Central European Line

Die Central European Line (CEL) ist eine stillgelegte Pipeline für Rohöl, die ausgehend von Genua (Italien) die Alpen überquert und bis Ingolstadt (Bayern) reicht.

Die Förderkapazität betrug 1,1 Mio. Barrel pro Tag.[1]

In den 1960er Jahren wurden in Bayern entlang der Donau eine Reihe von Raffinerien in Betrieb genommen, die nahe beieinander liegen: ERIAG, Esso und Shell in Ingolstadt, BP in Vohburg und der ERN in Neustadt an der Donau. Diese Betriebe wurden und werden von zwei Ölleitungen versorgt, die von der italienischen Mittelmeerküste über die Alpen bis nach Ingolstadt führen. Während die Transalpine Ölleitung (TAL) noch in Betrieb ist, wurde die Central European Line am 3. Februar 1997 wegen Umweltproblemen und hoher Sanierungskosten geschlossen.

Die CEL führt nur auf einem kurzen Abschnitt bei Vorarlberg durch Österreich und diente neben der TAL der Erdölversorgung des Alpenraumes. In den Jahren 1979 bis 1996 (Daten vorher nicht bekannt) wurden jährlich 7 bis 8 Mio. Tonnen Rohöl in die bayerischen Raffinerien transportiert.

Die Leitung wurde im Januar 2000 von der Ruhrgas AG übernommen und dient nun zum Transport von Gas.

Weblinks

Fußnoten

  1. Die wichtigsten Ölpipelines in Europa. In: mare. Nr. 67, April 2008, S. 30