Josef von Althann

Michael Joseph Graf von Althann, Freiherr auf der Goldburg zu Murstetten (* 13. Juni 1798 in Linz; † 5. August 1861 in Mittelwalde) war ein österreichisch-preußischer Gutsbesitzer und Politiker.

Familie

Althann entstammte der Uradelsfamilie Althann, die neben ausgedehntem Grundbesitz im Österreichen Kaiserreich auch einige Güter in der Grafschaft Glatz (seit 1763 preussisch) besass. Durch den Besitz des Majorat Mittelwalde hielt die Familie einen erblichen Sitz im preußischen Herrenhaus. Auch im österreichischen Herrenhaus hatten die Althann einen erblichen Sitz.

Josef von Althann war der älteste Sohn von Michael Maximilian Franz Graf von Althann (1769–1834) und Maria Franziska Eleonore Gräfin von Thürheim (1774–1818). Das spätere Herrenhausmitglied Michael Karl und der k.k. Offizier Michael Ferdinand waren jüngere Brüder von ihm.

Josef von Althann heiratete 1830 Eleonore Gräfin von Hartig. Mit ihr hatte er zwei Kinder, die beide vor ihrem Vater starben. Erbe wurde sein jüngerer Bruder Michael Karl.

Leben

Althann war Herr auf Mittelwalde, Schönfeld, Wölfelsdorf (Grafschaft Glatz, Schlesien), der Herrschaften Zwentendorf und Murstetten (Österreich) sowie Swöschitz, Grulich und Militschoves (Böhmen). Er war spanischer Grande erster Klasse. Im Erzherzogtum Österreich ob und nieder der Enns hatte er den zeremoniellen Rang eines Oberst-Erbland-Vorschneider, Schildträger und Kampfrichter.

Josef von Althann hatte 1847/1848 einen Sitz in der Herrenkurie des Vereinigten Landtags. Von 1856 bis zu seinem Tode 1861 war er mit erblichem Recht Mitglied im preussischen Herrenhaus. 1861 war er noch für kurze Zeit Mitglied des österreichischen Herrenhaus nach dessen Gründung 1861.

Literatur