Heinrich Fanta

Heinrich Fanta (* 26. August 1877 in Wien; † 9. Februar 1941 in Brünn) war ein österreichischer Architekt sowie Hochschullehrer und Rektor an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn.

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Leben

Heinrich Fanta studierte 1896 bis 1900 an der k. k. Technischen Hochschule Wien; er war Schüler von Karl König. Zwischen 1901 und 1903 war er als Architekt in Wien und München tätig sowie als Assistent an der Abteilung für Gewerbebauten an der TH Wien. 1902 wurde er Mitglied des Österreichischen Ingenieur-und Architektenvereins in Wien.[1]

Im März 1904 wurde er Lehrer an der Staatsgewerbeschule (Státní průmyslové škole) in Liberec und arbeitete mit Max Kühn zusammen. Fanta war ab 1914 Frontsoldat im Ersten Weltkrieg; ab 1916 war er Kommandant für Bahnprojekte in Fleimstal und Grödnertal.[1]

Am 13. April 1918 wurde er Professor für Gewerbebauten an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn. Ab 1924 hatte er ein Atelier in Liberec. Von 1924 bis 1925 und 1931 bis 1933 war er Dekan des Fachbereichs Architektur und Bauingenieurwesen sowie in den Jahren 1925 bis 1926 und 1933 bis 1934 Rektor der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn.[1] 1926 wurde er Mitglied des Deutsch-Mährischen Kunstvereins, deren Vorsitzender 1939.

Im Herbst 1940 erkrankte er an einer Lungenentzündung, an deren Folgen er starb.[1] Er wurde am 11. Februar 1941 eingeäschert und in Brünn beigesetzt.[2]

Wirken

Er zählte mit den Kollegen Vinzenz Baier, Emil Tranquillini und Emil Leo zu der jüngeren Architektengeneration an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn.[3] Er versuchte, moderne architektonische Trends mit den lokalen Traditionen in Mähren sowie dem nördlichen und östlichen Böhmen zu verbinden.[1]

Zusammen mit Max Kühn entwarf er mehrere Kirchen, Bürogebäude, öffentliche Bauten sowie Bauten für Arbeiter, Familie und Mitarbeiter von Industrieunternehmen sowie Häuser, Villen und Fabrikgebäude. Einer seiner Mitarbeiter war Emil Tranquillini (1884-1955) und später sein Sohn Friedrich, gen. Fritz Fanta (1906-1988).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e Eintrag zu Helmut Fanta auf archiweb.cz (tschechisch), abgerufen am 27. April 2012
  2. Eintzrag zu Helmut fanta auf encyklopedie.brna.cz (tschechisch), abgerufen am 28. Juni 2012
  3. „Das deutsche Kulturleben in Brünn“, Das alte deutsche Brünn – eine Stadt als Vermächtnis, abgerufen am 27. April 2012