MAK-Schausammlung Asien#

Als zweite Schausammlung - nach Wien 1900 - präsentiert sich "Asien" unter der Direktion von Christoph Thun-Hohenstein neu. Objekte aus China, Japan und Korea sind seit Februar 2014 im Erdgeschoß des MAK-Hauptgebäudes anstelle des Schauraums Romanik/Gotik/Renaissance zu sehen. Der Gestalter der Neukonzeption, Tadashi Kawamata, zählt zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern, die Brücken zwischen Ost und West schlagen.

Die MAK-Sammlung Asien ist eine der umfangreichsten und bedeutendsten europäischen Sammlungen für Kunst und Kunstgewerbe aus dem asiatischen Raum. Seit seiner Gründung vor 150 Jahren setzt das MAK einen musealen Schwerpunkt auf asiatisches Kunstgewerbe, da europäische Materialgeschichte ohne Bezüge zu Kunst aus Asien nicht dargestellt werden kann. Im Laufe der Zeit erwuchs aus großen öffentlichen und privaten Sammlungen ein Bestand von 25.000 Objekten. Chinesisches Porzellan, japanische Lackarbeiten, japanische Farbholzschnitte (Ukiyo-e) und japanische Färberschablonen (Katagami) - darunter weltweit einzigartige Exponate - geben Einblick in kunsthistorische Entwicklungen. Seit 1993 waren mehr als vierhundert Stücke als permanente Schausammlung im Tiefgeschoß des Museums zu sehen, ab 2007 mit wechselnden Themenausstellungen.

In der Neuaufstellung dienen große, gerüstartige Vitrinenblöcke der thematischen Präsentation der Sammlungsobjekte. Permanente Veränderung, das Spiel mit natürlichem und künstlichem Licht und Schatten sind Gestaltungsprinzipien in Tadashi Kawamatas Konzept. Er hat daher auch die großen Außenfenster des Raums miteinbezogen, um variierende Ansichten der Exponate im Wandel der Jahreszeiten zu bieten. Vorhandene Durchblicke und Türen zu benachbarten Räumen werden zur Präsentation von Sammlungsstücken genützt.

Tadashi Kawamata (* 1953 in Mikasa, Japan) lebt und arbeitet in Tokyo und Paris) . Er ist regelmäßig an internationalen Ausstellungen beteiligt, wie der documenta in Kassel. Kawamata war künstlerischer Leiter der Yokohama Triennale 2005, der größten zeitgenössischen Kunstausstellung Japans. Seit 2005 lehrt er an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris (Staatliche Hochschule der Schönen Künste, Paris). Mit seinen aus Holz gefertigten Gebäudekonstruktionen eroberte er museale und öffentliche Räume. In vielen seiner Arbeiten vernetzt er unterschiedliche Lebenswelten und Kulturen.

Fotos: Neuaufstellung der MAK-Schausammlung Asien
© MAK/Georg Mayer

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Schale China, Daoguang
Tuschemalerei Jpan, Edo-Periode
Elefant China, Qing-Dynastie


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