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Die Kathedrale zum hl. Nikolaus in Wien#

1030 Wien, Jauresgasse Jaurèsgasse

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Ostansicht
Ostansicht
© P. Diem
Südtürme
Südtürme
© P. Diem

Die russisch-orthodoxe Kathedrale steht im Garten der Wiener Botschaft. Ihr Grundstein wurde 1893 gelegt, und der Bau vom russischen Staat und vom Zaren finanziert. Die Pläne verfaßte Grigorij Ivanovic Kotov, ein Mitglied der Kunstakademie in St. Petersburg, der als Experte für historische Kirchenbauten galt. Kotov entwarf das Wiener Gotteshaus nach russischen Vorbildern des 17. Jahrhunderts, mit zwei Geschoßen, fünf Kuppeln und sechs Zwiebelhelmen. In der Oberkirche und in der Unterkirche ist das Innere von den in orthodoxen Gotteshäusern üblichen Bilderwänden bestimmt. Viele der Ikonen sind auf Messing gemalt. Die Kathedrale hat zehn Glocken, neun spendete der Vorsitzende des Baukomitees, Graf Kapnist. Die zehnte - aus deutschen Kanonen gegossen - kam 1947 als Geschenk der Roten Armee dazu. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg war die Kirche nicht in Verwendung, erst 1946 wurde sie wieder geweiht. Nach der Jahrtausendwende wurden die Kuppeln neu vergoldet.


Linker Altar
Linker Altar
© P. Diem
Ikonostase
Ikonostase
© P. Diem
Rechter Altar
Rechter Altar
© P. Diem

Darstellung im Detail#

Mitten in Wien – unweit des Schlosses Belvedere und des Denkmals des Sowjetischen Soldaten – erstrahlen die goldenen Kuppeln der Kathedrale zum heiligen Nikolaus. An klaren Tagen brechen sich die Sonnenstrahlen in den Kristallprismen, die das Hauptkreuz zieren, und funkeln in allen Farben des Regenbogens. Die Schönheit der von kunstbeflissenen Meistern geschaffenen orthodoxen Kirche wird sowohl von Russen als auch von Österreichern hoch geschätzt: Das Gotteshaus zählt seit jeher zu den Sehenswürdigkeiten der österreichischen Hauptstadt, und im Jahre 1998 wurde die Kathedrale zu einem Bauwerk des historischen und kulturellen Erbes von gesamtrussischer Bedeutung erklärt. Der eigentliche Wert der Kirche liegt jedoch nicht in ihrer Schönheit, sondern in ihrer Bedeutung für die Betreuung der orthodoxen Christen in Österreich. Die Gottesdienste werden von Russen, Ukrainern, Weißrussen, Georgiern, Mazedoniern, Bulgaren, Österreichern, Serben und Moldawiern besucht. Es kommen auch Gläubige aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei, aus Slowenien und aus Ungarn. Eben darin besteht das Wunder des Aufblühens der Kathedrale im 21. Jahrhundert.

Zur Geschichte der Kathedrale#

Die St.-Nikolaus-Kathedrale in Wien wurde in den 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet. Die Idee zum Bau der Kirche ging auf den Pfarrer der russischen Botschaftskirche in Wien Erzpriester Michael Raevskij (1842-1884) zurück. Vater Michael begann Spenden für den Bau der Kirche zu sammeln, konnte aber zu Lebzeiten seinen Plan nicht verwirklichen. Der neue Pfarrer der russischen Botschaftskirche Erzpriester Alexander Nikolaevskij legte dem Botschafter Russlands Fürst Lobanov-Rostovskij einen ausführlichen Bericht über die Notwendigkeit des Baus einer neuen Kirche vor. Der Fürst wandte sich an Petersburg um Unterstützung und es wurden vierhunderttausend Rubel überwiesen. Die Hälfte davon spendete Zar Alexander III. persönlich und die andere Hälfte wurde aus Regierungsmitteln bezahlt. Für die Innenausstattung und die Sakristei trafen private Spenden ein. Die Glocken für den Glockenturm spendete der russische Botschafter in Wien Graf Kapnist.

Der Bauplan wurde von Architekt G.I. Kotov, einem Mitglied der Kaiserlichen Kunstakademie in Petersburg, erstellt. Im Jahre 1893 erfolgte die Grundsteinlegung der Kirche; ihren weiteren Bau, der sechs Jahre dauerte, leiteten die Architekten F. Rumpelmayer und L. Giacomelli. 1899 wurde die Oberkirche zu Ehren des hl. Erzbischofs von Myra in Lykien (heute Demre/Antalya, Türkei) Nikolaus und die Unterkirche zu Ehren des hl. rechtgläubigen Großfürsten Alexander Nevskij geweiht. Die Wahl der Schutzpatrone ist symbolisch: Der Bau begann während der Regierungszeit des Zaren Alexander III. und wurde unter dem letzten russischen Zaren Nikolaus II. beendet. Erzpriester Alexander wurde zum ersten Pfarrer der St.-Nikolaus-Kirche und versah dort seinen Dienst bis zu seinem Tod im Jahre 1913.

