Albrecht Dietrich Gottfried von und zum Egloffstein

Albrecht von Egloffstein

Albrecht Dietrich Gottfried von und zum Egloffstein (* 6. Mai 1720 in Lamgarben; † Mai 1791 in Arklity ) war ein königlich-preußischer Generalleutnant und Chef eines nach ihm benannten Infanterieregiments. Er war zudem Gouverneur der Festungen von Königsberg, Memel und Pillau, Ritter des Pour le Mérite und des Johanniterordens.

Er war der Sohn des preußischen Amtshauptmanns von Ragnit Abraham Johann Gottfried von Egloffstein (* 13. März 1696; † 24 Juli 1736) und dessen Frau Louise Gottliebe von der Groeben (* 11. November 1699; † 20. Juni 1796) aus dem Haus Nerfken.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Im Jahr 1732 kam er auf die Universität von Königsberg in Preußen. Als der neue König Friedrich II. dort nach seiner Thronbesteigung von 1740 seine Aufwartung machte, hielt er die Begrüßungsrede. Der König holte ihn in seine Armee und machte ihn zum Fähnrich im Regiment „Camas zu Fuß“. Schon im Jahr darauf 1741 kam er zum Regiment „Schwerin zu Fuß“. Dort wurde er im selben Jahr Seconde-Lieutenant und 1745 Premier-Lieutenant. Im März 1757 wurde er zum Stabshauptmann befördert, im November 1759 erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann. 1761 wurde er Major, 1771 Oberstleutnant und 1773 Oberst. Zwei Jahre später wurde er Kommandeur des Regiment „Pelkowskiy zu Fuß“. Am 20. Mai 1782 wurde er Chef des Regiments und am 21. Mai 1782 zum Generalmajor ernannt.

Bereits am 1. Oktober 1764 wurde er zum Johanniterritter geschlagen.[2]

Während des Ersten Schlesischen Krieges 1742 wurde er beim Quartiermachen gefangengenommen und nach zehn Tagen ausgetauscht. Er kämpfte in der Schlacht bei Mollwitz und Chotusitz. Während der Belagerung von Prag 1757 war er Generaladjutant der Feldmarschalls von Schwerin. In der Schlacht wurden ihm die Knochen im linken Arm zerschossen. Er erholte sich aber und konnte in Roßbach schon wieder kämpfen. In der Schlacht bei Kay erhielt er einen Schuss in die Brust. Auch diese Verwundung überlebte er und kämpfte in den Schlachten bei Liegnitz, Torgau und Freiberg. Während des Krieges erhielt er auch den Orden Pour le Mérite.

Im November und Dezember 1783 leitete er die Blockade von Danzig. Danach erstattete er dem König persönlich Bericht. Dieser war sehr zufrieden und Egloffstein bekam ab 20. Mai 1784 ein zusätzliches Gehalt von 1000 Talern.

Am 19. Oktober 1786 erhob König Friedrich Wilhelm II. den Generalmajor und seinen Bruder Otto Friedrich (* 25. September 1733; † 21. November 1801) und dessen Söhne in den preußischen Grafenstand[3]. Zudem wurde er 1787 Generalleutnant sowie Gouverneur von Königsberg, Pillau und Memel. Im Juni 1789 bat er um seinen Abschied, der auch gewährt wurde. Er starb im Mai 1791.

Familie

Er war seit dem 11. Februar 1748 mit Henriette Gottliebe von Bork verheiratet. Sie starb 1778 oder 1787 in Frankfurt an der Oder. Die Ehe blieb kinderlos.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ahnentafel, Digitalisat
  2. Nachrichten vom Johanniterorden, S. 346, Digitalisat
  3. Ernst Heinrich Kneschke, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, S. 41, Digitalisat