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Landesmuseum Kärnten#

9021 Klagenfurt am Wörthersee, Museumgasse 2 9021 Klagenfurt, Museumgasse 2


Das Museum wurde 1884 in Klagenfurt eröffnet, es ist aus den Sammlungen des Geschichtsvereins für Kärnten (gegründet 1844)und des naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten (gegründet 1848) hervorgegangen. Vertreter beider Vereine bildeten 1877 ein Museumskomitee. Nach 1922 kamen die Sammlungen der Kärntner Landsmannschaft dazu, sodass 1925 das "Kärntner Heimatmuseum" entstand. Das "Rudolfinum" ist derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Das Museum hat mehrere Außenstellen:

Wappensaal im Landhaus Klagenfurt#

9020 Klagenfurt am Wörthersee, Landhaushof
Im Landhaus befindet sich der Fürstenstein, eines der ältesten Rechtsdenkmäler Europas Der Renaissancebau erhielt 1723 durch Kärntens bedeutendsten Barockmaler, Josef Ferdinand Fromiller (1693–1760), seine künstlerische Ausstattung. Im großen Wappensaal schuf er Wandfresken mit historischen Darstellungen, das Deckenfresko und mehr als 660 Wappen. Fromiller gestaltete auch die Wandmalereien im Kleinen Wappensaal, dem Beratungs- und Sitzungssaal des Kärntner Landtags.

Kärntner Botanikzentrum#

9020 Klagenfurt am Wörthersee, Prof.-Dr.-Kahler-Platz 1

Das Kärntner Botanikzentrum, bestehend aus Botanischem Garten, Kärntner Landesherbar und einer Fachbibliothek, liegt am Fuße des Kreuzbergls im historischen Steinbruch der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Zu den Highlights des Botanischen Gartens zählen neben dem Alpinum eine Wasserlandschaft mit Wasserfall, Bach und Teich, das Sukkulentenquartier sowie der Bauerngarten mit zum Teil in Blindenschrift ausgeführten Beschriftungstexten. Das Kärntner Landesherbar beherbergt neben dem ältesten Herbarium in Kärnten, dem „Herbarium Vivum“ aus dem Jahre 1752, 180.000 Belege von getrockneten und präparierten Pflanzen. Biografien, historische wissenschaftliche Instrumente, ethnobotanische Objekte , eine Dokumentation pflanzlicher Fossilien und Dias ergänzen die Sammlung.

Archäologischer Park Magdalensberg #

9064 Magdalensberg, Magdalensberg 15

Inneralpine Kelten versuchten 186 v. Chr. im Raum des späteren Aquileia eine befestigte Siedlung zu gründen, wurden jedoch von den Römern vertrieben. Die Funde auf dem Magdalensberg zeigen einen Beginn der Besiedlung ab ca. 50 v. Chr. Im Jahr 15 v. Chr. besetzten die Römer das Königreich Noricum und bauten das Zentrum des okkupierten Gebietes und des Handels zur ersten Hauptstadt der Provinz aus. Auf dem Gipfel des Berges entstand ein weithin sichtbarer Tempel mit Hallen und Gebäuden, die für den Betrieb eines zentralen Heiligtums notwendig waren. Um Christi Geburt wurde der Gottheit u. a. die - verloren gegangene - Bronzestatue eines Jünglings gestiftet, deren Abguss sich im Kunsthistorischen Museum in Wien befindet. Mit der Verlagerung der Verwaltung in die neu gegründete Stadt Virunum im Zollfeld endete das rege Leben auf dem Magdalensberg gegen 50 n. Chr. Der archäologische Park umfasst vier Hektar und zeigt mit seinen Ruinen wesentliche Bereiche der einstigen Stadt, wie eine Marktbasilika, in der Amts- und Handelsgeschäfte abgewickelt wurden, einen Tempel des Kaisers Augustus und der Stadtgöttin Roma, das sogenannte Händlerforum, Handwerkerviertel und Badeanlagen.

Österreichisches Museumsgütesiegel, © http://www.museumsguetesiegel.at

Römermuseum Teurnia#

9811 Lendorf bei Spittal/Drau, St. Peter in Holz 1a

Der Hügel von St. Peter in Holz war bereits seit 1200 vor Chr. besiedelt, als im 3. Jahrhundert v. Chr. die Kelten an Einfluss gewannen. Nach der römischen Besetzung im Jahr 15 v. Chr. erhielt die Siedlung Teurnia mit ihrem großen Verwaltungsbezirk gegen 50 nach Chr. das Stadtrecht. Zahlreiche öffentliche und private Bauten entstanden. Um 400 ließ der Bischof der Stadt eine Kirche errichten, während die staatliche Verwaltung für die Befestigungsmauer der neuen Hauptstadt der Provinz Noricum in der Zeit der Völkerwanderung sorgte. Nach 488 war Teurnia Sitz des Militärkommandanten der Provinz, der auch als Stifter des berühmten Mosaiks in der Friedhofskirche auftritt. Um 610 endete mit der Einwanderung der Slawen das rege Leben der Stadt. Im 9. Jahrhundert wurde der Hügel neuerlich besiedelt, eine Kirche errichtet und ringsum die Toten bestattet. Das neue Römermuseum im Mittelpunkt der antiken Stadt Teurnia zeigt u. a. Marmorbildwerke, Inschriften, Schmuck, Waffen, Werkzeuge und Münzen der Römer und Kelten. Dazu zählen auch Ausgrabungen der ältesten Bischofskirche Österreichs und die Friedhofskirche mit dem berühmten Mosaikboden aus der Zeit um 500 n. Chr.

Institut für Kärntner Volkskunde und Möbelmuseum#

9063 Maria Saal, Domplatz 3
In der ehemaligen Propstei in Maria Saal befindet sich seit 1992 das Institut für Kärntner Volkskunde als Außenstelle des Landesmuseums für Kärnten. Am Institut befindet sich eine Bibliothek mit umfangreicher volkskundlicher Fachliteratur (ca. 38.000 Werke) aus dem Nachlass von Prof. Dr. Oskar Moser (1914–1996), Photo- und Diathek. Das dem Institut angeschlossene Möbelmuseum mit Bauerntruhen und Kästen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ist nur nach Anmeldung zu besichtigen.

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