Hubert Birke

Hubert Birke

Hubert Hermann Birke (* 21. Januar 1892 in Hermsdorf bei Braunau; † 13. April 1950 in Doschendorf) war ein österreichisch-deutscher Politiker (NSDAP) und Mundartdichter.

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule verdiente Birke seinen Lebensunterhalt als Fabrikarbeiter und Fabrikangestellter, später als freier Schriftsteller. Ergänzend dazu besuchte er verschiedene Fachkurse. Am Ersten Weltkrieg nahm er von 1915 bis 1918 als Reserveoffizier der Gebirgsartillerie teil. Eingesetzt wurde er in Rumänien und Albanien. Nach Kriegsende wurde Birke 1919 Hauptschriftleiter der Zeitungen Ostböhmens Deutscher Bote und Völkische Rundschau in Braunau.

Er war ab 1928 Mitglied und Amtswalter der DNSAP bis zur Selbstauflösung der Partei im Herbst 1933. Im Oktober 1933 wurde Birke Mitglied der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins (Mitgliedsnummer 41). 1935 wurde Birke für die Sudetendeutsche Partei ins tschechoslowakische Parlament gewählt. In den Jahren 1936 und 1937 übernahm er Aufgaben als Kreisleiter der SdP in Ostböhmen. Ebenfalls 1937 wurde er Mitglied der Hauptleitung der SdP und Leiter des Hauptamtes der Partei für Sozialpolitik.

Nach der deutschen Annexion der Sudetengebiete im Herbst 1938 wurde Birke anlässlich der Ergänzungswahl zum Großdeutschen Reichstag vom 4. Dezember 1938 in den nationalsozialistischen Reichstag gewählt, dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 als Abgeordneter angehörte. In der NSDAP, in die er, nach der Eingliederung der Sudetengebiete ins Deutsche Reich, eintrat, übernahm Birke Aufgaben als Gauamtsleiter und Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront (DAF) im Sudetenland. 1942 wurde er zum SA-Standartenführer ernannt.

Literatur

  • Joachim Lilla u.a. (Bearbeiter): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Droste, Düsseldorf 2004, S. 41 f. ISBN 3-7700-5254-4.
  • Klaus D. Patzwall (Hrsg.): Das Goldene Parteiabzeichen und seine Verleihungen ehrenhalber 1934 -1944. Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 2004, ISBN 3-931533-50-6.
  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe – Wer war was im Dritten Reich. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1.

Weblinks