Karl Beck (Fußballspieler)

Karl Beck (* 8. Mai 1888 in Unter-Tannowitz (Dolni-Dunajovice, Süd-Mähren); † 16. Februar 1972 in Wien) war ein österreichischer Fußballspieler.

Beck spielte bei dem SpC Rudolfshügel und dem Wiener Sportclub, nach eigenen Angaben war er 13-facher Nationalspieler. Damals gab es vor allem Städteduelle wie etwa Wien-Budapest, die aber als Länderspiele gewertet werden können, da sich zu Beginn des Fußballsportes dessen Ausübung praktisch auf die jeweiligen Hauptstädte beschränkte. Belegt sind neun Einsätze im Nationalteam zwischen 1907 und 1918, davon fünf während seiner Zeit bei Rudolfshügel und vier als Spieler des Wiener Sportclub.

Erste fußballerische Aktivitäten fanden auf dem Friesenplatz in Wien-Favoriten statt. Später übersiedelte man auf den Rudolfshügel (1100, Ecke Raxstr./Laxemburgerstr.), der späteren Heimstätte des 1902 gegründeten ersten Fußballklubs Favoritens, des Spc Rudolfshügel. Bereits 1905 rückte Karl Beck als damals 17-jähriger in die erste Mannschaft auf. 1907 erwarb sich der Verein durch hervorragende Ergebnisse in Vergleichsmatches das Prädikat der Erstklassigkeit. Dadurch gehörte der Verein zu den zwölf Gründungsmitgliedern der ersten offiziellen Fußballmeisterschaft Österreichs in der Saison 1911/12. Zuvor jedoch, nämlich für die Spielzeiten 1909/10 und 1910/11 wechselte Beck zum Wr. Sportclub, und gehörte somit zum Team, welches in dieser Zeit für etwa zwei Jahre ungeschlagen blieb. Warum Beck ein Gastspiel in Hernals einlegte ist unbekannt. Bekannt ist hingegen, dass seine Rückkehr nach Favoriten zeitlich mit der Ehelichung der Tochter des damaligen Präsidenten (Doleijsi) des Spc R. zusammen fällt. Sein Stammplatz im Verein als auch international war der rechte Flügel. Beck spielte bis 1924 im Team der Rudolfshügler. Er führte die Mannschaft zwölf Jahre lang als Kapitän, zeitweise auch als Spielertrainer aufs Feld, wurde 1919 mit dem Verein Vize-Meister, 1917 und 1921 jeweils Dritter. Von 1924 bis 1925 war er ausschließlich Trainer seiner Mannschaft.

„Karl Beck, der jahrelange Spieler der Rudolfshügler, der seit mehreren Jahren die Mannschaft seines Vereines trainiert, hat vergangenen Samstag seine Stelle zurückgelegt.“ (Sport-Tagblatt, 5. Februar 1925)

„Amateurmannschaft von Rudolfshügel ist im Entstehen; rund um den ehemaligen Kapitän und Altinternationalen Beck.“ (Sport-Tagblatt, 4. April 1925)

Danach war er von 1927 bis 1934 als Schiedsrichter tätig und galt als einer der erfolgreichsten „Pfeifenmänner“ Wiens, hätte auch internationale Spiele leiten sollen, konnte dies aber aus beruflichen Gründen nicht tun. Er blieb bis zu seinem Tod dem 10. Wiener Gemeindebezirk treu, in dem er wohnte (Laxemburgerstraße) und arbeitete (Fa. Hutter & Schranz) und eben auch Fußball spielte.

Literatur

  • Willy Schmieger: Der Fußballsport in Österreich. Wien 1925
  • Sport-Tagblatt vom 5. Februar 1925
  • Welt am Montag vom 5. Oktober 1964