Oskar Walzel

Oskar Walzel (* 28. Oktober 1864 in Wien; † 29. Dezember 1944 in Bonn) war ein österreichischer Literaturwissenschaftler. Als Universitätsprofessor wirkte er in Bern, Dresden und Bonn.

Mit seiner Schrift Wechselseitige Erhellung der Künste (1917) versuchte Walzel, einen interdisziplinären Ansatz in den Geisteswissenschaften anzuregen. Seine Freundschaft mit dem Kunstwissenschaftler Heinrich Wölfflin führte ihn zu einer Unterscheidung „tektonischer“ und „atektonischer“ Leitmotive in der Dichtung, die sich an Wölfflins kunsttheoretische Terminologie anlehnte.

Walzels Ideen sind etwa noch in der Dramentheorie lebendig (Geschlossene und offene Form im Drama). In jüngster Zeit werden sie von der Medienwissenschaft wieder diskutiert.

Inhaltsverzeichnis

Werke

Verfasser

  • Deutsche Romantik, 1908
  • Leitmotive in Dichtungen, 1917
  • Die deutsche Dichtung seit Goethes Tod, 1920
  • Gehalt und Gestalt im Kunstwerk des Dichters, 1923
  • Das Wortkunstwerk, 1926
  • Wachstum und Wandel. Lebenserinnerungen. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1956

Herausgeber

  • Handbuch der Literaturwissenschaft, hrsg. von Oskar Walzel, Berlin 1938

Privates

Walzel war der Neffe des Librettisten Camillo Walzel.

Literatur

  • Klaus Naderer, Oskar Walzels Ansatz einer neuen Literaturwissenschaft, Bonn 1994. ISBN 3-928799-12-6

Weblinks