Erste Republik und Anschluss#

Das Schicksal der Kirche war kein leichtes. 1914, mit Beginn des Ersten Weltkrieges, wurden Russland und Österreich-Ungarn zu feindlichen Staaten. Aus diesem Grund wurde die Kirche geschlossen und zusammen mit dem Gebäude der Russischen Botschaft unter Kuratel des neutralen Spanien gestellt. Der Pfarrer der Kathedrale, Erzpriester Arsenij Rozhdestvenskij musste in die Schweiz ausreisen. Erst 1924, nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der UdSSR und Österreich, wurden die Kirche und das Botschaftsgebäude der sowjetischen politischen Vertretung übergeben. Bei der Übergabe der Kirche am 26. Juli 1927 wurde im Protokoll vermerkt, dass das Gebäude während der vergangenen 13 Jahre weder beheizt noch entlüftet worden war. Die sowjetische Regierung wandelte das Kirchengebäude zu einem Lagerraum um und die Kirchentüren blieben nach wie vor für die Gemeindemitglieder geschlossen.

In März 1938 erfolgte der Anschluss Österreichs an Nazideutschland. Die diplomatischen Beziehungen zwischen der UdSSR und Österreich hörten wieder zu bestehen auf. Nach dem Angriff Deutschlands auf die UdSSR konfiszierte das außenpolitische Reichsamt alle Immobilien der sowjetischen diplomatischen Mission in Wien, einschließlich der Kirche. Am 23. September 1941 wurde ein Teil der Immobilie der Reichsmusikhochschule der Stadt Wien (jetzt Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst) zur Nutzung übergeben und der andere Teil diente als Wohnheim für Schulkinder, die Mitglieder der Hitlerjugend waren. Die Räumlichkeiten der Kirche wurden für den Tanz- und Musikunterricht verwendet, am unteren Kirchenchor wurde eine Orgel eingebaut. Das Untergeschoß mit den Kellerräumen wurde während des Zweiten Weltkrieges zu einem Lagerraum für die wertvollen Sammlungen die wissenschaftliche Bibliothek des Botanischen Instituts der Wiener Universität umgewandelt und auch als Luftschutzraum verwendet.

Befreiung#

Erst nach der Befreiung Wiens wurde im Oktober 1945 die Kirche von dem aus Moskau nach Wien entsandten Erzbischof Fotij (Topiro) wieder eröffnet. Erzpriester Alexander Vantschakov wurde zum Pfarrer der St.-Nikolaus-Kirche ernannt. Damit wurde die Kirche nach 31 Jahren (1914-1945) endlich wieder für die Gläubigen zugänglich. Während dieser Jahre hatte das Gebäude stark gelitten, das Kirchenarchiv und viele gottesdienstliche Geräte waren verschwunden. Im Sommer 1946 wurden Erzbischof Sergij Korolev und Archimandrit Arsenij Schilowsky nach Wien entsandt. Mit aktiver Unterstützung der Sowjetischen Militärkommandantur wurde das Kirchengebäude generalsaniert und im Jahre 1948 im Glockenturm eine neue Hauptglocke mit einer Stiftungsaufschrift der siegreichen Russischen Armee installiert. Seither versahen folgende Pfarrer ihren Dienst in der Kirche: Archimandrit Arsenij Schilowsky (1950-1962), Erzpriester Vitalij Maljuschkovitsch (1966-1970), Erzpriester Viktor Bekarewitsch (1970-1979), Erzpriester Evgenij Missejuk (1979-1982), Erzpriester Pavel Krasnocvetov (1982-1987), Erzpriester Michail Turtschin (1987-1997), Erzpriester Nikolaj Orlov (1997-2002) und Erzpriester Vladimir Tyschuk (ab 2002).

