Elli Riehl

Elli Riehl Museum

Elli Riehl (* 19. Dezember 1902 in Villach als Elli Urban [1]; † 8. September 1977 in Winklern[2]) war eine Kärntner Puppenmacherin, die zu einer eigenen Künstlersprache fand.

Inhaltsverzeichnis

Leben[2]

Elli Riehl heiratete 1931 den Bahnbeamten Otto Riehl und wollte Lehrerin werden, als sie auf ihr Talent im Puppenmachen aufmerksam gemacht wurde. Sie stellte ihre Puppen 1934 auf der Wiener Frühjahrsmesse auf einem eigenen, kreditfinanzierten Stand aus. Die eingehenden Aufträge veranlassten sie, die Handarbeit zum Beruf werden zu lassen. In der Folge entstanden hunderte ihrer typischen Puppen, meist 5 bis 10 cm groß, detailliert gearbeitet und ausdrucksstark. Oft schuf sie auch Ensembles aus mehreren Puppen, unter anderem die Krippe der Treffener Kirche, in die sie auch ein Selbstporträt eingegliedert hat.

1945 starb ihr Mann. Im selben Jahr lernte sie ihren späteren Lebensgefährten Dr. Rudolf Kraus kennen. Sie mietete sich auf einem Hof im Gegendtal ein. In dieser Zeit entstanden die ersten Porträtpuppen, die in Aussehen und Wesen menschliche Vorbilder hatten.

1973, nach dem Tode ihres Lebensgefährten, eröffnete sie auf dem Hof auf dem sie lebte, eine kleine Ausstellung, die als Puppenwelt Elli Riehl weitergeführt wird.

Rezeption

In Kärnten erfährt ihr Name bis heute allgemeine Bekanntheit. Ein Klagenfurter Verlag veröffentlicht jährlich Elli Riehl Kalender mit ihren Puppen als Motiv. In Maria Saal gibt es eine Elli-Riehl-Straße[3]. Die österreichische Neofolk-Band Elli Riehl hat sich nach der Künstlerin benannt.

Ihre Ausstellung Puppenwelt Elli Riehl wurde in mehreren Stufen ausgebaut. Sie zeigt neben ihrer Werkstatt ca. 700 ihrer Puppen.[4]

Belege

  1. http://www.kleinezeitung.at/kaernten/villachland/hyperevents.do?action=showEvent_Detail&id=24024
  2. a b http://www.elli-riehl-puppenwelt.at/leben.htm
  3. http://www.wkk.or.at/meisterpruefungsstelle/neuemeister.htm
  4. http://www.elli-riehl-puppenwelt.at/museum.htm

Weblinks