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Narzissen Narcissus sp.#

Name und Geschichte: Narziss verliebte sich in sein Spiegelbild, das er im Wasser sah. Es gibt einige Versionen über seinen Tod. Aus seinem Blut ist dann die Narzisse entwachsen, die auch gern an Gewässern steht.
Das griechische Wort narkao heißt betäubend, ein Hinweis auf den starken Duft der Blüte

Arten und Sorten: Die Arten sind nur selten in Gartenkultur. Verbreitet sind die vielen Sorten und Hybriden, die sehr vielfältig sind. Um einen Überblick zu bekommen, werden sie in Gruppen von der RHS (Royal Hortical Society ) eingeteilt, die sich vor allem durch die Form der Hauptkrone und der inneren Nebenkrone sowie der Anzahl der Blüten unterscheiden:
Trompetennarzissen, die bekannten Osterglocken mit nur einer Blüte pro Stängel. Sie haben eine trompetenförmige, am Rand etwas gewellte Nebenkrone, die gleich lang ist mit der Blütenkrone. Von dieser Gruppe existieren verschiedenfarbige Sorten wie Gelbe Trompetennarzissen, zweifarbige Trompetennarzissen und rein weiße Trompetennarzissen
Kurzkronige Narzissen: Die Nebenkrone ist kürzer als die Blütenkrone, aber länger als ein Drittel der Blüttenhülle. Es ist nur eine Blüte pro Stängel.
Teller- oder kleinschalige Narzissen mit einer Blüte pro Stängel. Die Nebenkrone ist unter einem Drittel der Länge der Blütenhülle. Es existieren einige Farbsorten.
Gefülltblühende Narzissen
Triandrus Narzissen (Engelstränen-): Eine niedrige Gruppe mit mehreren Blütenköpfen. Der Nebenkelch ist etwas zurückgschlagen. Sie braucht Winterschutz.
Cyclamineus Narzissen: siehe unten
Jonquilla Narzissen mit bis zu 6 Blüten pro Stängel, schmales Laub. Blütenduft sehr stark. Nebenkrone sehr schmal, gewellt. Eine der letzten Narzissen, die blüht. Braucht auch etwas Winterschutz.
Tazetta Narzissen: Eine Kreuzung aus Narcissus tazetta und N. poeticus, daher auch Poetaz Narzissen genannt. Siehe unten
Poeticus Narzissen ( Dichternarzissen) siehe unten
Wildnarzissen: Diese werden bis auf die beiden heimischen Arten ( siehe unten) nur von Spezialisten im Garten kultiviert.


Familie Amaryllidaceae
Gattung Narcissus

Narcissus poeticus L. Dichternarzisse #

Narcissus poeticus
© Wolfgang Danninger


Geschichte: Sie stammen von der heimischen Dichternarzisse ab. Eine Blüte pro Stängel, Hauptkrone weiß, kurze Nebenkrone gewellt und andersfarbig, zarter Duft.
Beschreibung: Die weißen Blüten leuchten von weitem. In der Mitte steht ein roter Kranz. Die Blumen haben einen starken Duft. Die Pflanze ist giftig.
In Österreich gibt es wilde Bestände im Ausseer Land und im oö Salzkammergut

Kultur: Narzissen benötigen keine besondere Erde, brauchen aber eine gute Düngung für eine reichliche Blüte. Mäuse fressen Narzissenzwiebeln nicht. Aber Schnecken befallen sie stark.
Verwendung: Gartenpflanze, auch im Topf

weitere Sorten: es gibt einige Sorten in Handel.

Narcissus pseudonarcissus L. Märzenbecher, Osterglocken #

Narcissus -Sorten
Märzenbecher Sorten © Wolfgang Danninger


Beschreibung: Die Blüten der Wildform sind gelb. Die Blumen duften. Die Pflanze ist giftig.

Kultur: Sie benötigen keine besondere Erde, brauchen aber eine gute Düngung für eine reichliche Blüte. Mäuse fressen Narzissenzwiebeln nicht. Aber Schnecken befallen sie stark.

Verwendung: Gartenpflanze, sind auch geeignet zum Treiben im Topf.

weitere Sorten: es gibt viele Sorten in Handel.

Narcissus tazetta Tazetten#

Narcissus_tazetta
© Wolfgang Danninger


Beschreibung: Es sind meistens Hybriden aus N. tazetta und N. poeticus in Kultur. Pro Stängel bis zu 8 Blüten. Guter Duft. Nebenkrone oft andersfärbig.

Kultur: Sie benötigen Winterschutz

Verwendung: Sie sind geeignet zum Treiben im Topf.

weitere Sorten: es gibt viele Sorten in Handel.

Narcissus cyclamineus Alpenveilchennarzissen #

Narcissus_cyclamineus_Tete-a-Tete.jpg
Tete a Tete© Wolfgang Danninger


Beschreibung: Die Blüten nicken, lange Nebenkrone am Rand gewellt, Blütenblätter etwas zurückgeschöagen.

Kultur: Sie lieben zur Blüte feuchte Erde, im Sommer Trockenheit.

Verwendung: Sie sind geeignet zum Treiben im Topf.

weitere Sorten: es gibt viele Sorten in Handel.