Lange Nacht der Forschung

Die „Lange Nacht der Forschung“ (LNF) ist eine österreichische Veranstaltung, die nach dem Prinzip der „Langen Nächte“ funktioniert und als Form der Öffentlichkeitsarbeit gilt. Im Rahmen des Events wird österreichische Forschung der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das erste Mal fand die „Lange Nacht der Forschung“ in Österreich im Jahr 2005 statt. Nach einer zweijährigen Pause fand sie wieder im Jahr 2008 und seitdem regelmäßig Anfang November statt. Die teilnehmenden Städte ändern sich laufend. Waren es 2008 Wien, Wiener Neustadt, Graz, Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg, so kamen 2009 statt Wiener Neustadt und Klagenfurt Dornbirn, Krems an der Donau, Tulln und Linz hinzu. 2010 fehlte wiederum Wien, Salzburg und Graz, während neben Dornbirn, Klagenfurt, Linz, Krems, Tulln, Wiener Neustadt auch erstmals Eisenstadt, Pinkafeld und Güssing Aussteller stellten.

Die letzte Lange Nacht der Forschung fand am 27.April 2012 statt und wurde von regionalen Organisationsteams in ganz Österreich vorbereitet.[1]

Die nächste Lange Nacht der Forschung ist für das Frühjahr 2014 geplant.

Aussteller und Projekte

Universitäten, Fachhochschulen, forschende Institutionen und Unternehmen in ganz Österreich beteiligen sich an der Langen Nacht der Forschung. Von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur industriellen Forschung reichen die rund 300 Projekte aus unterschiedlichen Bereichen, wie etwa Biologie, Chemie, Physik, Medizin, Geistes- und Kulturwissenschaften, Technik, Wirtschaft, Umwelt u.v.m. 2009 waren es rund 570 Projekte aus unterschiedlichen Bereichen. 2012 fand mit 1380 Stationen in 24 Regionen und 8 Bundesländern (alle außer Tirol) die bislang größte LNF statt!

Veranstalter und Auftraggeber

Die Agenturen GPK/brainiacs traten in den vergangenen Jahren als Konzessionäre und Veranstalter im Auftrag der Ministerien BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), BMWF (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung) und BMWFJ (Bundesministerium für Wirtschaft Familie und Jugend) auf.

Im September 2008 fand eine „Lange Nacht der Forschung“ als Teil der „European Researchers Night 2008“ in Linz, OÖ statt. Diese Veranstaltung wurde aber nicht von den oben genannten Bundesministerien, sondern aus Mitteln des Landes Oberösterreich und der Europäischen Kommission finanziert.

2010 wurde erstmals die Lange Nacht der Forschung von fünf teilnehmenden Bundesländern mit regionalen Teams eigenständig organisiert. Dieses Modell wurde beibehalten und stellte auch für 2012 die Organisationsform dar. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung ist seit 2010 Initiator und Mastermind der LNF. Der Rat koordiniert und unterstützt die teilnehmenden Bundesländer.

„Lange Nacht der Forschung“ als Projekt der Öffentlichkeitsarbeit

Strategische Ziele der „Langen Nacht der Forschung“

Laut Homepage der Langen Nacht der Forschung verfolgt die LNF folgende Ziele:

  • Heimische Top-Forschung nachhaltig bekannt machen
  • Akzeptanz für weitere F&E-Investitionen steigern
  • Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen bei ihren F&E-Anliegen unterstützen
  • Österreichs Bevölkerung zu aktuellen Forschungsthemen informieren und interessieren
  • Das Interesse bei Kindern und Jugendlichen für Forschung soll geweckt werden

PR-Instrumente der „Langen Nacht der Forschung“

Homepage, Presseaussendungen, Pressekonferenzen, Programmheft, Promotoren und PromotorInnen, Berichte in Zeitungen und Rundfunk sowie Medienpartnerschaften informieren über die Lange Nacht der Forschung. Die „Lange Nacht der Forschung“ als Event informiert die Öffentlichkeit wiederum über die Innovationen in der Forschung, über die österreichische Forschungslandschaft und über Jobmöglichkeiten in der Forschung. Damit ist das Event „Lange Nacht der Forschung“ (mit seinen Präsentationen, Diskussionen und dem anwesenden Publikum) selbst ein PR-Instrument für mehr Wissen über und Akzeptanz für F&E.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lange Nacht der Forschung 2012