Hochschaubahn

Dieser Artikel behandelt die Achterbahn Hochschaubahn. Für Achterbahnen (Hochschaubahnen) im Allgemeinen, siehe Achterbahn.
Hochschaubahn
Standort Wiener Prater (Wien, Österreich)
Typ Holz - sitzend
Kategorie (1) Scenic Railway,
(2) Side-Friction
Antriebsart
Hersteller (1) LaMarcus Adna Thompson
Eröffnung (1) 1909,
(2) 1950
Schließung (1) 1944
Länge (1) 1609 m,
(2) 450 m
Höhe (2) 15 m
max. Geschwindigkeit (2) 55 km/h
Fahrtzeit (1) 8:00 Minuten,
(2) 3:30 min
Züge (2) 2 Züge, 2 Wagen/Zug, 4 Sitzreihen/Wagen, 2 Sitzplätze/Sitzreihe
Kapazität (2) 336 Personen pro Stunde
Inversionen 0
Elemente (1) 3 Lifthills

(2) 3 Abfahrten inkl. einem Double-Dip,
7 Tunnel
Thematisierung (2) Großglockner

Hochschaubahn ist der Name zweier Holzachterbahnen, welche sich im Wiener Prater (Wien, Österreich) befanden bzw. noch befinden. Die erste Achterbahn wurde 1909 eröffnet. Die 1609 m lange Strecke wurde von LaMarcus Adna Thompson konstruiert und besaß drei Aufzugshügel („Lifthills“). Ursprünglich wurde sie als American Scenic Railway bezeichnet und war Bestandteil des Vergnügungsparks Venedig in Wien. Die Fahrzeit betrug rund acht Minuten. Die Anlage brannte am 16. September 1944 wahrscheinlich wegen eines Kurzschlusses ab.

Die erste Hochschaubahn war im Amateurspielfilm Der grüne Kakadu (1932) zu sehen, ebenso im Dokumentarfilm Der Wiener Prater und seine Geschichte (1939–1944); die Filme befinden sich heute im Österreichischen Filmmuseum.

Als Ersatz für die erste Bahn wurde ab dem Jahr 1948 eine neue Hochschaubahn errichtet, 1950 eröffnet und zunächst als Alpenbahn bezeichnet. Es handelt sich um einen reinen Holzbau mit einer konventionellen Schienenanlage. Die 450 m lange Strecke der zweiten Achterbahn führt durch eine künstliche Szenerie, die den Großglockner nachstellen soll. Sie besitzt drei Abfahrten inklusive einem Double-Dip, sowie sieben Tunnel. Da entlang der Strecke etliche schelmische Gartenzwerge platziert sind, wurde sie volkstümlich auch „Zwergerlbahn“ genannt. Der immer mitfahrende Bremser ist nicht nur ein traditioneller Begleiter für die Fahrgäste, sondern auch ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor. Die Anlage wird als Familienunternehmen geführt und befindet sich immer noch im Originalzustand.

Die zweite Hochschaubahn hat in mehreren Filmen und Fernsehserien mitgespielt, u.a. in Qualtingers Wien (1997), Der Fall des Lemming (2008) und einer Folge der Fernsehreihe Trautmann.

Der Begriff „Hochschaubahn“ wird in Wien oft als Gattungsname für Achterbahnen gebraucht.

Galerie

Weblinks

 Commons: Hochschaubahn (Wien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien