Alexander von Villers

Alexander Heinrich von Villers (* 12. April 1812 in Moskau; † 16. Februar 1880 in Neulengbach, Niederösterreich) war ein österreichischer Schriftsteller und Diplomat.

Villers stammte aus einer französischen Emigrantenfamilie.

Nachdem Villers das Gymnasium ohne Abschluss verlassen hatte, begann er in Leipzig eine Lehre als Buchdrucker. Als dieses scheiterte, startete er einen Versuch, in Dresden am Polytechnikum einen Schulabschluss nachzuholen. Hierzu verschaffte ihm seine Familie die Möglichkeit, ein Praktikum in Paris zu absolvieren. Auch hier scheiterte Villers. Franz Liszt lernte ihn in Paris als wilden Bohemien kennen. Als eine Art Sekretär begleitete Villers einige Jahre Liszt auf dessen Reisen und Tourneen. Liszt förderte ihn nach allen Kräften und Villers schaffte es dann auch, sich zum Musiklehrer ausbilden zu lassen. Weiterhin unterstützt und gefördert durch Liszt, holte Villers erfolgreich das Abitur nach. Anschließend begann er ein Jurastudium, welches er auch erfolgreich abschloss.

1843 konnte Villers als Jurist eine Stelle in der sächsischen Staatsverwaltung antreten. Schon kurze Zeit später vertrat er seine Regierung als Diplomat in Berlin, Frankfurt am Main, Paris und Wien. 1860 erreichte Villers mit der Ernennung zum Legationsrat den Höhepunkt seiner Karriere. Mit 58 Jahren ging Villers 1870 in Pension und setzte sich im Neulengbacher Wiesenhaus zur Ruhe.

Im Alter von 68 Jahren starb Legationsrat Alexander Heinrich von Villers am 16. Februar 1880 in Neulengbach in Niederösterreich. Er wurde auf dem Grinzinger Friedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab beerdigt.

Werke

  • Briefe eines Unbekannten. Eine Auswahl aus den Briefen (...). Wien 1881 (neuere Ausgabe: Bundesverlag, Wien 1983 ISBN 3-215-05081-1)

Literatur

Weblinks