Hans Westen

Hans Westen

Hans Westen (* 24. Juni 1891 in St. Michael ob Leoben; † 1947 in Budweis) war ein deutscher Industrieller und Politiker (NSDAP) in Böhmen. Westen war Inhaber der ersten Budweiser Emaille-Fabrik.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Westen war Führer der Sudetendeutschen in Südböhmen. Mit der Annexion des Sudetenlands durch das Deutsche Reich nach dem Münchner Abkommen wurde Westen deutscher Kreisleiter der NSDAP. Am 25. April 1939 wurde er als Abgeordneter für die Deutschen im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren in den Reichstag entsandt.[1][2]

Nach Kriegsende wurde er 1947 auf dem Marktplatz von Budweis erhängt.

Familie

Seine Familie stammte aus dem Ruhrgebiet. Hans Westens Vater zog vor dem Ersten Weltkrieg nach Budweis und kaufte dort die Emaille-Fabrik von einer jüdischen Familie.

Hans Westen hatte zwei Söhne, Harald und Hans. Der ältere Sohn Harald wurde 1941 als Pilot über der Sowjetunion abgeschossen.

Literatur

  • E. Kienast (Hg.): Der Großdeutsche Reichstag 1938, IV. Wahlperiode, R. v. Decker´s Verlag, G. Schenck, Ausgabe Juni 1943, Berlin

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jeremy King, Budweisers into Czechs and Germans: a local history of Bohemian politics, 1848-1948, Princeton University Press, 2005, ISBN 0691122342, 9780691122342, S. 179.(Google-Books-Fassung)
  2. Verhandlungen des Reichstags, Elektronische Ausgabe, Band 460, S. 23 (2. Sitzung, 28. April 1939)