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Vögel und Fledermäuse sichern Ernten in den Tropen#

ForscherInnen belegen natürliche Schädlingsdezimierung bei Nutzpflanzen#

Ägyptische Schlitznase (Nycteris thebaica)
Dank der Fledermäuse gibt es weniger Schädlinge in afrikanischen Macadamiaplantagen - hier eine Ägyptische Schlitznase (Nycteris thebaica) mit einer Baumwanze (Nezara viridula).
© Merlin Tuttle

Vögel und Fledermäuse, die Insekten fressen, haben auch viele Schädlinge auf ihrem Speiseplan. So verbessern sie die Erträge vieler Nutzpflanzen weltweit, darunter auch die Ernten von Kakao- und Kaffeeplantagen. Diese Schädlingsdezimierung ist von hohem wirtschaftlichen Gesamtwert. Ein internationales ForscherInnenteam unter der Leitung der Ökologin Bea Maas von der Universität Wien publiziert dazu in der Fachzeitschrift "Biological Reviews".

In den Tropen bedroht die rasant wachsende und intensive Landnutzung viele Lebensräume, Arten und Ressourcen. Natürliche "Dienstleistungen" von Vögeln und Fledermäusen bieten eine Möglichkeit, solche bedrohten Lebensräume nachhaltiger und dennoch gewinnbringend zu bewirtschaften. "Vögel und Fledermäuse werden in ihrer Bedeutung für die Landnutzung oftmals unterschätzt", so Bea Maas, Tropenökologin am Department für Biodiversitätsforschung an der Universität Wien: "Experimentelle Studien aus insgesamt sieben tropischen Ländern zeigen, dass die geleistete Schädlingsdezimierung der Tiere einen enorm hohen wirtschaftlichen Wert haben kann.“

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