Die Nikolauskirche wird Kathedrale#

Ebenso wie die anderen Botschaftskirchen gehörte die Wiener Kirche ursprünglich zur Diözese St. Petersburg. Im Jahre 1951 wurde in Wien ein Dekanat errichtet und im November 1962 auf dem Gebiet Österreichs die selbstständige Diözese von Wien und Österreich gegründet. Die St.-Nikolaus-Kirche erhielt den Status einer Kathedrale. Seither versahen folgende Bischöfe ihren Dienst in Wien: Bischof Varfolomej (Gondarovskij) (1964-1966), Bischof Melchisedek (Lebedev) (1967-1970), Bischof German (Timofeev) (1970-1974), Bischof Viktorin (Beljaev) (1974-1975), Metropolit Irinej (Susemihl) (1975-1999), Erzbischof Pavel (Ponomarev) (1999-2003) und Bischof Hilarion (Alfeev) (2003-2009), ein international bekannter Theologe, Patrologe und Kirchenkomponist, der das Moskauer Patriarchat auch bei den europäischen Institutionen in Brüssel vertrat. Bald nach dem Amtsantritt Seiner Heiligkeit des neuen Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus‘ Kyrill wurde er als Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats nach Moskau berufen. Seither verwaltet Seine Exzellenz der Bischof von Egor’evsk Mark (Golovkov) als Administrator die Diözese von Wien und Österreich. Bischof Mark hat seinen ständigen Amtssitz in Moskau, wo er das Sekretariat des Moskauer Patriarchats für die Einrichtungen im Ausland leitet.

Der Kirchenchor#

Nach dem Krieg wirkte ein hervorragender Kirchenchor unter der Leitung von Professor Andrej Hnatyschin an der Kirche. In den Sechzigerjahren sang bei den Gottesdiensten ein neu zusammengesetzter Chor unter der Leitung von Alexander Netschipor. Einige der von ihm bearbeiteten Kirchengesänge sind bis heute in Verwendung. Nach Alexander Netschipors Tod im Jahre 1978 wurde Lektor Ivan Vasiljevitsch Rumpel Leiter des Chores und führte ihn 24 Jahre lang bis zu seinem Tod 2002. Ivan Vasiljevitsch gab Kirchengesänge heraus und sammelte eine beträchtliche Notenbibliothek.

Der Patriarch von Moskau und der ganzen Rus‘ Aleksij II. besuchte Wien im Jahr 1997. Er feierte die Göttliche Liturgie in der Kathedrale und schenkte ihr eine Ikone des hl. Nikolaus. „Mit Rührung betrete ich diese Kirche, die schon mehr als 100 Jahre russische Menschen in dieser Stadt geistlich miteinander verbindet“, sagte der hochheilige Patriarch bei seiner Ansprache an die versammelten Gläubigen. Im Jahre1999 wurde die 100-Jahr-Feier der Kirchweihe begangen. Anlässlich dieser Feier besuchte der Bürgermeister von Moskau Jurij Luschkov die St.-Nikolaus-Kathedrale. Zu diesem Jubiläum wurde eine vergoldete Gedenkmedaille geprägt. Im Mai 2007 besuchte auch Präsident Vladimir Putin die Wiener Kirche. Bei den Gesprächen mit der österreichischen Regierung wurde von ihm auch der Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche ihre Tätigkeit auf dem gesamten Gebiet Österreichs entfalten solle.

Die große Renovierung#

Die Bischöfe, Priester und Gemeindemitglieder haben große Anstrengungen unternommen, dass die Kirche bis heute erhalten geblieben ist. Im Jahre 2003 begannen große Renovierungsarbeiten an der Kirche. Die Hauptsponsoren waren der Magistrat der Stadt Wien, die Gesellschaften Lukoil und Gas-Export sowie private Spender. Es wurde eine Generalsanierung durchgeführt und zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche wurden ihre Wände mit Wandmalereien ausgestattet.

In der mehr als 100-jährigen Geschichte der Kirche haben sich in ihr viele Ikonen angesammelt: Die älteste von ihnen ist die Ikone des hl. Nikolaus - die mit der Jahreszahl 1828 versehen ist. Die Ikone „Erscheinung der Gottesmutter dem ehrwürdigen Sergius von Radonezh“ wurde 1899 in der Dreifaltigkeits-Sergius-Lavra speziell für die Wiener Kirche geschrieben. Vor der Ikone des heiligen Großmärtyrers und Heilers Panteleimon mit einem Partikel seiner Reliquien betet man um die Heilung der Kranken und Leidenden. Die Ikone der Zarenfamilie wurde am Ort der Vernichtung der Überreste der heiligen Dulder – der Zarenfamilie – geweiht. Die Ikone des hl. rechtgläubigen Großfürsten Alexander Nevskij wurde der Kathedrale vom Abt der Alexander-Nevskij-Dreifaltigkeitslavra geschenkt. In vergoldeten Ikonenschreinen befinden sich Kopien (Abschriften) wundertätiger Gottesmutterikonen, die in Russland, dem der allheiligen Gottesgebärerin geweihten Land, besonders verehrt und gepriesen werden.

Besondere Ikonen und ein Kreuzpartikel#

Die Ikone der Gottesmutter „Retterin“ wurde durch ihre Wunder im Russischen Panteleimonkloster auf dem Athos berühmt. 1889 wurde diese Ikone dem Neu-Athos-Kloster des hl. Apostels Simon des Zeloten im Kaukasus geschenkt. Der Festtag der Ikone „Retterin“ wird am 30. Oktober zum Gedenken an die wunderbare Rettung des Zaren Alexander III. und seiner Familie bei einem Eisenbahnunglück gefeiert.

