Charles de Moreau

Charles de Moreau (* 8. Dezember 1758 in Paris; † 3. November 1840 in der Leopoldstadt) war ein französischer Architekt und Maler, der vor allem in Österreich gewirkt hat.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Moreau, über dessen Frühzeit in Frankreich nur wenig bekannt ist, wurde u. a. beim Historienmaler Jacques-Louis David ausgebildet und erhielt 1784 einen 2. Preis für den Entwurf eines lazaret dans une ile. Mit seiner Gattin Adèle Johanna Susanne de Chendres (1778-1847) hatte er einen Sohn Nikolaus Moreau, der ebenfalls Maler wurde. In den 1790er Jahren kam er nach Österreich, wo er aber aufgrund seiner republikanischen Verbindungen beim Hof nur eine Anstellung als Festdekorateur erhielt. 1801 war er dann für Fürst Nikolaus II. Esterházy als Architekt tätig. Danach schuf er in Wien mehrere bedeutende Bauten, ab 1834 war er als Maler tätig. Moreau war Ritter der französischen Ehrenlegion und akademischer Rat. Er starb in seinem Haus in der heutigen Oberen Donaustraße 93-95, dem von ihm errichteten Dianabad und wurde auf dem Währinger Ortsfriedhof bestattet.

Schloss Esterházy (1801-1805)
Palais Pálffy (1809-1813)

Bedeutung

Charles de Moreau war als bildender Künstler vornehmlich als Genre- und Historienmaler tätig. Seine wahre Bedeutung liegt allerdings in der Architektur. Er war ein Vertreter der französischen Palastarchitektur des Klassizismus, der vermittelnd diesen Stil nach Österreich brachte. Seine Werke zeichnet trotz repräsentativer Gestaltung eine rationale Strenge aus, die wegweisend für die Architektur des Vormärz in Wien wurde.

Werke

Literatur

Weblinks