Franz Anton Zeiller

Franz Anton Zeiller (* 3. Mai 1716 in Reutte, Tirol; † 4. März 1794 ebenda) war ein österreichischer Maler.

Leben

Franz Anton Zeiller wurde 1716 in einen unbemittelten Zweig der Zeillerschen Familie in Reutte geboren und verlor früh seine Eltern. Er lernte die Malerei bei seinem Onkel Paul Zeiller in Reutte und bei Balthasar Riepp in Kempten. Anschließend bekam er erste Anstellungen in Augsburg, unter anderem einige Jahre bei Gottfried Bernhard Göz. Wie auch seinen Vetter und Sohn seines ersten Lehrmeisters Johann Jakob Zeiller zog es auch Franz Anton nach Rom. Dort trat er für zwei Jahre in die Werkstatt des Carlo Corrado ein. Danach lebte er in Venedig, von wo er nach fünfjährigem Aufenthalt wieder in seine Heimat zurückkehrte.

Das früheste nachweisbare Werk nach seiner Rückkehr sind die Freskomalereien in der Pfarrkirche zu Stams um 1760. In den darauffolgenden Jahren folgen zahlreiche Werke, unter anderem auch mit seinem Vetter Johann Jakob, zum Beispiel die Kuppel- und Deckenfresken und Altarbilder der Basilika St. Alexander und Theodor im Kloster Ottobeuren.

Wohl um 1765 kam er nach Brixen, wo er als Maler unter anderem die Kirche des fürstbischöflichen Seminars, Matreier Pfarrkirche, die Kirche der englischen Fräulein und die Kirche von Milland bei Brixen ausmalte. 1768 wird er vom Fürstbischof von Brixen mit dem Titel Hofmaler geehrt, da er "mehrere gemählde verschiedener Gotteshäußer in unserem Bistum, und selbs dergleichen in unserer Residenzstadt Brixen, und zwar vorzüglichen in deßselbigen Seminaris und bei dem Englischen Institut-Hauß mit aller Vergnügen glücklichen ausgeführt hat."

1786 kam er wieder zurück in seine Heimat und malte die Kirche von Wängle im Lechtal aus.

1794 starb er ledig in Reutte. Bis zu seinem Tod hatte er sich wie sein Vetter ein großes Vermögen angehäuft und über die Jahre viele Schüler ausgebildet, wie unter anderem Johann Christof Haas.

Quelle