hatte Österreich 1918 zur Eigenexistenz gezwungen werden müssen, so war es 1945 allen Politikern klar: Gott sei Dank, wir sind frei, wir wollen ein von Deutschland unabhängiger Staat sein und eine eigene Nation, die mit Deutschland nicht mehr gemein hat als mit der Tschechoslowakei, mit Ungarn oder mit Italien. Auch die Sowjetunion gewann den Eindruck, daß es den Österreichern nun ernst um ihre Unabhängigkeit von Deutschland sei. Das war die unabdingbare Voraussetzung für den Abzug der Besatzungstruppen und den Abschluß des Staatsvertrages. Das Drängen gewisser Kreise in Österreich zur EWG, das auch von der Bundesrepublik her genährt und gesteuert wird, ist allerdings ein Versuch, Deutschland auf Umwegen wieder näherzukommen. Aber schon in der Ersten Republik wurde uns die Zollunion mit Deutschland verboten. Sollte Österreich zu viel wollen — etwa eine Assoziierung — so würde sie uns ebenfalls verboten werden.

Die Erfahrungen mit einem Nahverhältnis zu Deutschland waren also im letzten Jahrhundert die denkbar schlechtesten. Wir fanden aber zur Neutralität, so daß wir uns nunmehr von den Händeln Deutschlands mit seinen Nachbarn fernzuhalten vermögen.

Es darf Sie also nicht wundern, wenn heute in Österreich, begrüßt und gestützt von allen friedliebenden Nationen, die irgend etwas damit zu tun haben, der Wille besteht, eine eigene Nation zu sein und zu bleiben, klein, aber forderungslos an andere.

Mit dieser Distanzierung fand Österreich auch ein anderes Verhältnis zu seiner Geschichte. Hatte Hitler Wien als Rassenbabylon verachtet und gehaßt, so wissen wir nun, daß gerade diese Vielfalt Wiens größte Stärke ist. Nicht die »Rassenreinheit«, sondern die Rassenmischung schafft jene komplizierten Situationen, die geistige Produktivität erzeugen.

Wir schämen uns also nicht des Anteils, den Juden, Tschechen, Slowaken, Polen, Italiener oder Ungarn an unserem Nationalcharakter und an unserer Kultur geleistet haben; im Gegenteil, wir freuen uns, daß sie es getan haben, wir sind stolz auf das vielfältige Erbe. Gewiß soll man die Situation in der alten Monarchie, was die Nationalitäten betrifft, nicht als ein Paradies darstellen. Aber schon die zahlenmäßige Minorität — zehn Millionen deutschsprachige gegenüber vierzig Millionen anderssprachigen Einwohnern — machte eine Germanisierungspolitik etwa im Stil Preußens unmöglich. Das breite Volk dachte nicht nationalistisch und heiratete unbekümmert über die Grenzen der Nationalität hinweg. Dazu gab es eine nicht unerhebliche Schicht, die bereit war, die anderen Nationalitäten egalitär als gleichwertig anzusehen und ihnen auf gleicher Ebene zu begegnen. Aber es gab doch auch ein Herunterschauen auf die anderen Nationalitäten, das bis zur Verachtung gehen konnte.

Slawenverachtung obsolet#

Nach 1945, als ein Nachbarland nach dem anderen kommunistisch wurde, der Weg nach Deutschland jedoch offen war, konnte sich die Slawenverachtung antikommunistisch tarnen. Seitdem jedoch der Eiserne Vorhang Löcher bekommen hat und die Verwandten in der CSSR, in Ungarn, Jugoslawien und Polen besucht werden können, erkennt man mehr und mehr: Nation muß von Ideologie getrennt werden. Und die Kontakte mehren sich täglich ... Heute knüpft man nicht mehr an das herrenmenschliche Denken der alten Monarchie an, sondern an das egalitäre. Ein österreichischer Imperialismus ist in der heutigen Situation völlig unmöglich. Ein näheres Heranrücken an die östlichen Nationen ist also nur denkbar auf einer ehrlich gemeinten egalitären Basis. Nur so können wir auch Frieden schließen mit uns selbst. Wenn wir die Tschechoslowaken außerhalb unserer Grenzen verachten, müssen wir einen ganz erheblichen Teil unseres Selbstes verachten, müssen wir unsere Großväter oder Großmütter als etwas Minderwertiges ansehen. Wir haben aus unserer eigenen Existenz heraus allen Grund, uns um die nationalen Eigenwerte unserer übrigen Nachbarn zu kümmern. Unser Eigenwert steigt in unserem Bewußtsein in dem Maß, in dem wir unsere Nachbarn schätzen lernen.

