Karl Wollinger

Karl Josef Wollinger (* 26. Mai 1877 in Sankt Gotthard an der Raab; † 13. September 1945 in Graz) war ein österreichischer Landwirt und Mühlenbesitzer sowie Politiker (GDVP). Wollinger war verheiratet, Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und Abgeordneter zum Nationalrat.

Wollinger wurde als Sohn des Gutsbesitzers Karl Wilhelm Wollinger aus Heiligenkreuz im Lafnitztal geboren. Sein Vater stammte aus Bingen am Rhein. Wollinger besuchte die Volksschule und an der philosophischen Fakultät der Technischen Hochschule in Graz. 1904 übernahm Wollinger den väterlichen Betrieb in Heiligenkreuz und flüchtete nach mehrmaliger Inhaftierung wegen Anschlußfreundlichkeit 1919 nach Österreich. Wollinger war ab dem 27. Jänner 1922 Mitglied der Verwaltungsstelle für das Burgenland und begründete die Großdeutschen Volkspartei im Burgenland mit. Er wurde 1922 deren erster Obmann und war ständiges Mitglied des Landesparteivorstandes, wobei er stets die Funktion des 1. oder 2. Obmanns innehatte. Zwischen dem 21. Juni 1931 bis zur Auflösung 1934 war Wollinger alleiniger Obmann der Landespartei. Des Weiteren hatte er zwischen 1938 und 1941 das Amt des Bürgermeisters von Heiligenkreuz im Lafnitztal inne. Wollinger war zwischen dem 20. Mai 1927 und dem 5. März 1930 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag sowie zwischen dem 13. Juli 1922 und dem 20. November 1923 Abgeordneter zum Nationalrat.

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. I. Teil (1923–1938). Eisenstadt 1972

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