Franz Wiegele (Maler)

Franz Wiegele (* 23. Februar 1887 in Nötsch im Gailtal in Kärnten; † 17. Dezember 1944 in seinem Geburtsort) war ein österreichischer Maler.

Er besuchte in Klagenfurt die Realschule. Von 1907 bis 1911 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Dort lernte er nicht nur Anton Kolig kennen; mit Sebastian Isepp, Anton Faistauer, Egon Schiele und Albert Paris Gütersloh trat er 1909 erstmals bei einer Ausstellung in Wien an die Öffentlichkeit.

1911 erregte sein Werk Akte im Wald bei einer Ausstellung des Hagenbundes den Unwillen des Thronfolgers Franz Ferdinand. 1912 erhielt Wiegele mit anderen ein Stipendium für Studien in Paris. Nach einigen Reisen geriet er im Ersten Weltkrieg auf einer abenteuerlichen Wanderreise durch die Sahara von Sebdou nach Laghouat in französische Kriegsgefangenschaft. 1916 wurde er in die Schweiz entlassen. Bis 1925 arbeitete er in Zürich, wo 1919 auch sein Hauptwerk „Die Grüne“ entstand. 1925 kehrte er zurück nach Nötsch.

Nach Ausstellungen in der Schweiz beteiligte er sich an Ausstellungen in Pittsburgh, Brüssel und Venedig.

Wiegele gehörte mit seinen Porträts und weiblichen Aktmalereien zu den Wegbereitern der Modernen Malerei in Österreich.

Er starb in seinem Atelier in Nötsch am 17. Dezember 1944 bei einem Bombenangriff.

1954 benannte man die Wiegelestraße in Wien-Liesing nach ihm. 1998 wurde in seinem Elternhaus durch den Nötscher Kreis ein Museum errichtet.

Weblinks