Kraftwerk Korneuburg

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Kraftwerk Korneuburg
Kraftwerk Korneuburg, rechts der Verbund-Block (rot-weiß-roter Kamin), links der EVN Block (kurzer Kamin)
Kraftwerk Korneuburg, rechts der Verbund-Block (rot-weiß-roter Kamin), links der EVN Block (kurzer Kamin)
Lage
Kraftwerk Korneuburg (Niederösterreich)
Kraftwerk Korneuburg
Koordinaten 48° 19′ 54,2″ N, 16° 20′ 21,3″ O48.33172222222216.33925Koordinaten: 48° 19′ 54,2″ N, 16° 20′ 21,3″ O
Land Österreich
Daten
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Erdgas, Schweröl
Leistung 455 Megawatt
Typ GuD-Kraftwerk (Block 1)
Eigentümer EVN AG (Block 1)
VERBUND-Austrian Thermal Power AG (ATP) (Block 2)
Betreiber EVN AG (Block 1)
VERBUND-Austrian Thermal Power AG (ATP) (Block 2)
Betriebsaufnahme 1958
Schornsteinhöhe 160 m

Das Kraftwerk Korneuburg ist ein 1958 errichtetes kalorisches Kraftwerk in der niederösterreichischen Gemeinde Langenzersdorf, in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze von Korneuburg.

Beim EVN-Kraftwerksblock Korneuburg wurden zum ersten Mal ein Dampfturbinen- und ein Gasturbinenkraftwerk kombiniert.[1] Die Dampfturbine wird mittels Hoch- und Niederdruckdampf betrieben. Die höchste elektrische abgegebene Leistung beträgt 154 MW (170 MW im Winter), der Kamin ist 50 Meter hoch.

Der zweite Block hat eine elektrische Leistung von rund 285 MW[2] und wird mit Schweröl oder Erdgas durch die VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG betrieben. Derzeit ist er in stiller Reserve und kann nur mehr mittels hohen technischen Aufwand reaktiviert werden. Seit dem 2011 beschlossenen Atomausstieg fungiert er als Kaltreserve für das deutsche Stromnetz, wodurch hochpreislicher, börsengehandelter Spitzenstrom produziert werden kann. Bei der Kältewelle 2012 wurde der Block wieder ans Netz genommen.[3] Das Heizöl schwer kann per LKW, per Bahn oder per Schiff über die Donau angeliefert werden.

Gemeinsam genutzte Einrichtungen beider Kraftwerksblöcke sind:

Das seit dem Jahr 1977 bestehende und vom Kraftwerk Korneuburg gespeiste Fernwärmenetz wurde in den letzten Jahren durch die EVN Wärme auf rund 6 km Länge erweitert und beliefert die Stadt Korneuburg.[4][5]

Einzelnachweise

  1. Geschichte des Kraftwerkbaus, evn.at
  2. Geschäftsbericht Verbund 1996; S. 63; Stand 5. Sept. 2010 (pdf)
  3. Veränderte Energieflüsse: Kälte setzt Europas Stromversorger unter Spannung. Verena Kainrath in: derStandard.at, 9. Februar 2012;
    Ausnahmesituation: Deutschland zapft die Kaltreserve an. In: Financial Times Deutschland, 8. Februar 2012;
    Energie: Österreich verhindert Blackout in Deutschland. Karl Gaulhofer in: diepresse.com, 9. Februar 2012
  4. Veronika Löwenstein, NÖN, Korneuburg: EVN hat das Fernwärmenetz massiv erweitert Stand: 5. September 2010
  5. Homepage der Stadt Korneuburg, Erweiterung des Fernwärmenetzes Korneuburg vom 30. April 2009 (Stand: 5. September 2010)