August Wilmanns

Dieser Artikel befasst sich mit dem Altphilologen August Wilmanns. Für den Juristen siehe August Christian Wilmanns.
August Wilmanns

August Wilmanns (* 25. März 1833 in Vegesack bei Bremen; † 27. Oktober 1917 in Berlin) war ein deutscher Altphilologe und Bibliothekar.

Leben

Der Sohn der hanseatischen Kaufmanns- und Gelehrtenfamilie Wilmanns studierte an der Universität Bonn klassische Philologie, war dort Mitglied der Burschenschaft Alemannia Bonn, promovierte 1863 (mit einer Arbeit über Varro) und habilitierte sich in dem Fach. Er war seit 1870 außerordentlicher Professor und Leiter der Universitätsbibliothek Freiburg. 1871 wurde er ordentlicher Professor in Innsbruck, 1873 in Kiel und 1874 in Königsberg. Dort leitete er auch die Universitätsbibliothek als Oberbibliothekar. 1875 bis 1886 war er Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek Göttingen, die ihm zahlreiche Reformen verdankt. Von 1886 bis 1905 leitete Wilmanns die Königliche Bibliothek in Berlin als Generaldirektor, die unter seiner Leitung einen bedeutenden Aufschwung nahm.

Sein Großvater August Christian Wilmanns war Amtmann in Vegesack bei Bremen.

Literatur

  • Walther Killy, Rudolf Vierhaus: Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 10. München 1999, S. 514.
  • Hans Paalzow: August Wilmanns. Ein Bild seines Lebens zum 25. Todestage. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen. Jg. 60, 1943, S. 1-33, S. 105-132.

Weblinks

 Commons: August Wilmanns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgänger Amt Nachfolger
Karl Hoeck Direktor der Universitätsbibliothek Göttingen
1875–1886
Karl Dziatzko