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vom 10.02.2017, aktuelle Version,

Dobrženský von Dobrženitz

Wappen der Freiherren Dobrenský von Dobrženitz

Dobržensky von Dobrženitz (tschechisch: Dobřenští z Dobřenic, auch Dobržensky z Dobrženitz) ist ein böhmisches hochadeliges Geschlecht aus Dobřenice südwestlich von Hradec Králové.[1]

Geschichte

Die erste Erwähnung der Familie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Johann Dobržensky war Gutsbesitzer in Kratonohy und war bekannt als Landwirt und Pferdezüchter. Die meisten Mitglieder des Hauses schlugen eine militärische Laufbahn ein, wie Anton Dobrženský von Dobrženitz (1807–1869), der Feldmarschall wurde. Andere Vertreter der Familie dienten oder waren Kommandanten verschiedener Dragoner- und Ulanenregimenter.

Als eines von 64 gräflichen Geschlechtern erhielt die Familie am 26. Februar 1912 einen erblichen Sitz im Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates.

Weitere Persönlichkeiten

Gräfin Elisabeth Dobrženský von Dobrženitz (1875–1951)

Besitztümer

Schloss von Potštejn
Schloss von Chotěboř

Besitzungen gab es in Chotěboř (Chotieborsch), Plandry (Preitenhof) und Potštejn (Pottenstein) in Böhmen. Vor dem Ersten Weltkrieg machten sie das Schloss in Potštejn zu einem kulturellen Zentrum, das u. a. von Rainer Maria Rilke und Karl Kraus aufgesucht wurde. Nach 1948 wurde die Familie enteignet. Nach Ende der kommunistischen Herrschaft 1989 erhielt die Familie Ländereien in Chotěboř zurück, wohin ein Teil der Familie wieder zurückgezogen ist.

Stammwappen

Das Stammwappen zeigt einen weißen Storch auf blauem Grund. Laut Legende geriet der Stammvater des Geschlechtes in türkischer Gefangenschaft. Ein Storch, der im Sommer nach Norden zog, soll ihm den Weg zurück in die Heimat gezeigt haben.[3]

Das Gemeindewappen von Velký Třebešov und Preitenhof (Plandry) zeigt ebenfalls den weißen Storch auf blauem Grund derer von Dobrženský von Dobrženitz.[4] Das Gemeindewappen von Neděliště ist in Anlehnung auf das Familienwappen gestaltet.[5]

Einzelnachweise

  1. http://www.volny.cz/pavelsrpek/dobrenice.htm
  2. http://www.oesta.gv.at/DocView.axd?CobId=23130
  3. http://www.zamky-hrady.cz/8/dobr.htm
  4. http://www.velkytrebesov.cz/znak.htm
  5. http://www.nedeliste.cz/historie.html

Literatur

  • Jan Halada: Dobřenští z Dobřenic. In: Lexikon české šlechty (erby, fakta, osobnosti, sídla a zajímavosti). Prag: AKROPOLIS, 1992. S. 42–43. ISBN 80-901020-3-4
  • Die Wappen des böhmischen Adels, J.Siebmacher´s grosses Wappenbuch, Neustadt an der Aisch 1979, Seite 56, Wappen auf Tafel 40, ISBN 3 87947 030 8
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Teil A, Dobrzensky von Dobrzenicz (Kottulinsky von Kottulin), 1907, 1942.
  • Roman von Procházka: Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandfamilien, Neustadt an der Aisch 1973, Textstellen zu den Dobrzensky von Dobrzenicz Seite 7, 65, 72, 205, 239, 264, 359, 369, 373, ISBN 3 7686 5002 2
  • Roman von Prochazka: Ergänzungsband Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandsfamilien, herausgegeben vom Vorstand des Collegium Carolinum (Institut) Forschungsstelle für die böhmischen Länder, Textstellen zu den Dobrzensky von Dobrzenicz Seite 36, 45-48, 63, 140, 143, 170, ISBN 978-3-486-54051-2
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