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Bludenz #

Bludenz
Wappen von Bludenz.
© Verlag Ed. Hölzel, Wien.

Bundesland: Vorarlberg Bludenz, Vorarlberg
Bezirk: Bludenz, Stadt
Einwohner: 14.123 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 570 m
Fläche: 29,96 km²
Postleitzahl: 6700
Website: www.bludenz.at


Verkehrsknoten an der Ill, am östlichen Ende des Walgaus (Vereinigung von Klostertal, Brandner Tal und Montafon). Bludenz ist als Standort zahlreicher Institutionen, Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe zentraler Ort für das Montafon, den inneren Walgau bis Nenzing, das Kloster-, Brandner- und Große Walsertal.

Muttersbergbahn in Bludenz
Muttersbergbahn in Bludenz.
Foto: böhringer friedrich. Aus: Wikicommons

Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Bezirksgendarmeriekommando, Arbeitsmarktservice, Verkehrs- und Vermessungsamt, Stadtmuseum und -archiv, Krankenhaus, Vorarlberger Medienhaus, Filmakademie, Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Ingenieurkammer für Tirol und Vorarlberg, Konsulat (Niederlande), Jugendhaus, Stadion (1975), Bundesgymnasium, Handelsakademie, Berufsschule (kaufmännische, gewerbliche, hauswirtschaftliche), Höhere Lehranstalt für Tourismus (mit Fachschule), Volkshochschule, Gondelbahn auf den Muttersberg (1402 m), Montafonerbahn Bludenz-Schruns (im Sommer Verkehr mit historischen Dampflokomotiven). Rund 56 % der Beschäftigten im Dienstleistungssektor (vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Verkehr), Holz- und Metallverarbeitung (Kessel-, Maschinen- und Metallbau), Zement-, Fenstererzeugung, Textil-, Kunststoff-, Schokolade- und Süßwarenindustrie (Suchard), Bierbrauerei (Fohrenburg), Fremdenverkehr.

Altes Siedlungsgebiet (bronze-, lat.ne- und römerzeitliche Funde), urkundlich um 842 als "Pludeno", 1296 als Stadt erwähnt; 1394 durch Kauf an Österreich, Industrialisierung ab 1817 (Textilfabrik). Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung: 2 Tore (1491, ältester Bau der Stadt, Heimatmuseum), Teile der Stadtmauer, Pulverturm. Der Turm (1670) der (alten) Pfarrkirche (um 1514) überragt Bludenz; Dominikanerinnenkloster St. Peter (1286, Bau 1707-09), Kirche (1721-30); Kapuzinerkloster (1645-51); Spitalskirche (Neubau 1682-86); Stadtpfarrkirche Heiligkreuz (1932-34); Kapelle St. Anton in Rungelin (1668); Rathaus (1640). Die heutige Altstadt mit ihren alten Bürgerhäusern geht auf den Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1682 zurück. Barockschloss Gayenhofen (1228, Neubau 1745-52, Sitz der Bezirkshauptmannschaft). Industriebezirk Klarenbrunn.

Weiterführendes#

Literatur#

  • Österreichisches Städtebuch, Band III, Vorarlberg, 1973
  • K. Kist, Stadtgeographie von Bludenz, Dissertation, Graz 1977