Oberalm

Oberalm
Wappen von Oberalm
Oberalm (Österreich)
Oberalm
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Fläche: 6,39 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 13° 6′ O47.713.1452Koordinaten: 47° 42′ 0″ N, 13° 6′ 0″ O
Höhe: 452 m ü. A.
Einwohner: 4.251 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 665,26 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5411
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 5 02 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Halleiner Landesstraße 51
5411 Oberalm
Website: www.oberalm.at
Politik
Bürgermeister: Gerald Dürnberger (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(21 Mitglieder)
10
8
3
10 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Oberalm im Bezirk Hallein
Abtenau Adnet Annaberg-Lungötz Bad Vigaun Golling an der Salzach Hallein Krispl Kuchl Oberalm Puch bei Hallein Rußbach am Paß Gschütt Sankt Koloman Scheffau am TennengebirgeLage der Gemeinde Oberalm im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Oberalm ist eine Marktgemeinde mit 4251 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Salzburger Land im Bezirk Hallein, Tennengau in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Tennengau im Salzburger Land. Ortsteile der Gemeinde sind Oberalm, Kahlsperg, Vorderwiestal und Seefeldmühle.[1]

Oberalm liegt direkt an der Westbahn und ist durch die Linie S3 der S-Bahn Salzburg schnell und bequem von der Landeshauptstadt Salzburg aus erreichbar. Die Regionalbuslinie 160 fährt von Hallein/Kornsteinplatz über Oberalm nach Salzburg/Hbf.

Nachbargemeinden

Puch bei Hallein
Nachbargemeinden Adnet
Hallein

Geschichte

Der Name Oberalm leitet sich vom vorlateinischen Albantha (mutmaßlich alpenkeltisch, „illyrisch“), und steht in Flussnamen (gestützt) zu lateinisch albus ‚weiß‘, also wohl in der Bedeutung ‚am Almbach‘.[2] Oberalm zählt zu den am frühesten besiedelten Gebieten in der Umgebung des Salzachtalbodens, die vorrömisch bis frühmittelalterliche Siedlungskontinuität des Raumes ist gesichert.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im 8. Jahrhundert, als Herzog Theodo aus Bayern dem Heiligen Rupertus den Salzachgau zwecks angestrebter Besiedelung und Missionierung übertragen hatte. In den Breves Notitiae (789) findet die erste Erwähnung statt - der Name Oberalm taucht in mehreren Textpassagen auf - „ecclesiam iuxta ripam, que vocatur Albina“ oder „hominum de Albina“ (‚Leute aus Oberalm‘). Dieses Manuskript wird im Archiv der Erzabtei St. Peter aufbewahrt. Das Kloster besaß in Oberalm mehrere zinspflichtige Höfe. Als Marktort ist Oberalm schon im Mittelalter genannt. Weiters hatten mehrere bedeutende Adelsgeschlechter ihren Wohnsitz in Oberalm – unter anderem auf den Schlössern Kahlsperg und Winkl.

1938, mit dem Anschluss, als allerorten in Österreich Großgemeinden gebildet wurden, wurde Oberalm per 1. Jänner 1939 der Stadt Hallein zwangseingemeindet („Groß-Hallein" ). Nach dem Krieg gab es schon 1946 eine Unterschriftenaktion, das rückgängig zu machen, die eine Mehrheit von etwa 85 Prozent brachte („Los von Hallein"-Bewegung). Nach längeren Verhandlungen – um die wertvollen Gewerbegebietslagen zwischen Oberalm und Hallein, aber auch mit Adnet um das Vorderwiestal, das mit der Auflöung Oberalms dorthin gekommen war – und weiteren Abstimmungen und Bürgerbefragungen verabschiedete der Salzburger Landtag per 11. Juni 1952 das Gesetz über die Wiedererrichtung einer Marktgemeinde Oberalm. Die Katastralgemeinde Oberalm II, der heutige Halleiner Stadtteil Neualm, und ein Grenzstreifen bei Hühnerau blieben aber Halleinerisch. Vorderwiestal kam wieder zu Oberalm.[3]

Wappen

Wappen at oberalm.png

Das Wappen der Gemeinde wird folgendermaßen beschrieben:

Im goldenen Feld auf grünem Rasengrund ein Tisch, der aus einer massigen viereckigen Steinplatte von rotem Marmor und einem breiten, ebenfalls vierkantigen steinernen Tischfuß von grauer Farbe besteht. Hinter diesem Tisch steht ein grüner Lindenbaum.


Abgebildet ist der Oberalmer Thaidingtisch (Schranne) mit Gerichtslinde. Der „rote Marmor“ ist der bedeutende Adneter Marmor.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche in Oberalm im März 1997. Im Vordergrund erkennbar ist der Oberalmer Thaidingtisch.

Literatur

  • Josef Brettenthaler: Oberalm. Ein Salzburger Markt einst und jetzt. Marktgemeinde Oberalm, Oberalm 1978.
  • Ägydius Außerhofer u. a.: Festschrift. 100 Jahre eigenständige Pfarre Oberalm 1908 - 2008. Orgelweihe. Renovierung der Pfarrkirche. Pfarre Oberalm, Oberalm 2008.

Weblinks

 Commons: Oberalm – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. gemeindeinterne Gliederung, siehe Zahlen und Fakten, oberalm.at > Gemeindeamt
  2. eine bEtymologie zu Alm (Bergweide) ist hier, wie im ganzen Salzburg-Halleiner Becken, bekanntlich auszuschliessen, da der Ort im Tal liegt. Dasselbe gilt für Niederalm an der Alm (Berchtesgadener Ache)
  3. Oberalm feierte vor 50 Jahren Trennung von Hallein. Landesgeschichtliche interessante Darstellung vom Leiter des Landesarchivs Fritz Koller in "Unser Land", Salzburger Landeskorrespondenz, 26. März 2002.