Isabella Ploberger

Isabella Ploberger (* 6. April 1913 in Wels, Österreich, als Isabella Hartl; † 24. November 2002 in Oberalm) war eine österreichische Filmarchitektin.

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Biografie

Die gebürtige Isabella Hartl erhielt ihre Ausbildung in Wien, wo sie die Kunstgewerbeschule besuchte und zwei Semester an der Technischen Hochschule sowie sechs Semester an der Meisterschule für Architektur studierte. Als diplomierte Architektin begann sie ihre berufliche Laufbahn am 1. September 1938 und spezialisierte sich vor allem auf Wohnungseinrichtungen.

Auf Empfehlung ihres Arbeitgebers, des Architektur-Büros Petersen, erhielt die junge Architektin im Jahre 1940 eine Anstellung bei der Riefenstahl-Film, die gerade mit der Produktionsplanung der Opernverfilmung Tiefland von Leni Riefenstahl beschäftigt war. Isabella Ploberger wurde dem erfahreneren Kollegen Erich Grave zugeteilt; es blieb ihre einzige Kino-Arbeit bis Kriegsende. 1949 nahm sie ihre Tätigkeit als Filmarchitektin wieder auf, von Anbeginn an der Seite des deutschen Szenenbildners Werner Schlichting, der später ihr Ehemann werden sollte. Das Team Schlichting/Ploberger entwarf die Kulissen zu zahlreichen Spitzenproduktionen bundesdeutscher und österreichischer Prägung, gelegentlich wurde das Ehepaar auch für im deutschsprachigen Raum gedrehte US-Produktionen engagiert.

1971 zog sie sich mit ihrem Mann ins Privatleben zurück und ging für 18 Jahre nach Spanien. Erst im Herbst 1989 kehrten Werner und Isabella Schlichting nach Österreich, ins Salzburger Land, zurück, wo sie ihren Lebensabend in einer Altersresidenz (Schloß Oberalm) verbrachten.

Isabella Ploberger-Schlichting war in erster Ehe mit dem Filmarchitekten und Kostümbildner Herbert Ploberger (1902-1977) verheiratet.

Filme (Auswahl)

Literatur

Weblinks