Christian Ortner (Historiker)

Christian Ortner

M. Christian Ortner (* 2. Februar 1969 in Bad Aussee) ist ein österreichischer Historiker. Seit 2005 ist er Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Christian Ortner besuchte Volksschule und Gymnasium in Linz und legte 1987 die Matura ab. Den Präsenzdienst leistete er als Einjährig-Freiwilliger beim Landwehrstammregiment 44 in Kirchdorf an der Krems.

In den Jahren von 1988 bis 1994 studierte er Geschichte mit den Schwerpunkten Militär-, Zeit-, Osteuropäische und Österreichische Geschichte an der Universität Wien.

1995 trat er in das Heeresgeschichtliche Museum ein, mit Beginn 2004 wurde er Leiter der Museumsabteilung und damit für alle Sammlungen verantwortlich. Seit 1. September 2005 ist er Direktor des Museums.[1]

Während seiner Direktorenschaft gelang es Ortner, die Besucherzahlen des Heeresgeschichtlichen Museums von rund 60.000 auf 94.000 (2007)[2] 126.000 (2008), 140.000 (2009)[3] und 172.000 (2010)[4] zu steigern und damit fast zu verdreifachen. Bereits 2008 wurde somit die Höchstbesucherzahl in der Geschichte des Heeresgeschichtlichen Museums überschritten.

In seiner Funktion als Museumsdirektor ist Ortner auch Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde (ÖGO)[5], Vorstandsmitglied des Österreichischen Museumsbundes (ÖMB), der Österreichischen Gesellschaft für Heereskunde, des International Committee of Museums and Collections of Arms and Military History (ICOMAM); stellvertretender Vorsitzender des Militärhistorischen Beirats der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, 1. Vizepräsident des Österreichischen Nationalkomitee Blue Shield sowie Mitglied der Österreichischen Kommission für Militärgeschichte (CAHM).

Ortner ist Oberstleutnant des höheren militärfachlichen Dienstes (dhmfD) im Österreichischen Bundesheer.

Auszeichnungen

2008 war Christian Ortner einer der Preisträger des Werner-Hahlweg-Preises für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften.

Schriften

  • „Mit SMS Zenta in China. Mich hat auch diesmal der Tod nicht gewollt...“. Aus dem Tagebuch eines k.u.k. Matrosen während des Boxeraufstandes, Verlag Mittler & Sohn, Wien 2000, ISBN 3-7046-1586-2
  • Des Kaisers Rock im Ersten Weltkrieg. Uniformierung und Ausrüstung der k.u.k. Armee von 1914 bis 1918, Verlag Militaria, Wien 2002, ISBN 3-9501642-1-9
  • Mit blankem Säbel. Österreichisch-ungarische Blankwaffen des Zeitraums 1848 bis 1918, Verlag Militaria, Wien 2003, ISBN 3-9501642-2-7
  • Sturmtruppen. Österreichisch-ungarische Sturmformationen und Jagdkommandos im Ersten Weltkrieg. Kampfverfahren, Organisation, Uniformierung und Ausrüstung, Verlag Militaria, Wien 2005, ISBN 3-9501642-7-8
  • Die k.k. Landwehr-Gebirgstruppen. Geschichte, Uniformierung und Ausrüstung der österreichischen Gebirgstruppen von 1906 bis 1908, Verlag Militaria, Wien 2006, ISBN 3-902526-02-5
  • Die österreichisch-ungarische Artillerie von 1867 bis 1918. Technik, Organisation und Kampfverfahren, Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-12-0

Darüber hinaus ist Ortner Autor zahlreicher kleinerer Schriften, Aufsätze und Artikel in historischen und militärhistorischen Fachzeitschriften und betreut Fernseh- und Hörfunkproduktionen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. HGM-Presseinformation v. 15. Jänner 2007, zitiert auf der Homepage des BMLVS
  2. wien.orf.at: Besucher fliegen auf Heeresgeschichte
  3. wienkultur.info: Besucherzahlen Sehenswürdigkeiten Wien
  4. krone.at: Besucherrekord im Heeresgeschichts-Museum, 19. Jänner 2011
  5. Webpräsenz der ÖGO, abgerufen am 14. November 2011