Ignaz von Schönfeld

Ignaz von Schönfeld (* 1778 in Prag; † 11. November 1839 in Wien) war ein österreichischer Beamter, Unternehmer und Genealoge.

Ignaz von Schönfeld war ein Sohn des k.k. Hofbuchdruckers Johann Ferdinand von Schönfeld (1750–1821) und dessen Ehefrau Johanna, geborene Löhnert (Lehnert). Er studierte Jura in Prag und arbeitete danach bei den Landgerichten in Tarnów und Czernowitz. 1805 wurde er Landrat, quittierte jedoch 1813 den Dienst, um in Prag die Leitung der Druckerei der Familie zu übernehmen. Wegen finanzieller Verluste zog er sich 1818 jedoch wieder aus dem Geschäft zurück.

Er zog nach Wien und übernahm dort eine Hofagentenstelle. Er wurde Mitglied des "Vereins der Ersten österreichischen Spar-Casse in der Leopoldstadt in Wien" und stieg dort in den Vorstand auf. 1828 zog er sich auch aus diesem Feld zurück und begab sich im Auftrag der Familie Logothetti nach Odessa.

Daneben bemühte er sich um die Weiterentwicklung des von seinem Vater begonnenen diplomatisch-heraldischen Adelsarchives. 1824/25 veröffentlichte er die ersten zwei Jahrgänge eines österreichischen Adelsschematismus. Damit stieß er jedoch auf den Widerstand der Behörden und so versteigerte er schließlich 1826 seine genealogische Sammlung und investierte den Erlös in verschiedene wirtschaftliche Unternehmungen. Jedoch hatte er auch hierin wenig Erfolg.

Sein eigentliches Verdienst ist in der maßgeblichen Entwicklung der ersten österreichischen Sparkasse zu sehen.

Ignaz von Schönfeld war verheiratet mit Susanna von Logothetti (* 1785). Die Ehe blieb kinderlos.

Literatur