Die Inschrift auf der Rückseite der Ikone „Retterin“, die der Wiener Kathedrale gehört, lautet:

„Heiliger Berg Athos am 17. April 1903. Die Heilige Ikone der Allheiligen Gottesmutter, die der wundertätigen Ikone auf dem Athos gleicht und sich auf dem Neuen Athos befindet, wird ‚Retterin‘ genannt. Sie wurde auf dem Athos gemalt und geweiht und im Namen der russischen Einsiedlerasketen vom Heiligen Berg Athos dem hochachtbaren Erzpriester von St. Nikolaus für die russisch-orthodoxe Kirche an der Kaiserlichen Botschaft in Wien vom Heiligen Berg Athos als unentgeltliche Segensgabe geschickt...“

Die wundertätige Gottesmutterikone „Freude oder Trost“ ist durch die Rettung des Klosters Vatopedi auf dem Athos von einem Überfall von Räubern berühmt. Die Feier zu Ehren dieser Ikone erfolgt am 3. Februar zum Andenken an dieses Ereignis.

Die unlängst speziell für die Kathedrale gemalte Ikone der Gottesmutter von Valdimir ist mit einem Reliquienbehälter versehen, in dem sich Partikel des Gürtels und des Gewandes der Gottesmutter und ein Steinchen aus ihrem Grab befinden. Die Feier zu Ehren der Muttergottesikone von Vladimir wird am 21. Mai, am 23. Juni und am 26. August zum Andenken an das mehrmalige wunderbare Eintreten der Gottesmutter für das russische Land begangen.

Ein Teil der Ikonensammlung der Kirche wurde bei der Ausstellung „Ikonen unter Hammer und Sichel. Die Russische Orthodoxe Kirche im 20. Jahrhundert“ gezeigt, die in Wien vom Verlagsrat des Moskauer Patriarchats und vom Dommuseum Wien organisiert wurde.

Die Kathedrale verfügt auch über eine beträchtliche Sammlung christlicher Reliquien. In der Oberkirche können die Gläubigen den Schrein mit Reliquien des hl. Nikolaus verehren. In der Sakristei befinden sich aus Rom überführte Partikel der Reliquien der Apostel Petrus und Paulus, weiters Reliquien des hl. Martin, Bischofs von Tour; des heiligen rechtgläubigen Großfürsten Alexander Nevskij (ein Geschenk des Abtes der Alexander-Nevskij-Dreifaltigkeitslavra) und der heiligen Starzen (heilige Mönche) von Optina Pustyn‘. In der Sakristei wird auch das größte Heiligtum aufbewahrt: ein Partikel des heiligen und lebensspendenden Kreuzes Christi. Diese Kreuzesreliquie stammt aus der Schatzkammer der Stadt Venedig, wohin sie seinerzeit die Kreuzritter aus Byzanz gebracht hatten.

Nordwand
Nordwand
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Tambur
Tambur
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Südwand
Südwand
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Zur Architektur#

Die Kathedrale zum hl. Nikolaus in Wien ist im neurussischen Stil gebaut. Über der auf einem Zeltdachbau ruhenden Hauptkuppel erhebt sich ein 5 Meter hohes Kreuz mit russischen Staatssymbolen und 16 Kristallprismen. Um die Hauptkuppel sind vier kleinere vergoldete Kuppeln angeordnet. Eine sechste Kuppel erhebt sich über dem Glockenturm, dessen kunstvoll gearbeitetes Kreuz ebenfalls mit Kristallprismen verziert ist. Das Fundament der Kuppeln bilden Fassadenbögen, die mit weißem Stein verziert sind. Das Zeltdach und das Dach des Haupteinganges sind mit bunten Emailziegeln gedeckt. Die roten Ziegelwände der Kathedrale sind mit weißen Verzierungen und leuchtenden farbigen Kacheln geschmückt. Ein schmucker Goldfries umrahmt die Kontur des Kupferdaches. Die unteren Fenster des Gebäudes sind mit kunstvoll geschmiedeten Gittern versehen. An der Hauptfassade befindet sich unter dem Fries eine Mosaikikone des heiligen Nikolaus. Auf dem Giebel der Bischofstreppe (mit einer breiten Steintreppe) befindet sich eine Mosaikikone der Auferstehung Christi. Sie wurde nach einer Zeichnung des Professors an der Kaiserlichen Akademie der Künste N.A. Bruni angefertigt.

