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Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Universalmuseum Joanneum - Münzkabinett#

Schloss Eggenberg, 8020 Graz, Eggenberger Allee 90 8020 Graz, Eggenberger Allee 90


Im August 2010 erweiterte das UNESCO-Welterbekomitee die bestehende Welterbestätte „Graz – Historisches Zentrum“ um Schloss Eggenberg. Damit zählt Schloss Eggenberg zu jenen 890 herausragenden Kultur- und Naturstätten, die laut UNESCO-Welterbekonvention nicht als Eigentum eines einzigen Staates anzusehen sind, sondern als ideeller Besitz der gesamten Menschheit.

Im ältesten Teil des Schlosses, dem im 15. Jahrhundert angelegten Vorgängerbau der fürstlichen Residenz, befindet sich in zwei Räumen das Münzkabinett. Es erzählt einprägsame Münzgeschichten aus der Steiermark – vom Panthertaler der Münzstätte Graz bis zum Wuschelkopf-Typen der Kelten, von der Goldmünze aus Flavia Solva, die zu einem Schmuckstück umgearbeitet wurde, bis zum Renaissance-Medaillenkleinod Erzherzog Karls II. von Innerösterreich.

Der Raum „Balthasar Eggenberger“ ist nach dem reichsten Grazer Bürger des Mittelalters benannt. Ausgehend von der Person des Balthasar Eggenberger werden Auswirkungen und Hintergründe einer spektakulären Geldkrise geschildert, die um 1460 die Menschen und die Wirtschaft in den österreichischen Ländern maßgeblich schädigte: die Zeit, als die so genannten Schinderlinge, minderwertige Pfennigmünzen aus Kupfer, im Umlauf waren.
Der bedeutendste Eggenberger, Hans Ulrich von Eggenberg, bestimmt die Atmosphäre des zweiten Raums, dessen Münzen einen Überblick über das steirische Münzwesen und den Münzumlauf in der Steiermark von der Antike bis in das ausgehende Barockzeitalter geben. Ausgesuchte Stücke aus der Münzstätte Graz zeigen die Leistungen dieser Prägestätte, in der von etwa 1215 bis zu ihrer Schließung durch Maria Theresia Münzgeld hergestellt wurde.

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