Entspricht beim Deutschnationalen der Überschätzung des Deutschtums — und auch des kulturellen Anteils des Deutschtums in Österreich — eine Verachtung der östlichen Nachbarn, so entspricht beim typisch österreichischen Patrioten einer gewissen Reserve gegenüber Deutschland die Wertschätzung der ethnischen Substanz auch der östlichen Nachbarn und ihres Anteils am Werden unseres eigenen Charakters. Ist der Deutsch-nationale mit Vorliebe ein Rassist — ein Anhänger der »Reinzucht« —, so der Österreicher ein Anhänger des Wertes der Mischung und des Austausches. Glaubt der Deutschnationale sich durch das Rauschen vorzeitlicher Eichenwälder und das Pulsieren »des Blutes« irrational zum Aufgehen in der Mutter Germania bestimmt, so sieht der Österreicher viel mehr das rationale und willensmäßige Element in der Schaffung von Nationen. Hat der Deutschnationale ein herrenmenschliches Verhältnis zu den kleineren Völkern an der östlichen Grenze, so weiß der Österreicher, daß seine kleine Nation den Nachbarn auf völlig gleicher Ebene zu begegnen hat. So wuchs aus bitterer historischer Erfahrung und aus den Wunden zweier Weltkriege der 'Wille zur österreichischen Nation.'

Ich habe Ihnen bislang das deutschnationale und das national-österreichische Syndrom gegenübergestellt. Die Frage, wie gut oder wie schlecht die beiden Einstellungen für die Deutschen sind, habe ich dabei zunächst bewußt außer acht gelassen. Aber natürlich ist auch diese Frage legitim, und wir wollen ihr nicht ausweichen. Welche Wirkungen, Folgen, Konsequenzen haben die beiden in Österreich existierenden Grundhaltungen für die Deutschen?

Die Deutschnationalcn meinen selbstverständlich, daß den Deutschen nichts lieber wäre, als daß Österreich wieder angeschlossen würde. Wie hat es Adolf Hitler doch so »klar und einfach« formuliert: »Gemeinsames Blut gehört in ein gemeinsames Reich.« Auch die Überschätzung der Deutschen und die Verachtung der kleineren Ostvölker scheint nach dem Denken der Deutschnationalen den Deutschen zu dienen.

Tatsächlich ist das blanker Unsinn. Jede Idee, Österreich wieder an Deutschland anzuschließen — ein Franz Josef Strauß stellte sie als etwas sehr Passables dar — empört nicht nur die meisten Österreicher, sondern auch alle Nachbarn Deutschlands und Österreichs; und zwar alle, ohne Ausnahme. Die Idee, das Aggressionspotential Deutschlands erheblich zu stärken, erscheint ihnen als Bedrohung ihrer Sicherheit. Hier sind alle äußerst empfindlich. Auch in Deutschland dürfte man dies bereits weitgehend wissen.

Wie steht es nun demgegenüber mit dem Konzept einer »österreichischen Nation«? Untersuchen wir die Relation zwischen Deutschland — ich meine jetzt Westdeutschland — und Österreich heute. Es sind alle privaten Intimkontakte möglich. Jeder Österreicher kann eine Deutsche, jeder Deutsche eine Österreicherin heiraten. Man kann sogar ohne Paß hin und her reisen, sich aufhalten, übersiedeln und so weiter. Jeder Gedankenaustausch ist möglich. Bücher und Zeitschriften können ungehindert hin- und hergeschickt werden. Welche Wünsche bleiben noch offen? Für differenziert denkende Menschen mit einigem Niveau bleibt nichts zu wünschen übrig. Soll Bonn über Wien stehen? Oder geht es vor allem darum, daß die rote Linie in den Atlanten verschwindet, so daß em farbiger Fleck dort wäre, wo jetzt zwei sind? Wenn wir so fragen, klingt das vielleicht lächerlich. Aber der Infantilismus der roten Linie ist weiter verbreitet, als man denkt.

Selbstverständlich sollen die deutsch-österreichischen Beziehungen nachbarlich gut sein. Dies liegt im beiderseitigen Interesse. Aber ich glaube, daß das Bewußtsein des österreichischen Volkes, eine Nation zu verkörpern, deren Interessen keineswegs immer mit denen Deutschlands konform gehen müssen, letztlich dem Frieden dient und damit indirekt auch den Deutschen. Die Sorge um die Sicherheit in Mitteleuropa wird dadurch geringer, denn, ob es einem paßt oder nicht, wirkliche Furcht ob einer neuerlichen kriegerischen Eskapade besteht in Europa primär vor den Deutschen. Besteht Österreich auf seinem nationalen Eigenstand, so bietet es Sicherheit dafür, daß es zu keinem neuen Anschluß kommt und daß das deutsche Potential in Grenzen bleibt, die es kontrollierbar machen. In einem solchen Zustand, wenn er längere Zeit dauert, können dann die Nachbarn Deutschlands lernen, an die deutsche Friedenswilligkeit zu glauben. In diesem Sinn erbringt die österreichische Nation eine Leistung für Deutschland.

(1) Zitiert nach Paul Wilhelm Wenger, Wer gewinnt Deutschland?, Stuttgart-Degerloch 1959, S. 784
(2) Ebenda, S. 184

Quelle#

Die österreichische Nation - zwischen zwei Nationalismen - Europaverlag, Wien, 1967, S. 15 ff.