Pfarrkirche Hollenburg#

3506 Krems-Hollenburg, Unt. Hollenburger Hauptstr. 4 3506 Krems-Hollenburg, Unt. Hollenburger Hauptstr. 4

Die Pfarrkirche "Mariae Himmelfahrt" liegt dominierend und weithin sichtbar an einem steilen Hang über dem Markt, von dem aus sie über einen Treppenaufgang erreichbar ist. Der spätgotische Hallenaufbau mit zwei polygonalen Chören aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts, der niedrige Westturm um 1300 und extrem steile, hohe Dächer verleihen ihr eine markante Silhouette und wahrzeichenartigen Charakter. Das zellenartig zusammengesetzte Langhaus wirkt wie ein Zweistützenraum mit Netzrippengewölben. Zwei aufwändige neogotische und zwei Barockaltäre ergeben einen bemerkenswerten Eindruck. Schöpfer der historistischen Einrichtung war Josef Untersberger, ein ausgebildeter Bildhauer, dessen Jugendwerke sich in adeligen Kunstsammlungen befinden. Kaiser Franz Joseph stiftete ihm ein Stipendium für den Besuch der Wiener Akademie. Danach verlegte sich der Künstler auf das religiöse Genre, baute Altäre und wurde vor allem durch Entwürfe für massenhaft hergestellte Öldrucke bekannt. Der geschnitzte Hochaltar zeigt im Schrein die Krönung Mariens, seitlich vier Szenen aus dem Marienleben. Der Seitenaltar, ebenfalls von Untersberger, ist dem hl. Florian geweiht. Der Marienaltar ist hochbarock, mit einem Aufsatzbild der Pestheiligen Rosalia und einer „Schönen Madonna“ (um 1420) im Zentrum. Ein weiterer Seitenaltar vom Anfang des 18. Jahrhunderts beinhaltet als Altarbild die „Heilige Familie“ sowie Statuen der Großeltern Jesu, Anna und Joachim. Die Orgel, die Max Jakob 1897 im fünfteiligen neogotischen Gehäuse baute, ist die größte dieses Kremser Orgelbauers.

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