Eine massive, kunstvoll gestaltete Holztür führt in die Oberkirche. Durch die hohe Zentralkuppel wirkt der Kirchenraum offen und frei. Vier majestätische Monolithe aus rotschwarz gesprenkeltem Granit mit kunstvoll gearbeiteten Kapitellen aus hellgrauem Sandstein tragen die Kuppel. Das Licht dringt durch pastellfarbene Bleiglasfenster. Zar Nikolaus II. schenkte der Kirche neun herrliche Kronleuchter, die mit kunstvoller altslawischer Schrift verziert sind. 5 Meter breite Galerien umschließen den Kirchenraum und führen in die Sakristei.

Die vergoldete zweistöckige Ikonostase der oberen Kirche wurde nach einem Entwurf des Architekten der Kirche Akademiemitglied G.I. Kotov aus Zypressenholz angefertigt. Den oberen Teil der Ikonostase schließt eine kunstvoll gestaltete Kronleiste ab, auf die ein Kreuz gesetzt ist. Die Maler N.A. Bruni und N.N. Charlamov malten siebzehn Ikonen in byzantinischem Stil auf Bronzetafeln. Seitlich der Ikonostase stehen zwei große vergoldete Rahmen mit den Ikonen des heiligen Nikolaus und des heiligen Großfürsten Alexander Nevskij.

Außer mit traditionellen Ikonen ist die St.-Nikolaus-Kathedrale mit Buntglasfenstern geschmückt. Am Ende der Treppe, die in die Oberkirche führt, findet man das Glasfenster des hl. Nikolaus. In den drei Fenstern der Oberkirche sind der Pantokrator, die Gottesmutter und Johannes der Täufer dargestellt.

Die Unterkirche#

Die untere Kirche ist kleiner als die obere und hat den Charakter eines bescheidenen Gemaches: Ein niedriges Gewölbe ruht auf massiven Säulen und die architektonischen Proportionen sind irdischer geprägt. Der Seitenaltar der Unterkirche ist dem hl. Martin, Bischof von Tour, geweiht. Im Jahre 2007 wurde ein sechseckiges Taufbecken für die Taufe von Erwachsenen errichtet. 2008 wurde eine neue Ikonostase aus Marmor nach dem Entwurf des Archimandriten Zinon geschaffen. Klassik beherrscht die Ikonen und die Architektur der Ikonostase: harmonische Proportion, Präzision der Zeichnung und edle Farben.

Von 2003 bis 2008 wurde die Generalsanierung der Kathedrale durchgeführt. In dem im 19. Jahrhundert errichteten Gebäude wurden alle Leitungen neu verlegt, Tausende Kilometer von Fugen der Ziegelmauern wurden von Hand gereinigt und mit neuem Mörtel gefestigt. Die Kreuze und alle sechs Kirchenkuppeln wurden vergoldet, die Fassade wurde erneuert, das Fundament getrocknet, die bunten Dachziegel wurden wiederhergestellt. Die Fassadenfrieskacheln wurden nach der erhalten gebliebenen Originalvorlage in Italien angefertigt. Für die Renovierung der neun Kronleuchter der Oberkirche brauchte man etwa fünf Monate. Die Kathedrale erhielt auch neue in Voronezh gegossene Glocken.

Die Wandmalereien#

Erstmals seit ihrem Bestehen ist die Kathedrale nun mit Fresken ausgemalt. Die Arbeiten dauerten zwei Jahre (von 2006 bis 2008) und wurden von Archimandrit Zinon (Teodor), einem hervorragenden Ikonenmaler unserer Zeit, geleitet, der zuvor in vielen Klöstern und Kirchen in Russland, Finnland, Belgien, Italien und Griechenland gemalt hatte. Unter seiner Führung arbeiteten folgende Ikonenmaler aus Moskau: Aleksandr Mysyk, Vasilij Sokolov, Evgenij Maljagin, Il‘ja Ivankin, Anton Kusaev sowie Jaroslav und Ioanna Jakimczuk aus Polen.

Als eine Besonderheit in der Anordnung der Fresken, die von Archimandrit Zinon entwickelt wurde, erscheint die Komposition der "Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel" in der Kuppel und im Tambour (Kuppelunterbau).

Im Zentrum des Gewölbes ist die Hetoimasia (der für Christus bereitete Thron) dargestellt - eine symbolische Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit. Von ihr dringen durch die Maueröffnungen des Tambours Lichtstrahlen hindurch, die auf folgende Inschrift fallen: "Siehe, Du hast uns einen anderen Lehrer gesandt, der mit Dir, o Wort, und mit Deinem Vater auf demselben Thron wesensgleich ist."

