Der Kilometerfresser

Filmdaten
Originaltitel Der Kilometerfresser
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1925
Länge Orig. 2200 m - ca. 80 min. Minuten
Stab
Regie Karl Imelski
Produktion Steyrermühl-Lichtbild Gesellschaft
Musik Florian C. Reithner
Kamera Willy Winterstein
Besetzung
  • Ernst Ganauser: Ernest, der Kilometerfresser
  • Dr. Karl Imelski: sein Freund, der Journalist

Der Kilometerfresser ist ein österreichischer Kulturfilm mit Spielfilmhandlung von Karl Imelski. Er hatte im Juni 1925 in der Wiener Urania Wiener Urania Premiere.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Sportsmann Ernest wettet mit seinen Clubkollegen, daß er binnen weniger Tage eine bestimmte Strecke quer durch Mitteleuropa auf seinem Norton-Motorrad abfährt, den Großvenediger Großvenediger besteigt und zuletzt auf der Donau durch die Wachau nach Wien rudert. Sein Freund, der Journalist, soll die Einhaltung der Reiseroute kontrollieren, und so spielen sich die beiden gegenseitig kleine Streiche. Ernest erreicht pünktlich Wien und gewinnt die Wette.

Hintergrund

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Das Volksbildungshaus Wiener Urania wollte auch den Film als volksbildnerisches Medium nutzen, nachdem man bereits mit Lichtbildvorträgen auf entsprechende Erfolge verweisen konnte. Rein dokumentarische Kulturfilme brachten nicht die erhoffte Resonanz beim Publikum, weshalb man versuchte, die dokumentarischen Inhalte mit einer Spielfilmhandlung zu verknüpfen. Im Stile von "In 80 Tagen um die Welt" bildet auch in diesem Film eine Wette den Anlaß, eine längere Reise zu schildern. Der Film zeigt Landschaft, Städte, Denkmäler und Brauchtum entlag der Reiseroute durch Österreich, Italien, den Balkan und die Tschechoslowakei.

Der Film wurde von der Kritik wohlwollend aufgenommen und wurde in Österreich und Deutschland auch mit kommerziellem Erfolg in die Kinos gebracht.

Der Regisseur des Films Karl Imelski hatte mit dem Hauptdarsteller, dem Sportsmann Ernst Ganauser, bereits 1922 den Kulturfilm "König Dachstein" gedreht.

Kameraarbeit

Die Kameraarbeit von Willy Winterstein stellt die Sehenswürdigkeiten entlag der Strecke im Stile von Postkartenmotiven dar, was bei diesem Kulturfilm, der wichtige Stationen in Mitteleuropa zeigen sollte, ein wichtiges gestalterisches Element ist.

Besonderheiten

Der Film wurde in Österreich von der Urania, in Deutschland von der Deulig verliehen. Obwohl der Film da wie dort in deutscher Sprache gezeigt wurde, weicht die Textierung der Zwischentitel in der deutschen Fassung von der österreichischen Originalfassung stellenweise merklich ab.

Sonstiges

Die Wiener Urania verlieh auch einzelne Auszüge aus dem Film für den Einsatz in Schulkinos.

Restaurierung

Der Film war jahrzehntelang verschollen geglaubt und wurde durch Zufall im Lager eines Antiquiitätenhändlers wieder aufgefunden. Der viragierte Film wurde 2004 vom Filmarchiv Austria restauriert. Zu diesem Film ist keine Originalmusik erhalten. Die erste Vertonung für Orchester wurde 2007 von Florian C. Reithner im Auftrag des Ensemble Filmharmonie komponiert.

Weblinks