Franz Braumann

Franz Braumann (* 2. Dezember 1910 in Huttich/Seekirchen am Wallersee; † 26. Oktober 2003 in Köstendorf) war ein österreichischer Schriftsteller. Er war eine wichtige Person in der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur der fünfziger bis achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus wurde er auch bekannt durch Biografien bedeutender Persönlichkeiten und Forscher, wie des Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen, des Forschers Ludwig Leichhardt oder des Dichters Franz Stelzhamer.

Portraitfoto von Franz Braumann

Inhaltsverzeichnis

Leben

Franz Braumann wurde als Sohn des Augerbauern in Huttich am Wallersee geboren. Nach einer Zimmermannslehre begann er mit dem Schreiben seines ersten, im bäuerlichen Milieu verwurzelten Romanes, der unter dem Titel "Friedl und Vroni" im Jahr 1932 veröffentlicht wurde. Zugleich besuchte er die Lehrerbildungsanstalt in Salzburg, wo er 1935 maturierte. Weitere Romane im ländlichen Umfeld folgten in den dreißiger Jahren. Seine erste Anstellung als Volksschullehrer fand er Oberndorf bei Salzburg. In dieser Zeit heiratete er auch seine Frau Rosa. Im Jahr 1938 wurde er aus politischen Gründen nach Strasswalchen versetzt. Zur Wehrmacht eingezogen, wurde er aus Krankheitsgründen bald wieder in den Lehrberuf zurückversetzt. In dieser Zeit schuf er seine ersten Jugendbücher, spannende Erzählungen, die auch in fremden Kontinenten wie Amerika und Asien angesiedelt waren. Ab 1945 wirkte er als Direktor der Volksschule in Köstendorf. In der Folge erweiterte er sein Schaffen erfolgreich auf historische und biographische Themen. Er erhielt dafür auch besondere Anerkennungen. Im Jahr 1960 trat er als Lehrer vorzeitig in den Ruhestand, und konnte sich ab diesem Zeitpunkt ausschließlich seiner geliebten Schriftstellerei widmen. Nun stand endlich mehr Zeit für Reisen zur Verfügung, die ihn in alle Kontinente führten und aus denen eine Reihe von Reiseartikeln und -büchern entstanden. Den Abschluss seines schriftstellerischen Schaffens fand Franz Braumann in der Bearbeitung und Herausgabe einer Reihe von Sagenbüchern unter dem Titel von "Sagenreisen" durch die österreichischen Bundesländer.

Auszeichnungen

  • Hans Kudlich - Preis des österreichischen Landwirtschaftsministerium 1956 für sein schriftstellerisches Arbeiten über Leben und Kultur des Bauernstandes.
  • Österreichischer Staatspreis für Kinder und Jugendliteratur 1959 für den Jugendroman Ritt nach Barantola, der die Reise des österreichischen Jesuitenpaters Johann Grueber nach China behandelte, der als erster Europäer von China aus im Jahr 1661 die tibetische Hauptstadt Lhasa erreichte.
  • Verleihung des Berufstitels "Professor" vom Bundesminister für Unterricht für kulturelle Verdienste.
  • Georg Trakl - Preis des Landes Salzburg 1967 für sein lyrisches Schaffen.

Werke

  • Friedl und Vroni, Verlangsanstalt Tyrolia, Innsbruck 1932
  • Das Haus zu den vier Winden, Verlag Anton Pustet, Salzburg 1935
  • Das schwere Jahr der Spaunbergerin, Otto Müller Verlag, Salzburg 1938
  • Ritt nach Barantola, Verlag Herder, Wien 1958
  • Ein Mann bezwingt die Not, Raiffeisen Verlagsdruckerei, Neuwied a. Rhein 1959
  • Die schwarzen Wasser von Anahim, Arena Verlag, Würzburg, 1962
  • Auf der Fährte der Karibus, Arena Verlag, Würzburg, 1966
  • Feuerzeichen am Biberfluß, Loewes Verlag, Bayreuth, 1968

("Die schwarzen Wasser von Anahim" und "Auf der Fährte der Karibus" gemeinsam veröffentlicht unter dem Titel "Die Feuer der Wildnis" im Loewes Verlag, Bayreuth, 1983)

  • Evi im Wald, Schwabenverlag, Ostfildern 1976
  • Sagenreise durch Kärnten, Carinthia Verlag , Klagenfurt 1979
  • Aufstieg zum Dach der Welt, Boje Verlag, Stuttgart 1983 ISBN 3-414-16760-3
  • Salzburger Sagenreise, Verlag Anton Pustet, Salzburg 1994
  • Eine Heimat am See, (Hrsg. Christoph Braumann), Verlag Anton Pustet, Salzburg 2010

Weblinks