Im Kuppelunterbau sind die Apostel dargestellt und in den Zwickeln die erleuchteten Völker. Im Apsisgewölbe sehen wir eine von den Symbolen der Evangelisten umgebene riesige Darstellung des Pantokrators, die die gesamte Komposition der Kirche dominiert. Auf diese Weise werden die Sendung des Heiligen Geistes und die Entstehung der Kirche durch das Leiden und Kreuzesopfer des Erlösers besonders akzentuiert. Vor dem Erlöser stehen die Priester im Altarraum sowie die Gläubigen, die im Kirchenraum beten. So vereinigt das Bild Christi das Volk Gottes im gemeinsamen Gebet. Im Altarraum sind auch Propheten, Hierarchen und Szenen aus der Geschichte Abrahams dargestellt, die den Sinn der Eucharistie, des Hauptsakraments der Kirche, erschließen.

An der Ostwand, dort wo die Bögen über den Säulen emporstreben, finden wir eine zweiteilige Komposition von Mariä Verkündigung. Sie eröffnet den Evangelienzyklus, der die Kirche durch eine Reihe von Fresken umschließt: die Begegnung Marias mit Elisabeth, die Wanderung nach Bethlehem, Christi Geburt und weiters die Darstellung des Herrn, die Taufe im Jordan und die Verklärung Christi.

An der Nordseite sehen wir die Auferweckung des Lazarus, den Judaskuss, die Kreuzigung des Erlösers, den Abstieg in die Unterwelt oder die Auferstehung unseres Herren Jesus Christus und die Erscheinung des Engels vor den myrontragenden Frauen. In der darunter liegenden Reihe befinden sich der Einzug des Herrn in Jerusalem und das Letzte Abendmahl.

Die Himmelfahrt des Erlösers im westlichen Teil der Kathedrale schließt die Geschichte der Inkarnation des Sohnes Gottes und Seines irdischen Lebens ab. Über dem Westeingang ist traditionsgemäß die Koimesis, die Entschlafung der Gottesmutter, dargestellt.

Die Wandmalereien in den beiden zum Kirchenraum hin offenen Seitengalerien zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Nikolaus, des Patrons der Oberkirche. Das irdische Leben Christi und eine große Zahl von bedeutenden Heiligen der Kirchengeschichte in der untersten Reihe der Wandmalereien umgeben die Betenden in der Kirche, so dass sie zu Zeugen des Heilsgeschehens werden und schon jetzt am ewigen Reich Gottes teilhaben.


Apsis
Apsis
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Pantokrator
Pantokrator
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Luster
Luster
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Pastoraler Dienst#

In unserer Kathedrale versehen derzeit vier Priester ihren Seelsorgedienst: Der Pfarrer Erzpriester Vladimir Tyschuk, Archimandrit Georgij (Vostrel), Erzpriester Chrysostomos Pijnenburg, Priester Radoslav Ristic, sowie auch Erzdiakon Viktor Schilowsky und Diakon Vasilij Busch. Der Klerus beherrscht unter anderen folgende Sprachen: Russisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Holländisch, Serbisch und Japanisch.

Gottesdienstordnung#

Die wöchentlichen Gottesdienste sind jeden Samstagabend um 17.00 Uhr (Nachtwache); sonntagmorgens werden zwei Liturgien gefeiert: die Frühliturgie um 8.00 Uhr in der Unterkirche und die Spätliturgie in der Oberkirche um 10.00 Uhr. Jeden Donnerstag – außer in der Großen Fastenzeit – findet ein Bittgottesdienst (Moleben) mit dem Akathistoshymnus zum Schutzpatron der Kirche, dem hl. Nikolaus von Myra, statt.

Die genaue Gottesdienstordnung (auch für die Wochentage) kann man auf der Homepage der Kathedrale finden: http://www.russischekirche.at/

Im Laufe eines Jahres empfangen über 100 Personen das Sakrament der heiligen Taufe. Beichtgelegenheit besteht am Samstag während des Abendgottesdienstes und morgens vor dem Beginn der Göttlichen Liturgie. In der Fastenzeit vor Weihnachten und Ostern kann man in der Kirche am Sakrament der Krankensalbung teilnehmen. Jeder Priester kann – nach vorheriger Absprache – das Ehesakrament in der Kirche, die Krankenkommunion entweder im Krankenhaus oder zu Hause spenden, die Beichte hören, ein Totengedenken (Panichida) oder einen Bittgottesdienst (Moleben) feiern. Auch Häftlinge bleiben nicht ohne seelsorgliche Betreuung. Auf ihre Bitte hin halten Priester der Kathedrale regelmäßig Gottesdienste in Gefängnissen.

Pilgerreisen#

Die Pilgerreisen sind zu einem unabdingbaren Bestandteil des Gemeindelebens geworden. Das geographische Spannweite ist groß: das Heilige Land und das Kloster der heiligen Großmärtyrerin Katherina auf dem Berg Sinai, Italien, Frankreich und Niederösterreich.

