Dobrženský von Dobrženitz

Wappen der Freiherren Dobrenský von Dobrženitz

Dobržensky von Dobrženitz (tschechisch: Dobřenští z Dobřenic, auch Dobržensky z Dobrženitz) ist ein böhmisches hochadeliges Geschlecht aus Dobřenice südwestlich von Hradec Králové.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Erwähnung der Familie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Johann Dobržensky war Gutsbesitzer in Kratonohy und war bekannt als Landwirt und Pferdezüchter. Die meisten Mitglieder des Hauses schlugen eine militärische Laufbahn ein, wie Anton Dobrženský von Dobrženitz (1807–1869), der Feldmarschall wurde. Andere Vertreter der Familie dienten oder waren Kommandanten verschiedener Dragoner- und Ulanenregimenter.

Als eines von 64 gräflichen Geschlechtern erhielt die Familie am 26. Februar 1912 einen erblichen Sitz im Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates.

Weitere Persönlichkeiten

Gräfin Elisabeth Dobrženský von Dobrženitz (1875–1951)
  • Anton Freiherr Dobrzensky von Dobrzenitz (* 21. März 1807; † 30. August 1869), war Berufsoffizier und wurde am 2. Oktober 1858 zum k. k. Generalmajor, schließlich am 20. Juli 1865 mit dem Charakter eines k. k. Feldmarschalleutnants pensioniert.[2]
  • Anna Gräfin Dobrženský von Dobrženitz (1852–1913), war mit Friedrich Wilhelm zu Ysenburg und Büdingen verheiratet.
  • Elisabeth Gräfin Dobrženský von Dobrženitz (1875–1951), war mit Prinz Pedro de Alcantara d’Orléans-Bragança (1875–1940), dem Chef des portugiesischen Königshauses Orléans-Braganza, verheiratet.

Besitztümer

Schloss von Potštejn
Schloss von Chotěboř

Besitzungen gab es in Chotěboř (Chotieborsch), Plandry (Preitenhof) und Potštejn (Pottenstein) in Böhmen. Vor dem Ersten Weltkrieg machten sie das Schloss in Potštejn zu einem kulturellen Zentrum, das u. a. von Rainer Maria Rilke und Karl Kraus aufgesucht wurde. 1945 nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Familie enteignet. Nach Ende der kommunistischen Herrschaft 1989 erhielt die Familie Ländereien in Chotěboř zurück, wohin ein Teil der Familie wieder zurückgezogen ist.

Stammwappen derer von Dobržensky von Dobrženitz

Stammwappen

Das Stammwappen zeigt einen weißen Storch auf blauem Grund. Laut Legende geriet der Stammvater des Geschlechtes in türkischer Gefangenschaft. Ein Storch, der im Sommer nach Norden zog, soll ihm den Weg zurück in die Heimat gezeigt haben.[3]

Das Gemeindewappen von Velký Třebešov zeigt ebenfalls den weißen Storch auf blauem Grund derer von Dobrženský von Dobrženitz.[4] Das Gemeindewappen von Neděliště ist in Anlehnung auf das Familienwappen.[5]

Einzelnachweise

  1. http://www.volny.cz/pavelsrpek/dobrenice.htm
  2. http://www.oesta.gv.at/DocView.axd?CobId=23130
  3. http://www.zamky-hrady.cz/8/dobr.htm
  4. http://www.velkytrebesov.cz/znak.htm
  5. http://www.nedeliste.cz/historie.html

Literatur

  • Jan Halada: Dobřenští z Dobřenic. In: Lexikon české šlechty (erby, fakta, osobnosti, sídla a zajímavosti). Prag: AKROPOLIS, 1992. S. 42–43. ISBN 80-901020-3-4
  • Die Wappen des böhmischen Adels, J.Siebmacher´s grosses Wappenbuch, Neustadt an der Aisch 1979, Seite 56, Wappen auf Tafel 40, ISBN 3 87947 030 8
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Teil A, Dobrzensky von Dobrzenicz (Kottulinsky von Kottulin), 1907, 1942.
  • Roman von Prochazka: Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandfamilien, Neustadt an der Aisch 1973, Textstellen zu den Dobrzensky von Dobrzenicz Seite 7, 65, 72, 205, 239, 264, 359, 369, 373, ISBN 3 7686 5002 2
  • Roman von Prochazka: Ergänzungsband Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandsfamilien, herausgegeben vom Vorstand des Collegium Carolinum (Institut) Forschungsstelle für die böhmischen Länder, Textstellen zu den Dobrzensky von Dobrzenicz Seite 36, 45-48, 63, 140, 143, 170, ISBN 978-3-486-54051-2

Weblinks

 Commons: Dobrženský von Dobrženitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien