Die Liebe kommt mit dem Christkind

Filmdaten
Originaltitel Die Liebe kommt mit dem Christkind
Produktionsland Österreich
Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Peter Sämann
Drehbuch Wolfram Winkler
Markus Mayer
Produktion Thomas Hroch
für Monafilm
Musik Hannes Michael Schalle
Kamera Claus Peter Hildenbrand
Schnitt Daniela Padalewski
Besetzung

Die Liebe kommt mit dem Christkind ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm von Peter Sämann aus dem Jahr 2010. Der im Salzkammergut gedrehte[1] Weihnachtsfilm erlebte am 3. Dezember 2010 auf dem Ersten seine Fernsehpremiere.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Weihnachtszeit im kleinen österreichischen Dorf St. Gilgen: Vor acht Monaten starb die Frau von Sternekoch Martin Haller bei einer Explosion im familieneigenen Restaurant. Martin kann seither nicht mehr kochen und verdient sich sein Geld als Taxifahrer. Weil bei dem Unglück auch die Wohnung der Familie zerstört wurde, lebt er wieder mit seiner Tochter bei seinem Vater Joseph.

Auf der Flucht vor ihrem untreuen Freund Felix ist Richterin Annemarie mit ihrem Sohn Peter aus Wien nach St. Gilgen gezogen. Sie bringt Peter am ersten Tag in die Schule. Prompt wird ihr im Halteverbot abgestellter Wagen abgeschleppt und sie steigt notgedrungen in Martins Taxi ein, der eigentlich keinen Dienst hat. Beide streiten sich, haben jedoch am Ende den gleichen Weg: Martin muss zum Gericht, weil er der Fahrerflucht angeklagt ist – Annemarie erweist sich als vorsitzende Richterin seines Falls. Sie verurteilt ihn wegen Fahrerflucht – er hatte nach einem Unfall nur seine Kontaktdaten am Auto zurückgelassen – zu zwei Monaten Fahrverbot und zudem zu einer hohen Geldstrafe, als er ausfällig wird. Martin muss sich sein Geld nun mit Schneeschippen und als Weihnachtsmann auf dem Weihnachtsmarkt in St. Gilden verdienen.

Joseph arbeitet zusammen mit der alleinstehenden Carmen in der Weihnachtspoststelle des Ortes. Hier bearbeiten sie die Post, die die Kinder an den Weihnachtsmann schicken. Joseph erhält so auch den Brief von Annemaries Sohn Peter, der sich für seine Mutter einen Freund wünscht. Er plant nun, Annemarie mit Martin zusammenzubringen. Tatsächlich kommen sich beide nach einigen Anlaufschwierigkeiten näher. Weil in Annemaries Wohnung noch keine Heizung funktioniert, darf sie mit Peter bei Martin, Katrin und Joseph einziehen. Sie nimmt das Angebot nicht zuletzt an, weil ihr Exfreund im Dorf aufgetaucht ist und die Anschrift ihrer neuen Wohnung herausbekommen hat. Martins Familie scheint mit Mutter, Vater und zwei Kindern nun perfekt zu sein. Auch Frau Zeiler vom Jugendamt, die bereits mit einer Inpflegenahme Katrins gedroht hatte, ist nun zufrieden, zumal Martin auch seinen Taxischein wiederbekommen hat. Er findet aus Liebe zu Annemarie sogar zum Kochen zurück.

Felix wird von Annemarie zurückgewiesen, als er mit ihr flirtet. Sie liebe ihn nicht mehr, erklärt sie ihm. Er reagiert eifersüchtig und verfolgt nun Martin. Als er sieht, dass er den Heizungsinstallateur überredet, die Arbeit an Annemaries Heizung erst in einigen Tagen aufzunehmen, sieht er seine Chance auf Rache gekommen. Auf dem großen Weihnachtsfest des Dorfes erklärt er Frau Zeiler, dass Martin und Annemarie kein Paar sind. Vielmehr würde er sie nur dazu benutzen, vor dem Jugendamt besser dazustehen und manipuliere sogar die Dorfbewohner, die ihn so bei seinem Tun unterstützen. Frau Zeiler konfrontiert Martin auf der Weihnachtsfeier mit den Fakten und er kann nicht leugnen, den Heizungsinstallateur überredet zu haben, die Heizung etwas später in Gang zu setzen. Annemarie verlässt ihn enttäuscht und kehrt in ihre Wohnung zurück. Wenig später erscheint Martin im Gericht und gesteht ihr inmitten einer Scheidungsverhandlung, dass er sie liebt. Auch sie erinnert sich bald an die liebevolle Zeit, die beide miteinander hatten und erkennt, dass auch sie ihn liebt. Sie kehrt zu Martins Haus zurück, doch Martin ist gerade in einer Verhandlung auf dem Jugendamt, in der über das Wohl von Katrin entschieden werden soll. Annemarie stört die Verhandlung und erklärt, dass sie Martin liebe und Frau Zeiler ihre Schweigepflicht gegenüber Außenstehenden verletzt habe, also verklagt werde könnte.

Gemeinsam feiern Martin, Annemarie, Katrin, Peter, Joseph und Carmen Weihnachten. Katrin erhält, wie Weihnachten zuvor ihre Mutter, einen Stern geschenkt. Annemarie wiederum schmiedet erste Pläne, wie Martin erneut als Koch tätig werden könnte.

Kritik

TV Spielfilm befand: „Weihnachtskitsch pur, aber besser als Pilcher“.[2]

zelluloid.de schrieb, dass Die Liebe kommt mit dem Christkind „für den Freitagabend Anfang Dezember nach anstrengender Arbeitswoche und zur besten Sendezeit […] ein entspannender, anrührender Film [war] – nicht nur aber auch für alleinerziehende Mütter und Väter. In diesen frostigen Zeiten ist ein bisschen Kitsch durchaus zu ertragen!“[3]

Tilmann P. Gangloff lobte den Film auf evangelisch.de: „Das tief verschneite Bad Ischl sorgt für die richtige Weihnachtsatmosphäre, die prominenten Schauspieler sind mit angemessenem Eifer bei der Sache, und Peter Sämann, Regisseur unzähliger Freitagsfilme, inszeniert mit entsprechender Routine. […] Genau der richtige Film, um sich an einem kalten Winterabend das Herz zu erwärmen.“[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. programm.ard.de
  2. Vgl. tvspielfilm.de
  3. Vgl. zelluloid.de
  4. Vgl. evangelisch.de