Das Ziel dieser Reisen sind das Kennenlernen der Geschichte des Christentums, die Verehrung der großen christlichen Heiligtümer, das Gebet und die Selbstbesinnung. Während dieser Pilgerreisen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihren Nächsten besser kennen zu lernen, Freude und Leid zu teilen und einmal aus einem anderen Blickpunkt sich selbst zu sehen. Wenn man in das Heilige Land kommt und über die unvergesslichen Wege geht, die mit dem irdischen Leben unseres Herrn Jesus Christus und Seiner allreinen Mutter Maria, mit den Taten der Propheten und Apostel und mit den großen Glaubenstaten der christlichen Märtyrer und Asketen verbunden sind, gedenken die Pilger im Laufe einer Woche des Jahreskreises der zwölf Hauptfeste und der Ereignisse aus den Evangelien und am Grab des Herrn rufen sie freudig aus: „Christus ist auferstanden!“

Mitten in Europa – umgeben von Touristenscharen – entdecken die Pilger zahlreiche christliche heilige Stätten.

In Bari werden die Reliquien des hl. Nikolaus, des Erzbischofs von Myra, verehrt. In Rom kommt man wie auch im Heiligen Land in Berührung mit den Ursprüngen des christlichen Glaubens: mit den Reliquien der Apostel Petrus und Paulus, mit den Reliquien der heiligen apostelgleichen Kaiserin Elena, mit einem Partikel des lebensspendenden Kreuzes des Herrn, mit den Ketten des Apostels Petrus und vielen anderen Heiligtümern; man besucht die Katakomben der ersten Christen. In Venedig betet man vor den Reliquien des Apostels Markus, des hl. Nikolaus und vor der rechten Hand des heiligen Basileios des Großen.

In Paris verehrt man die Reliquien der heiligen apostelgleichen Maria Magdalena, des heiligen Bischofs von Tour Martin des Barmherzigen und die Dornenkrone Christi.

In Österreich – im Kloster Heiligenkreuz – küssen die Gläubigen ehrfürchtig das Partikel des lebenspendenden Kreuzes Christi.

Auch die St.-Nikolaus-Kathedrale selbst ist ein Wallfahrtsziel orthodoxer Christen. Einige Male im Jahr singen hier Chöre aus Weißrussland, Russland und der Ukraine. Führende Theologen Russlands halten regelmäßig Vorlesungen und beantworten Fragen.

Die Sonntagsschule#

1996 wurde mit dem Segen des Metropoliten Irinej (Susemihl) eine Pfarrschule für den Religionsunterricht an der St.-Nikolaus-Kathedrale eröffnet.

Bis 1999 gab es nur eine Altersgruppe von Kindern, später kam auch eine zweite Altersgruppe dazu und im Schuljahr 2002/2003 hatte die Schule schon fünf Altersgruppen. Da es viele Familien gibt, wo wenigstens ein Elternteil Deutsch als Muttersprache hat, gibt es in der Schule auch eine deutschsprachige Gruppe. Mit dem Segen des Pfarrers unterrichten Mitglieder der Kirchengemeinde an der Schule. Der Religionsunterricht an der Pfarrschule wird zurzeit von Priester Radoslav Ristic organisiert und geleitet.

Die Kinder im Vorschulalter lernen die wichtigsten orthodoxe Feste, deren Entstehungsgeschichte und Ikonen kennen. Am Ende des Unterrichts malen die Kinder, kneten oder machen interessante Bastelarbeiten. Erfreulich ist die Tatsache, dass viele Eltern, die ihre Kinder ursprünglich nur zum Religionsschulunterricht in die Sonntagsschule gebracht haben, später selbst die Gottesdienste regelmäßig besuchen.

Die Schüler der Oberstufe brauchen aber andere Bildungsansätze. Sie lieben es, biblische Rätsel zu lösen, geistliche Gedichte und Erzählungen zu lesen, Kirchengesang zu hören, die Geschichte der Ikonen kennen zu lernen und Gebetstexte zu analysieren. Im Unterricht wird Audio- und Videomaterial eingesetzt. Die Behandlung eines Themas endet oft mit einer Diskussion. Es ist wichtig anzumerken, dass alle Schüler einer in Österreich gesetzlich anerkannten Konfession (außer wenn sie abgemeldet sind) den Religionsunterricht als Pflichtgegenstand in der Schule besuchen und Noten erhalten. Daher erhält auch jeder Schüler der Pfarrschule an der St.-Nikolaus-Kathedrale am Ende jedes Semesters eine Bescheinigung mit der entsprechenden Abschlussnote.

