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Konzert für Klavier und Orchester, 1. Satz: Toccata

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Toccata (ital. toccare "schlagen", "berühren") bedeutet hier ein brillantes Eingangsstück von 2 1/2 Minuten Dauer für das mehrsätzige Orchesterwerk. Die Streicher des Orchesters stellen das zehntaktige Thema vor, beginnend in e-Moll. Reiche Harmoniewechsel - im ersten Takt erklingen e-Moll, D-Dur, C-Dur und D-Dur - charakterisieren das musikalische Geschehen, das von innerer Motorik und herber Melodik erfüllt ist.


In etwas erweiterter Form erklingt das Toccata-Thema ein zweites Mal.


Der Solist nimmt das Thema im Forte auf und beginnt das melodische Geschehen in freier Themenfortführung auszugestalten.


Tonleiterähnliche Passagen, dialoghaft vom Orchester und Solisten gespielt, bilden eine Überleitung zum verändert erklingenden Thema.


In den gedämpften Trompeten erklingt das verkürzte Thema, imitatorisch in den Violincelli und Kontrabässen nachgeahmt, vom Solisten wieder aufgenommen, in den tiefen Streichinstrumenten nochmals imitiert und von den gedämpften Trompeten abermals angestimmt.


Am Ende des kurzen Toccata-Satzes erscheint das Thema in vielfältigster Form. Der Solist spielt in Doppeloktavgängen den Themenkopf in Achtelbewegung. Im Orchester erklingt eben dieser Themenkopf in vierfacher Imitation. Das Werk schließt mit brillianten Oktavpassagen des Solisten in e-Moll.

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