Hans Bruno Schneider

Hans Bruno Schneider (* 22. Dezember 1931 in Wien; † 15. Jänner 1997 ebenda) war ein österreichischer Zisterzienser und Historiker.

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Leben

Er wuchs in Wien-Hernals auf und wurde am 6. September 1952 im Zisterzienserstift Zwettl eingekleidet. Nach dem Noviziat studierte er 1953 bis 1959 in Rom, wurde am 21. Juli 1957 zum Priester geweiht und schloss seine Studien mit dem Doktorat ab. 1959 bis 1967 wirkte er als Sängerknabenpräfekt in Zwettl, leitete das Bildungshaus von 1968 bis 1976.[1] 1976 trat er aus dem Zisterzienserorden aus und arbeitete zunaechst im Österreichischen Bundesverlag. Von 1977 bis 1991 war er im Auftrag des Landesfeuerwehrkommandos Chefredakteur der Zeitschrift Brand Aus, und ab 1982 zunehmend als Historiker der Feuerwehr tätig. Zusätzlich zur redaktionellen Arbeit entfaltete er eine ausführliche Vortragstätigkeit zum Thema Feuerwehr.

Seit seiner Studienzeit in Rom hatte Schneider reges Interesse an der Geschichte des Zisterzienserordens in Österreich. Seine ersten Publikationen auf diesem Gebiet fanden in den 1960er Jahren statt; mit dem Jahr 1991 begann seine Tätigkeit als Zisterzienserforscher von Neuem. In wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit dem späteren Generalabt des Ordens Polykarp Zakar veröffentlichte er Editionen und wissenschaftliche Artikel in den Analecta Cisterciensia.[2] Seine Pläne, eine Geschichte der Österreichischen Zisterzienserklöster zu verfassen, wurden im Jahr 1995 durch eine Krebsdiagnose unterbrochen. Er starb 1997 an den Folgen dieser Krankheit und wurde am Dornbacher Friedhof bestattet.

Literatur

  • Leonhard Scherg: Analecta Cistercensia 1 (1945) – 59 (2009). Index omnium voluminum, in: Analecta Cistercensia 60 (2010), Schneiders Werke auf S. 135–136 verzeichnet.
  • Hans Schneider: Über mein Leben. Unveroeffentlichtes Manuskript; Bibliotheca Curiae Generalis Ordinis Cistercensis, Signatur HIS 100.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Cooperatio. Hauszeitung für Stift Zwettl 3 (April 1984), S. 1–14.
  2. Register auf Cistopedia