Zusammen mit den Lehrern bereiten die Kinder Feiern zu den großen Festtagen vor. Die Schüler der Sonntagsschule haben auch die Möglichkeit den Kirchengesang zu lernen. Der Kinderchor singt bei der Kinderliturgie, die zweimal im Jahr gefeiert wird.


Unterkirche
Unterkirche
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Westtürme
Westtürme
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Schutzheiliger
Schutzheiliger
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Das Studium der Heiligen Schrift#

Mit dem Segen des Pfarrers findet in der Kirche Bibelunterricht für Erwachsene statt. Die Kursleiterin – eine Pfarrangehörige – bereitet den Unterricht vor und benutzt dafür auch die Texte der Kirchenväter. Gemeinsam wird jedes Kapitel des heiligen Evangeliums Vers für Vers besprochen und diskutiert.

Beim hl. Metropoliten von Moskau Filaret finden wir folgende Belehrung über das Lesen der Heiligen Schrift: „Erstens sollte man diese mit ehrfürchtiger Gesinnung als das Wort Gottes lesen und um rechtes Verständnis beten; zweitens sollte man diese mit lauterer Absicht zu unserer Belehrung im Glauben und als Anstoß zu guten Taten lesen; drittens sollte man das Gelesene entsprechend der Lehre der Orthodoxen Kirche und der heiligen Kirchenväter verstehen.“

Die Bibel ist die Offenbarung Gottes über Ihn selbst und somit die höchste Wahrheit. Aber das Lesen der Heiligen Schrift allein genügt nicht. Das Ziel des Studiums der Bibel soll sein, über das Gelesene nachzudenken, es auf sich selbst zu beziehen und vor allem zu befolgen.

Die Feier der Feste#

Die großen Kirchenfeste werden von der ganzen Gemeinde gefeiert. Erwachsene kommen zusammen, um im Kreis der Pfarrangehörigen miteinander zu kommunizieren, für die Kleinsten wird eine Weihnachtsfeier mit Väterchen Frost, Schneewittchen, Reigentänzen und Geschenken vorbereitet. Zu Weihnachten und Ostern werden von den Religionslehrern der Sonntagsschule zusammen mit den Kindern schöne Festfeiern vorbereitet und Aufführungen inszeniert. Die älteren Kinder spielten die Theaterstücke „Morozko“ und „Du bist Gott, der Wunder vollbringt!“ und die kleinsten Schauspieler die musikalischen Märchen „Die kleine Rübe“ und „Auf Befehl des Hechts“. Handlung, Musik, Lieder und Tänze werden eifrig geprobt, Kostüme und Dekoration, Requisiten und Einladungskarten werden eigens angefertigt.

Das Jugendtheater unter der Leitung von L.I. Serkina hat 2005 mit einer musikalisch-poetischen Aufführung zum Thema der Karwoche und der Auferstehung Christi debütiert. Ein Jahr später traten die jungen Schauspieler in einer bewegenden literarisch-musikalischen Komposition auf, die dem „Tag des Sieges“ gewidmet war. 2007 wurde von diesem Ensemble das Schauspiel „Die letzte Nacht des letzten Zaren“ von Edward Radzinskij aufgeführt.

Ausflüge und Wanderungen#

Im jedem Kind stecken die Neigung zur Erforschung der Umwelt und Abenteuerlust. Einige Male im Jahr werden für die Kinder eintägige Ausflüge ins Gebirge organisiert. Diese hinterlassen nicht nur unvergessliche Eindrücke, sondern lehren die Kinder auch die Bereitschaft zu kameradschaftlicher Hilfe. Die Schwierigkeit der Routen hängt vom Niveau der Teilnehmer der Wandergruppe und von ihrem Alter ab. Den schon zur Tradition gewordenen Ausflug in der Butterwoche (Masleniza) zum Beispiel können alle schaffen, die Kleinsten und auch die Großeltern. Manchmal wird für eine Gruppe der Sonntagsschule auch eine Unterrichtsstunde im Freien gehalten. Die Wanderungen in die Alpen gehören schon zur nächsten Schwierigkeitsstufe, die von den Kindern Sicherheit und Selbstbeherrschung erfordert.

Außerdem treffen sich Kinder und Erwachsene alljährlich im Mai für zwei bis drei Tage im Kinder-Zeltlager „Blaue Krabbe“. An diesen Tagen weicht der Komfort der Zivilisation der Romantik des Wanderlebens mit lebhaften Gesprächen, sportlichen Spielen und Wettkämpfen. Womit kann man sich weit entfernt vom Fernseher und Computer beschäftigen? Es stellt sich heraus, dass man Suppe auf dem Lagerfeuer kochen, Fußball und Volleyball spielen und mit dem Boot auf dem See fahren kann. Am Abend sitzen alle Kinder am Lagerfeuer und singen Lieder mit Gitarrenbegleitung.

Redaktion: P. Diem