Hilde von Stolz

Hilde von Stolz (* 8. Juli 1903 in Schäßburg/Sighișoara, Österreich-Ungarn, heute Rumänien; † 16. Dezember 1973 in Berlin) war eine österreichisch-deutsche Schauspielerin.

Leben und Wirken

Die Tochter eines Offiziers besuchte das Max-Reinhardt-Seminar in Wien und gab ihr Debüt an den dortigen Kammerspielen. Anschließend wirkte sie an verschiedenen Wiener Theatern und im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin.

Unter dem Pseudonym „Helen Steels“ debütierte sie 1928 im Film und siedelte noch im selben Jahr nach Berlin über. Bereits in ihrer zweiten Filmrolle agierte sie als Hauptdarstellerin neben Reinhold Schünzel in dessen Inszenierung Don Juan in der Mädchenschule. Hilde von Stolz, die ab 1933 unter ihrem echten Namen auftrat, blieb lange eine wichtige Darstellerin, musste sich aber in der Regel mit großen Nebenrollen zufriedengeben. Meist verkörperte sie elegante Damen und auch Femmes fatales wie die Schauspielerin Lydia Link in Traumulus.

1939 plante sie ihre Emigration, die aber durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert wurde. Während des Krieges wirkte sie in mehreren Propagandafilmen mit. Danach war sie nur noch selten im Kino zu sehen. Hilde von Stolz wurde nach ihrem Tod in der heimischen Familiengruft bestattet.

Filmografie

  • 1928: Der Schulmeister vom Lichtenthal
  • 1928: Don Juan in der Mädchenschule
  • 1928: Hell in Frauensee
  • 1929: Menschen im Feuer
  • 1929: Heilige oder Dirne. Nebenbuhlerinnen
  • 1930: Troika
  • 1930: Was kostet Liebe?
  • 1930: Der Bergführer von Zakopane
  • 1931: Die schwebende Jungfrau
  • 1932: Der kleine Pit (Kurzfilm)
  • 1933: Morgen beginnt das Leben
  • 1933: Mit Dir durch dick und dünn
  • 1934: Maskerade
  • 1934: Achtung! Wer kennt diese Frau?
  • 1934: Der Herr ohne Wohnung
  • 1934: Lockspitzel Asew
  • 1935: … nur ein Komödiant
  • 1935: Es flüstert die Liebe
  • 1935: Die Liebe des Maharadscha
  • 1935: Traumulus
  • 1936: Stärker als Paragraphen
  • 1936: Der Abenteurer von Paris
  • 1936: Mädchen in weiß
  • 1936: Der Weg des Herzens (Prater)
  • 1936: Sein letztes Modell
  • 1937: Die gläserne Kugel
  • 1937: Wenn Frauen schweigen
  • 1937: Zu neuen Ufern

Weblinks