Leopold Temmel

Leopold Temmel (* 11. Dezember 1913 in Krieglach; † 11. November 2000 in Gosau) war ein österreichischer evangelisch-lutherischer Theologe. Er war von 1966 bis 1980 Superintendent der Evangelischen Superintendentur A. B. Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Leopold Temmel studierte von 1931 bis 1934 Philosophie in Graz und Würzburg sowie anschließend Evangelische Theologie in Leipzig, wo er 1937 das Examen ablegte. Danach war er zunächst Vikar am Predigerseminar an der Paulinerkirche in Leipzig. 1938 wechselte er nach Ried im Innkreis, wo er in der dortigen Tochtergemeinde bis 1940 als Vikar wirkte.

Im selben Jahr trat Leopold Temmel seine erste Pfarrstelle in Gosau an, einer der wenigen evangelischen Gemeinden Österreichs. Doch bereits ein Jahr später wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Ende des Zweiten Weltkriegs kam er für kurze Zeit in amerikanische Kriegsgefangenschaft und kehrte danach nach Gosau zurück. 1950 promovierte Temmel an der Universität Wien zu Glaube und Gewissheit in der Theologie Martin Bucers. Ab 1953 war er als Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche in Linz tätig.

Als Nachfolger von Wilhelm Mensing-Braun wurde Leopold Temmel 1966 zum Superintendenten der Evangelischen Superintendentur A. B. Österreich gewählt. Er war auch Vizepräsident der Synode und Mitglied mehrerer Ausschüsse der Evangelischen Kirche A. B.. 1980 ging Leopold Temmel in Pension. Sein Nachfolger als Superintendent wurde Herwig Karzel.

Schriften

  • Evangelisch in Oberösterreich. Werdegang und Bestand der Evangelischen Kirche. OLV, Linz 1982, ISBN 3-85214-334-9.
  • 200 Jahre Evangelische Gemeinde Gosau. Festschrift. Evangelische Pfarrgemeinde A. B. Gosau, Gosau 1984.

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Alois Zauner (Hsgg.): Oberösterreicher. Lebensbilder zur Geschichte Oberösterreichs. Oberösterreichisches Landesarchiv, Linz 1981.

Weblinks