Johann Christoph Allmayer-Beck

Johann Christoph Allmayer-Beck

Johann Christoph Allmayer-Beck (* 19. August 1918 in Baden) ist ein österreichischer Historiker und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Allmayer-Beck ist der Sohn von Max Vladimir Allmayer-Beck (1876–1947), dem adoptierten Neffen des ehemaligen österreichischen Ministerpräsidenten Max Wladimir von Beck (1854–1943).

Er diente als Soldat und Offizier der Artillerie im Bundesheer und der deutschen Wehrmacht, war bei Kriegsende Hauptmann in Ausbildung zum Generalstab. Nach der Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft studierte er an den Universitäten Innsbruck und Wien Geschichte.

1950 wurde Allmayer-Beck Archivar im Wiener Kriegsarchiv, 1961 Leiter der Militärwissenschaftlichen Abteilung des Verteidigungsministeriums. Von 1965 bis 1983 amtierte er als Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. In den sechziger Jahren belebte er die Österreichische Kommission für Militärgeschichte (Commission Autrichienne d'Histoire Militaire) neu, der er bis 1998 als Präsident vorstand.

Sein Werk als Autor hatte wesentlichen Anteil an der Entwicklung der wissenschaftlich fundierten Militärgeschichtsschreibung in Österreich.

Allmayer-Beck ist Ehrenvorsitzender der "Gesellschaft der Freunde der Spanischen Hofreitschule".

Auszeichnungen

Schriften

  • Vogelsang. Vom Feudalismus zur Volksbewegung. Herold Verlag, Wien 1952.
  • Ministerpräsident Baron Beck. Ein Staatsmann des alten Österreich. Verlag für Geschichte u. Politik, Wien 1956.
  • Spectrum Austriae. Herder-Verlag, Wien 1957.
  • Der Konservativismus in Österreich. Isar-Verlag, München 1959.
  • 21. Infanterie-Division. Rußlandfeldzug 1941. Selbstverlag vom Traditionsverband/Kameradenhilfswerk e. V. 21. Infanterie-Division (1. Januar 1960).
  • Imago Austriae. 1963.
  • Unser Heer. 300 Jahre österreichisches Soldatentum in Krieg und Frieden. Verlag Herbert St. Fürlinger, Wien 1963.
  • Schein und Wirklichkeit. Das Burgtheater und die k.u.k. Armee. Ausstellung anläßlich d. Burgtheater-Jubiläums. Wien, 1976.
  • Die kaiserlichen Kriegsvölker. Von Maximilian I. bis Prinz Eugen 1479-1718. München, 1978.
  • Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume. Kiesel Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7023-0113-5
  • Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal I - Von den Anfängen des stehenden Heeres bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Kiesel Verlag, Salzburg 1982, ISBN 3-7023-4007-6
  • Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal II - Das 18. Jahrhundert bis 1790. Kiesel Verlag, Salzburg 1983, ISBN 3-7023-4012-2
  • Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal VI - Die k.(u.)k. Armee von 1867-1914. Wien 1989.
  • Marksteine der Moderne. Österreichs Beitrag zur Kultur- und Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Verlag Molden, Wien 1980.
  • Österreich zur See. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1980.
  • Das Heer unter dem Doppeladler. Habsburg Armeen 1718-1848. München, 1981. ISBN 3-570-04414-9
  • Die K. (u.) K. Armee. 1848 - 1914. Verlag Bertelsmann, München 1974, ISBN 3-570-07287-8
  • Der stumme Reiter. Erzherzog Albrecht, der Feldherr „Gesamt-Österreichs“. Verlag Styria, Graz 1997, ISBN 3-222-12469-8.
  • Die Geschichte der 21. (Ost./westpr.) Infanterie-Division. Schild-Verlag, München 2001, ISBN 388014124X
  • Militär, Geschichte und politische Bildung. (Hg.: Peter Broucek / Erwin A. Schmidl). Böhlau Verlag, Wien 2003.
  • Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher. Anton Beck und seine Brüder. Böhlau Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-205-78181-3
  • Militärakademie - Kriegsschule - Fahnenjunker-Schule: Wiener Neustadt 1938-1945. Böhlau Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78459-3

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952